Bau- und Nutzfahrzeuge

Power-Abrollkipper überzeugt durch Multifunktionalität

Die Einsatzbereiche für den Power sind in der Tat ein weites Feld. Ob als Pritsche oder Kipper, ob als Plateau-, Kran- oder Recyclingfahrzeug: Dadurch, dass der Power unterschiedlichste Behältertypen und Behälterlängen aufnimmt, bietet er eine Vielzahl an Möglichkeiten für die Baustellenlogistik. Schüttgut wie Sand, Kies oder Abraum, Maschinen und Geräte aller Art oder Baustoffe, Schalungen und Gerüstmaterialien – als Transportfahrzeug ist der Power-Abrollkipper nahezu universell einsetzbar. »Der Power kann im Prinzip den kompletten Transportbereich in der Baubranche abdecken«, sagte Vordermayer.Aufgrund seiner Multifunktionalität biete der Power eine große Zeitersparnis und spare dadurch Kosten, so Vordermayer. »Wartezeiten für den Fahrer reduzieren sich, weil die Beladung der Behälter nach den Anforderungen auf der Baustelle organisiert werden kann. Mit dem Power kann man morgens Maschinen und Geräte anliefern, anschließend ein Gerüst oder Schalungen transportieren und nachmittags Schüttgut fahren.« Bei der Vorführung eines Power mit einer Hubkraft von 20 t durch die Hofner Hebetechnik GmbH (Gersthofen), Vertriebspartner von Palfinger im Großraum Augsburg, demonstrierte Geschäftsführer Pius Hofner die Multifunktionalität des Abrollkippers eindrucksvoll: Nach dem Transport eines Staplers wurde ein 3,5 t-Bagger von Yanmar aufgeladen, anschließend bestand die Ladung aus Gerüstmaterial und zu guter Letzt zeigte der Power im Kieswerk, dass er als Schüttgut-Transporter beste Dienste leistet – und das alles innerhalb von wenigen Stunden. »Für einen Bauunternehmer ist diese flexible Einsetzbarkeit meiner Meinung nach die ideale Lösung«, sagte Hofner.Mit entscheidend sei dabei die ausgefeilte Armgeometrie, mit der eine wesentlich höhere Hubleistung erreicht werde als bei herkömmlichen Geräten. »Aufgrund der Zylinderstellung kann die Kraft besser ansetzen«, sagte Vordermayer. Dadurch werde der Behälter in einem sehr flachen Aufnahmewinkel aufgezogen, was wiederum dafür sorge, dass die Ladung nicht verrutsche und problemlos zu transportieren sei. Ein weiterer Vorteil der Technologie sei, dass der Verschleiß am Gerät minimiert werde, weil das ganze System aufgrund der Armgeometrie nicht so beansprucht werde. »Durch die Gelenke werden drehende Bewegungen und keine Schubbewegungen erzeugt, weshalb deutlich geringere Reibungskräfte auftreten.« Auch die hydraulischen Bauteile würden nicht so stark belastet, weil der Power mit einem wesentlich nie­drigeren Betriebsdruck arbeite als herkömmliche Teleskop-Abrollkipper. Zudem ermögliche es der Power, die Behälter bei beengten Platzverhältnissen sowie bis zu 0,9 m unter Fahrzeugniveau aufzunehmen. Dabei sorge der Universal-Haken mit pneumatischer Hakensicherung für ein leichtes und schnelles Einfädeln in den Behälterbügel, ohne dass dafür der Lkw bewegt werden müsse. Als komplettes Montageset kann das Power-System auf jedes Chassis aufgebaut werden.

»Marktanteile hinzugewinnen«

Produziert werden die Power-Abrollkipper im Palfinger-Werk im französischen Caussade. Die Hubkraft der insgesamt neun Modelle reicht von 5 t (P 5) bis 30 t (P 30), die Container mit einer Länge von 3,2 m (P 5) bis 8 m (P 30) aufnehmen können. »Als qualitativ führender Kran-Hersteller ist es unser klares Ziel«, sagte Vordermayer, »mit dem Power deutliche Marktanteile in Deutschland hinzugewinnen.« Dabei denke man nicht allein an Standard-Einsätze und die Montage auf Lkw, vielmehr seien auch Sonderausrüstungen möglich. »Wir haben auch schon den P 5 auf einen Unimog für den kommunalen Einsatz aufgebaut«, sagte Vordermayer. »Und auch in diesem Fall hat sich gezeigt, wie viel Potenzial ein Power bietet.«


Von Michael Wulf

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