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Olko Maschinentechnik: Mit amphibischen Baumaschinen neues Betätigungsfeld betreten

Veränderungen auf dem heimischen Bergbaumarkt zwingen Unternehmen, im Rahmen der zu erwartenden Umsatzveränderungen, zum Umdenken und zur Neuausrichtung. Bei der Suche nach neuen Möglichkeiten gilt es die vorhandenen Erfahrungen und Stärken zu Nutzen und diese gewinnbringend auf neue Bereiche anzuwenden. Im Zuge dieses Prozesses setzt man sich bei OLKO in Olfen (NRW) in einem ersten Schritt mit einer amphibischen Arbeitsmaschine auf eine Nische im Baumaschinensegment.

Amphibische Arbeitsmaschinen sind nicht neu, jedoch hat sich OLKO mir vielen Details und vor allem den Schwachstellen der vorhanden Lösungen beschäftigt und versucht diese zu optimieren. Herausgekommen ist eine nach eigenem Bekunden robuste Maschine mit dem Anspruch, unter schwierigsten Bedingungen eine gute Leistung zu bieten. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf den Antriebs- und Kettenstrang gelegt, da dieser das kritische Element bei diesen Maschinen darstellt.

Amphibische Baumaschinen werden vorzugsweise auf wenig tragfähigen Böden, wie sie in Sumpfgebieten, On-Offshore-Übergangszonen oder Flussdeltas zu finden sind, eingesetzt. In der Pipeline-Legung, bei Arbeiten an kleineren Hafenbecken bzw. Flussarmen oder in der Renaturierung können solche Maschine dort wirtschaftlich betrieben werden, wo der Einsatz der klassischen Kombination aus Bagger auf Ponton nicht zum Tragen kommen kann.

Durch die Erweiterung der Maschinen mit Anbaukomponenten kann OLKO vollständig schwimmfähige Lösungen darstellen. Ausgelegt und konstruiert nach den geltenden Wasserschifffahrtsrichtlinien entsprechen diese einer Nassbaggerlösung. Weitere Möglichkeiten bieten Kombimaschinen, hierbei werden auf dem Unterwagen zwei Oberwagensysteme aufgebaut. Ein Baggeroberwagen liefert dann die Energie zum Antrieb eines Krans oder einer Bohrausrüstung. Sollte die Maschine Traktionsprobleme haben, ermöglicht es der Bagger Oberwagen, sich mittels seiner Grabausrüstung aus schwierigen Lagen zu befreien.

Einem breiteren Fachpublikum vorgestellt wurde die OLKO-Maschine erstmalig auf der Con­expo in Las Vegas im Vorjahr. Als Neuling in diesem Segment gelang es OLKO das Exponat noch auf der Messe an ein US-Unternehmen zu verkaufen. Seit Sommer letzten Jahres ist das Gerät beim Kunden im Einsatz. Durch die Messe ergab sich der Kontakt zu einem großen amerikanischen Maschinenhändler, mit ihm zusammen wurden zwei weitere Maschinen in den USA platziert. In einem anderen Projekt konnte eine Maschine erfolgreich in Argentinien in Einsatz gebracht werden.


Einsatz am Hindenburgdamm

Im April diesen Jahres gelang es dann einen ersten, deutschen Kunden von der OLKO-Technik zu überzeugen. Bei Sven Jacobs Tief-, Garten- und Landschaftsbau in Tating (Schleswig-Holstein) stand eine Ersatzinvestition für einen Grüppenbagger an. Die Maschine soll dort zur Pflege und Instandhaltung des Hindenburgdamms, der das Festland mit der nordfriesischen Insel Sylt verbindet, eingesetzt werden. Basis für die Maschine bildet der OLKO-Unterwagen U/1800, der zur Aufnahme von Oberwagen mit einer Masse von bis zu 18 t geeignet ist. Beim Oberwagen entschied man sich für einen Doosan DX225LC-5, der jedoch noch umfangreichen Umbaumaßnahmen unterzogen werden musste. So wurden u. a. der Ausleger auf 9 m und der Löffelstiel auf 6 m verlängert, ein zusätzlicher Kraftstofftank und eine Ablage installiert und die Maschine auf Panolin-Hydrauliköl umgestellt. Es gelang das Gerät nach nur acht Wochen auf der Baustelle am Hindenburgdamm an den Kunden zu übergeben. Bei OLKO gibt man sich optimistisch, die an das Gerät gestellten Erwartungen vollständig erfüllen zu können.    §

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