Aktuelles Unternehmensführung

R + V: »Forderungsausfall« – das unterschätzte Risiko

Insolvenzen, schlechte ­Zahlungsmoral, ausbleibende Zwischenzahlungen – Liquiditätsschwierigkeiten am Bau sind häufig und setzen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen unter Druck. Eine Gewährleistungsbürgschaft und die Forderungsausfall­versicherung können, wie die R+V Versicherung betont, Existenzen retten.

Jede dritte Firmeninsolvenz in Deutschland ist auf einen Forderungsausfall zurückzuführen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen spüren diesen Dominoeffekt: Zahlt ein Kunde nicht, leidet darunter die eigene Liquidität. Für viele kann dies die eigene Existenz gefährden.
Rund 22 000 Unternehmen mussten allein 2016 in Deutschland Insolvenz anmelden, darunter rund 25 % Betriebe aus der Bauindustrie. Zwar ist dies dank boomender Binnenkonjunktur, sinkender Arbeitslosenzahlen und geringer Inflationsrate die niedrigste Zahl seit Jahren. Doch auch in wirtschaftlich guten Zeiten sind Unternehmen nicht vor Zahlungsausfällen gefeit.
Für die betroffenen Unternehmen können die Folgen verheerend sein. Wenn die Bezahlung für eine erfolgte Lieferung oder Leistung nicht oder nicht rechtzeitig erfolgt, gerät das Unternehmen schnell in einen Liquiditätsengpass. Löhne können nicht bezahlt und eigene Verbindlichkeiten bzw. Kredite nicht bedient werden.

Schlimmstenfalls droht dem eigenen Unternehmen die Insolvenz und durch Dominoeffekte können weitere Unternehmen in finanzielle Schieflage geraten. Die Gewährleistungsbürgschaft ist für Bauunternehmer eine Lösung, wenn es darum geht, spätere Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Auftragnehmer ausreichend befriedigen zu können.
Die Gewährleistungsbürgschaft wird von einer Bank oder einer Versicherung als Kautionsversicherung gestellt. Häufig unterliegen Unternehmer dem Irrtum, die Gewährleistungsbürgschaft spreche sie von der gesetzlichen Pflicht zur Beseitigung des Mangels frei. Tatsächlich greift die Versicherung jedoch nur bei Insolvenz.

Probates Mittel gegen Insolvenz – keine Allzweckwaffe
Eine der Hauptursachen für einen Forderungsausfall ist die sinkende Zahlungsmoral vieler Auftraggeber. Besonders schlecht ist es in der Baubranche um die Zahlungsmoral bestellt. Lange Zahlungsziele, bestrittene Forderungen und häufig nur vorgeschobene Mängeleinreden führen in der Baubranche dazu, dass Unternehmen trotz erbrachter Leistungen auf ihren Forderungen sitzen bleiben und in finanzielle Engpässe geraten.

Erlittene Zahlungsausfälle könnten Unternehmer nur durch erheblichen Mehrumsatz ausgleichen. Um ihre Umsatzeinbußen wettzumachen, müssen Unternehmer sich außerdem neue Auftraggeber im In- und Ausland suchen.

Das Problem: In der Regel bestehen mit den neuen potenziellen Auftraggebern noch keine oder nur wenig Erfahrungen und damit auch keine Zahlungserfahrungen. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist die Prüfung der Bonität neuer Auftraggeber eine zusätzliche Aufgabe.

Absicherung gegen einen Forderungsausfall
Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sollten sich ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können und sich nicht mit fachfremden Aufgaben, etwa zeitaufwendigen Bonitätsprüfungen ihrer Auftraggeber oder gar gerichtlichen Verfahren, auseinandersetzen müssen. Jedes Unternehmen, das eine Ware liefert oder eine Dienstleistung auf Rechnung erbringt, sollte sich – wie dei R+V unterstreicht – im Vorfeld durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung (WKV) gegenüber dem Risiko einer unbezahlten Forderung absichern und damit die eigene Liquidität sicherstellen. So schützt beispielsweise die R+V mit einer Warenkreditversicherung Unternehmen nicht nur vor der Zahlungsunfähigkeit der Kunden, der Versicherer übernimmt bereits die Bonitätsprüfung von Auftraggebern im In- und Ausland vor einem Vertragsabschluss.     §

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