Hochbau (Schalung/Gerüste/Beton) Themen Arbeitssicherheit - Baustelleneinrichtung

Mehr Sicherheit für mehr Gewicht

Wer auf der Baustelle für Arbeiten auf Dächer steigt oder auf Leitern und Gerüsten in die Höhe klettert, ist zum Tragen von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) verpflichtet. Die Ausstattung besteht meist aus einem Auffanggurt, einem Verbindungsmittel, einem Karabinerhaken und aus einem Bandfalldämpfer. In letzterem ist ein längeres Band so verwebt, dass es im Falle eines Absturzes aufreißt und die auftretende Stoßkraft verringert. Eingesetzt zwischen Auffanggurt und Anschlagpunkt, ­bewahrt der Dämpfer die abstürzende Person vor schwereren Verletzungen, weil er die auftretenden Kräfte auf maximal 6 kN reduziert. Bei Auffanggurten ohne Bandfalldämpfer wirken kurzzeitig Stoßkräfte auf die Auffangöse des Auffanggurtes und den Anschlagpunkt, die schon bei einer Fallhöhe von 4 m mehr als 20 kN betragen. Das verursacht massive Körperschäden.

Grenzen sind gegeben

Auch mit Bandfalldämpfer gibt es Grenzen: Herkömmliche Lösungen sind nur dafür ausgelegt, gemäß EN 355 ein maximales Gewicht von 100 kg unter 6 kN abzudämpfen. Werden dagegen 100 kg überschritten, rutscht das Gewicht in den Endanschlag des Dämpfers. Es entsteht ein deutlich erhöhter Fangstoß, der bei einem Auffangweg von 1,75 m über das nach EN 355 zulässige Höchstmaß hinausgeht. »Wenn ein Anwender zu viel wiegt, besteht dadurch also immer ein Risiko«, sagt Oliver Keuper, für Skylotec im Produktmanagement tätig. Dabei muss es nicht einmal das eigene Körpergewicht sein, das das erlaubte Maß überschreitet. Wer zusätzlich zur PSA gegen Absturz einen Schutzhelm, Sicherheitsschuhe und Werkzeuge am Körper trägt, wiegt gleich ein wenig mehr. »Das erscheint zunächst unerheblich, kann aber schlimme Folgen haben«, sagt der Experte.

Wer sich bisher auf der Baustelle bei Arbeiten in der Höhe zuverlässig schützen wollte, hat lieber noch einmal ganz genau nachgerechnet – dies hat Skylotec nun überflüssig gemacht. Mit dem Bandfalldämpfer Skysafe Pro hat der Spezialist für Absturzsicherungen ein dämpfendes Verbindungsmittel entwickelt, das eine große Gewichtsspanne von 50 kg bis 140 kg abdeckt. Zudem realisiert es immer einen maximalen Fangstoß von 6 kN und einen Auffangweg von maximal 1,75 m. Als nach eigenen Angaben einziger Hersteller deckt Skylotec dadurch die komplette EN 355 mit einem erhöhten Prüfgewicht von 140 kg ab.Führt etwa ein unachtsamer Schritt auf dem Baugerüst oder dem Dach zum Absturz, wirkt der Skysafe Pro entgegen. Das Verbindungsmittel arbeitet mit zwei Dämpferbändern, die in acht unterschiedlichen Stufen aufreißen und für einen moderaten Abbau des Fangstoßes sorgen – je nach Gewicht des Anwenders. Während herkömmliche Lösungen für Gewichte bis 100 kg oder nur darüber geeignet sind, ist der Skysafe Pro in einer größeren Bandbreite einsetzbar. »Die Gefahr, womöglich zum für das Gewicht nicht zutreffenden Bandfalldämpfer zu greifen, verringert sich dadurch immens«, sagt Keuper.

Maximales Nutzergewicht bis 140 kg

Obwohl Auffanggurte gemäß EN 361 nur mit einem Prüfgewicht von mindestens 100 kg zertifiziert sind, dürfen sie in Verbindung mit dem Skysafe Pro weiterhin verwendet werden. Ausschlaggebend für die Kraftabsorption ist die Leistung des dämpfenden Elements. Beim Auffanggurt kommt es darauf an, dass die eingeleitete Kraft bei jedem Gewicht des Trägers unter 6 kN reduziert wird. »Genau darauf ist der Skysafe Pro ausgelegt. Am Auffanggurt kommen maximal 6 kN an – egal, ob ein vergleichsweise leichter oder schwerer Nutzer das System trägt«, so Keuper. Deshalb gelte, dass jeder Skylotec-Auffanggurt nach EN 361 in Kombi mit dem Skysafe Pro ein maximales Nutzergewicht bis 140 kg erfüllt.

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