Im Blickpunkt

Neues Vertriebskonzept soll für engcon den Erfolg in Deutschland bringen

Nach der Konzentration auf die nordischen Märkte startet engcon nun eine Offensive auf einem der weltweit größten Märkte. Das Unternehmen, das neben den Titelrotatoren für Bagger mir einem Einsatzgewicht von 1,5 t bis 32 t auch über eine breite Produktpalette von qualitativ hochwertigen Anbaugeräten verfügt, erwirtschaftete zuletzt mit insgesamt 165 Mitarbeitern, den zwei Produktionsstätten in Schweden und in Polen sowie Vertriebsniederlassungen in Deutschland, Finnland, Großbritannien, Dänemark und Frankreich einen Jahresumsatz von rund 60 Mio. Euro. In Deutschland sieht Stig Engström, in seiner Heimat als herausragender Unternehmer mehrfach ausgezeichnet, enorme Wachstumsmöglichkeiten in den kommenden zehn Jahren.

»Umfassend informieren«


»Auf dem deutschen Markt werden rund 15 000 neue Bagger im Jahr verkauft und es sind bereits mehr als 100 000 Bagger im Einsatz. Allein diese Zahlen zeigen, wie gewaltig das Marktpotenzial ist«, sagte Stig Engström, der eingestand, in den vergangenen Jahren auch Lehrgeld in Deutschland bezahlt zu haben. »Wir gehen jetzt bewusst einen anderen Weg und sind nicht mehr so abhängig von Händlern«, so Engström. »Künftig betreuen wir den Kunden vom Erstkontakt an und erklären die Konzeption und die Prozesse, für die das Arbeiten mit einem Tiltrotator steht.«»Anders als in Schweden ist Deutschland ein junger, aber auch konservativerer Markt für Tiltrotatoren«, erläuterte zudem Jürgen Bergmann. »Es ist deshalb enorm wichtig, die Baggerunternehmen und Baumaschinenhändler umfassend zu informieren und Vertrauen bei potenziellen Kunden aufzubauen.« Deshalb sind von ­sofort an nicht mehr die Handelspartner zuständig für Marketing, Vertrieb und Service, sondern das wird jetzt von der deutschen ­engcon-Zentrale in Wertheim verantwortet.

Dabei liegt der Fokus zunächst vor allem auf jene Kunden, die in einem Umkreis von 250 km ihren Standort haben. »Direktes Engagement und die Konzentration auf die beste Betreuung mit starker Kundenorientierung, das waren und sind für engcon die entscheidenden Erfolgsfaktoren in Skandinavien«, sagte Jürgen Bergmann. »Diesen Weg wird engcon künftig auch in Deutschland beschreiten und dabei alle Leistungen aus einer Hand anbieten.«

Effizienz und Sicherheit


In Deutschland will engcon zunächst zwei Zielgruppen besonders ansprechen: die innovativen Bauunternehmen und die Baumaschinenhändler. Bauunternehmen, die gern die neuesten Technologien nutzen, machten rund 15 % des Markts aus, so Engström. Für diese Kunden sei engcons ständig weiterentwickeltes Sortiment an innovativen Lösungen wie maßgeschneidert. Aber auch auf Händler der Baumaschinenindustrie liege ein Augenmerk. »In der zunehmend transparenten Wirtschaft spielt für beide Gruppen neben der Effizienz die Arbeitssicherheit nach neuestem technologischen Stand eine besonders wichtige Rolle«, so Stig Engström. »Die moderne engcon-Technologie kann deshalb für Deutschland zum Schlüsselaspekt werden.«In diesem Zusammenhang verwies der 51-Jährige auch auf den großen Erfolg von engcon auf der GaLaBau-Messe in Nürnberg im vergangenen September. Nicht nur deshalb, weil engcon dort als einziges Unternehmen aus dem Bagger-Bereich mit dem renommierten Innovationspreis der GaLaBau für das Schnellwechsler-System Q-Safe ausgezeichnet wurde, sondern weil das Interesse der Garten- und Landschaftsbauer an der Arbeitsweise eines Tiltrotators und dessen Möglichkeiten enorm gewesen sei. »Wir haben in Nürnberg demonstriert, wie man mit einem Tiltrotator um 30 bis 40 % effizienter arbeiten kann«, so Engström. Zudem habe man exakt vorrechnen können, von welchem Zeitpunkt an sich die Mehrkosten für die Anschaffung eines Tiltrotators amortisierten.


Von Michael Wulf

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