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Neuland bei Großmaschinen beschreiten

www.youtube.com/watch Heavy IndustriesVertragshändler Mörtlbauer baute die Maschine in drei­monatiger Arbeit in Abstimmung mit Hyundai Heavy Industries (HHI) zum Elektrobagger um. Zum Aufgabenbereich gehörte auch die neue CE-Zertifizierung des Gerätes, das damit allen ­europäischen und österreichischen Bestimmungen in Bezug auf Ausführung, Arbeitsschutz und Sicherheit entspricht.


Der Großbagger belädt Muldenkipper mit knapp 100 t Nutzlast in fünf Ladespielen in nur rund 4,5 Minuten und baut jährlich 800 000 t Material ab. Der bessere Wirkungsgrad des Elektromotors spiegelt sich auch ökonomisch wider. Dazu Projektleiter Armin Mörtlbauer: »Ein Dieselmotor in mobilen Geräten hat einen Wirkungsgrad von etwa 30 % mechanischer Energie, der Rest geht als Abwärme verloren, bzw. muss wiederum gekühlt werden. Ein Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von ca. 97 %, das heißt man kann mit weniger Energie eine höhere Leistung erzielen, was sich natürlich auch finanziell rechnet.«Praktischer Vergleich


Der »Öko-Miner« mit 310-kW-Siemens-Elektromotor erweist sich im Praxiseinsatz als erheblich schneller im Vergleich zum bisherigen Bagger mit 363-kW-Dieselmotor. Außerdem entfallen die Wartungskosten des Dieselmotors, die bei dieselbetriebenen Baggern etwa die Hälfte der gesamten Wartung ausmachen.


Das Projekt war für Deisl­-Beton als auch für Mörtlbauer eine Herausforderung: Deisl hat von Mörtlbauer bereits einen Hyundai R380LC-9 sehr zufriedenstellend im Einsatz und entsprechend gute Erfahrungen mit dem Händler und dessen Service. Die Brüder Armin und Walter Mörtlbauer bezeichnen sich zurecht als Profis für Baumaschinen und Anbauwerkzeuge, sowie Sonderbauten dieser Art. Die Firma Mörtlbauer beschäftigt derzeit etwa 30 Mitarbeiter. Hauptsitz ist Fürstenzell (Bayern), in Kramsach (Tirol) unterhält man eine Niederlassung. HHI-Vertriebsleiter Frank Frickenstein zu dem Großgerät: »Unsere Kunden verlangen eine Maschine, die oftmals rund um die Uhr im Leistungseinsatz arbeitet. Wir sind stolz, dass wir ein so ambitioniertes Projekt mithilfe des europäischen Headquarters und unserem Handelspartner so zügig umsetzen konnten. Auch oder gerade unserem Kunden Deisl-Beton gilt mein Dank, sich mit uns für eine so innovative Lösung entschieden zu haben.« Nach Auskunft des HHI-Händlers liegen schon mehrere Anfragen für vergleichbare Projekte vor.

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