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Mit Zukunftsprogramm nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität stärken

Im Vorjahr erreichte der Auftragseingang der MAN-Gruppe 14,4 Mrd. Euro (– 6 % zu 2014). Das Geschäftsfeld Commercial Vehicles verzeichnete Auf­träge im Wert von 11 Mrd. Euro (– 4 %). MAN Truck & Bus ­erhielt um 9 % mehr Auft­räge, bei MAN Latin America ging der Auftragseingang um mehr als die Hälfte zurück. Im ­Geschäftsfeld Power Engineering betrug der Auftrags­eingang mit 3,4 Mrd. Euro 13 % weniger als 2014.

Die MAN-Gruppe erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 13,7 Mrd. Euro und damit 4 % weniger als im Vorjahr. Das Geschäftsfeld Commercial Vehicles setzte 10 Mrd. Euro um. Dabei lag der Umsatz von MAN Truck & Bus bei 9 Mrd. Euro (+ 7 %). Der Absatz stieg um 8 % auf 79 222 Fahrzeuge. MAN Latin America erwirtschaftete 1 Mrd. Euro; der Absatz sank auf 24 472 Fahrzeuge. Im Geschäftsfeld Power Engineering betrug der Umsatz 3,8 Mrd. Euro. MAN Diesel & Turbo erhöhte den Umsatz auf 3,3 Mrd. Euro.

2015 erwirtschaftete die MAN-Gruppe unter Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen ein operatives Ergebnis von 92 Mio. Euro. Im Geschäftsfeld Commercial Vehicles sank es auf – 101 Mio. Euro. MAN Truck & Bus erzielte ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 205 Mio. Euro – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Als Sondereinflüsse belastend wirkten Restrukturierungsaufwendungen für ein Zukunftsprogramm in Höhe von 185 Mio. Euro. Damit betrug das operative Ergebnis von MAN Truck & Bus 20 Mio. Euro. MAN Latin America verzeichnete – 120 Mio. Euro auf Grund der gesunkenen Volumina in Brasilien. Im Geschäftsfeld Power Engineering erreichte das operative Ergebnis mit 283 Mio. Euro das Vorjahr. Dabei erzielte MAN Diesel & Turbo 216 Mio. Euro. Die operative Rendite der MAN Gruppe sank – vor dem Hintergrund der Sondereinflüsse aus der Restrukturierung und der rückläufigen Konjunktur in Brasilien – im Jahr 2015 auf 0,7 %. »Um die Profitabilität zu steigern, haben wir in allen Bereichen Maßnahmen eingeleitet beziehungsweise intensiviert. Wir streben an, dass optimierte Produkte und Komponenten sowie die Beschaffung wesentliche Ergebnisse liefern. Zudem werden Investitionen überprüft, Prozessabläufe hinterfragt und verbessert. Wichtigste Maßnahme ist das Zukunftsprogramm zur nachhaltigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bei MAN Truck & Bus. Es umfasst die Neuordnung der Lkw-Produktion und die Verschlankung der Verwaltung. Fast komplett umgesetzt sind mittlerweile die 2014 eingeleiteten Veränderungen im Produktionsnetzwerk Bus«, sagt Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE. Im Mai 2015 hat der Aufsichtsrat der Volkswagen AG die Realisierung einer Nutzfahrzeug-Holding, der Volkswagen Truck & Bus GmbH, genehmigt. Dort arbeiten MAN Truck & Bus, MAN Latin America und Scania im Hinblick auf ein langfristiges Synergiepotenzial – beispiels­weise in den Bereichen Beschaffung und Entwicklung – stärker zusammen.

Für 2016 erwartet der Vorstand der MAN SE im Geschäftsfeld Commercial Vehicles einen Absatz auf Vorjahresniveau, der Umsatz wird den Vorjahreswert nicht ganz erreichen. Für Power Engineering wird ein Auftragseingang leicht über Vorjahr erwartet bei einem Umsatz spürbar unter ­Vorjahresniveau. Für die MAN-Gruppe resultiert hieraus ein Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Operatives ­Ergebnis und operative Rendite werden deutlich über dem Niveau von 2015 erwartet.

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