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Mit Verschleißschutz die Produktivität erhöhen

Das Super V-Zahnsystem von ESCO galt lange als ein Standard im Markt, es wurde jedoch inzwischen von den beiden leistungsstärkeren ESCO-Zahnsystemen SV2 und Ultralok abgelöst. Mit SV2 entwickelte ESCO ein hammerloses Zahnsystem und stellte dieses bereits zur Bauma 2004 vor. Bei einem hammerlosen Zahnsystem sollten, so die Devise von ESCO, die Zähne möglichst schnell, einfach, sicher und ohne Einsatz eines Hammers zu wechseln sein.


Mitbewerber, die ebenso hammerlose Systeme anböten, würden sich jedoch dabei, so berichtet Mike Passen (ESCO-­Verkaufsleiter für Deutschland, Österreich und die Schweiz), hauptsächlich auf die Montage und Demontage der Sicherungen beziehen. In der Praxis zeige sich jedoch auch, dass diese meist drehbaren Sicherungen derart fest sitzen können, »dass man mittels Hammer erst einmal die Sicherungen lockern muss und zudem die Zähne, die durch Sand und feine Gesteinsreste festsitzen, gelöst werden müssen. Solche Systeme als hammerlose Zahnsystem zu bezeichnen ist somit nicht zutreffend und irreführend«, betont ­Passen. Zudem seien für diese Sicherungsvarianten Zahnhalter notwendig, die eine Bohrung für die Sicherung in der Zahnhalternase benötigen. »Diese Bohrung stellt eine Schwachstelle an den Zahnhaltern dar, die durch die hohen Belastungen schnell brechen können«, so Passen weiter.

ESCO Ultralok

Das Ultralok-Zahnsystem wird von ESCO als weltweit erstes zweiteiliges Zahnsystem beschrieben, das über ein im Zahn integriertes, hammerloses Verriegelungssystem verfügt. Es soll den Einsatz erleichtern und die Sicherheit verbessern. Der Zahnwechsel erfolgt per einfachem Werkzeug. Das System verspricht verbessertes Eindringverhalten, größere Stabilisierung, bessere Nachschärfeigenschaften und längere Lebensdauer gegenüber vergleichbaren Systemen. »Die Entscheidung des Kunden für dieses System garantiert hohe Zuverlässigkeit und Produktivität«, ist Passen überzeugt. Typisch für das Ultralok-System ist der leichte Zahnwechsel. Die Verriegelung (Keil) ist fester Bestandteil der Zähne und erleichtert so die Lagerhaltung und den Zahnwechsel. Das hammerlose Sicherungssystem verbessert zudem die Sicherheit beim Zahnwechsel. Als weitere Pluspunkte gelten die geringen Stillstandzeiten (schnelles und einfaches Auswechseln der Zähne am Einsatzort), das verbesserte Eindringverhalten dank des flachen Profils und eine lange Lebensdauer. Das vergrößerte nutzbare Verschleißmaterial erhöht die Einsatzzeit und reduziert die Wartung. Als Zahnformen für Tieflöffel und Radladerschaufeln werden die Varianten »S« (Standardzahn), »C« (Meißelzahn), »H« (schwerer Meißelzahn), »F« (Spatenzahn), »P« (Spitzzahn), »T« (Doppelspitzzahn), »AP« (Abrasion/Penetration) und »A« (Abrasion) empfohlen.

ESCO SV2


Die Bergbauzahnsysteme werden mit den härtesten Bedingungen auf der Welt konfrontiert. Das SV2-System umfasst ein Komplettangebot an Zahnhaltern und Zahnformen für hydraulische Klappschaufeln, Bagger, Radlader und Schlepp­schaufeln im Bergbau. Es verspricht mehr Zähigkeit und Lebensdauer als andere Systeme vergleichbarer Größe. Das neue Design bietet auch bei SV2 mehr brauchbares Verschleißmaterial. Die schlanke Nase erlaubt eine längere Verschleißzeit der Spitze und soll dennoch eine ausgezeichnete Eindringung gewährleisten. Das schlanke Nasendesign soll aber auch für eine verbesserte Eindringung sorgen wie auch glatte Übergänge ermöglichen, um Brüche zu vermeiden. Auch hier wird der Zahnwechsel erleichtert. Die neue hammerlose Sicherung macht eine sichere Montage und Demontage möglich, die ausschließlich von oben erfolgt. Die Sicherung kann nicht durchrutschen und verloren gehen. Die hammerlose Sicherung ist schnell am Einsatzort der Maschine zu wechseln. Als Zahnformen für Tieflöffel, Klapp­schaufeln und Radlader­schaufeln werden empfohlen: »RX« (Allgemeine Zahnform; auch als »RXL«, »RXXL« und »RHXL« mit mehr Verschleißmaterial erhältlich), »VX« (Spitzzahn für maximale Eindringung), »SD« (Deltaform für sehr gute Eindringung und maximale Stärke), »CHD« (Deltaform für ­zusätzliche Stärke und mehr Verschleißmaterial), »AG« (Radladerzahn für sehr abrasive Einsätze) und »ADHL« (Radladerzahn mit Verschleißschuh).

Weitere Systeme


Neben den Zahnsystemen Ultralok, SV2, Super V, Posilok und MaxDRP bietet ESCO weitere Verschleißschutzprodukte an. Dazu gehören Schutzschildsysteme wie Toplok, damit auch die Zwischenräume der Messerlippe und Seitenschneiden geschützt werden, Verschleißplatten wie das Kwik-Lok-System, um großflächige Verschleißzonen zu schützen sowie CWI-Verschleißriegel und Buttons. Bei Invinity setzt ESCO auf einen hochlegierten Chromstahl, der aus komplexen Karbiden und Chrom White Iron mit einer Mindesthärte von 700 BHN besteht. Diese Verschleißteile sind durch ihren Eisenanteil magnetisch und bis zu einer Temperatur von 700°C einsetzbar.

Service Fakten:


Winter-Regeneration


Die ruhigere Jahreszeit bietet sich für eine Regeneration der hochwertigen Systeme an. ESCO setzt auf seine Händler Beckerat ­(Neudietendorf), BIK (Püttlingen), Dressel (Nürnberg), Harms ­(Norderstedt), Höhne (Ahnatal), Müller (Alpen), Paal (Erbach), Ursprung (Miltenberg), Ramb (Staudt), HS Schoch (Coswig/Lauchheim) sowie Meier (CH-Meinisberg) und Wimmer (A-Thalgau).


Thomas Schürger

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