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MAN sieht positive Entwicklung des europäischen Nutzfahrzeugmarkts

Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN sieht eine spürbare Erholung des europäischen Nutzfahrzeugmarkts. MAN Truck & Bus nahm in den ersten drei Quartalen Aufträge im Wert von 7,4 Mrd. Euro in die Bücher (+  9 % gegen­über dem Vorjahr). »Nach der Kaufzurückhaltung im vergangenen Jahr als Folge der Euro-6-Einführung hat sich die Nachfrage in Europa deutlich erholt«,

sagt Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE.


Der Auftragseingang von MAN Latin America hingegen halbierte sich in den ersten neun Monaten aufgrund des erheblich verschlechterten Marktumfelds in Brasilien auf 0,9 Mrd. Euro. Auf das Nutzfahrzeuggeschäft entfielen damit Aufträge in Höhe von 8,1 Mrd. Euro (- 3 % zum Vorjahr).

Im Geschäftsfeld Power Engineering verzeichnete MAN einen Auftragseingang von 2,5 Mrd. Euro, rund 8 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Bestellungen bei MAN Diesel & Turbo gingen um 11 % auf 2,2 Mrd. Euro zurück. Bei Renk stieg der Auftragseingang in den ersten neun Monaten von 321 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 374 Mio. Euro. Insgesamt erreichte der Auftragseingang der MAN-Gruppe in den ersten drei Quartalen 10,6 Mrd. Euro und lag damit um 5 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Umsatzentwicklung


Der Umsatz der MAN-Gruppe erreichte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres rund 10 Mrd. Euro (Vorjahr: 10,2 Mrd. Euro). Das Geschäfts­feld Commercial Vehicles verzeichnete einen Umsatz von 7,2 Mrd. Euro. Auf MAN Truck & Bus entfielen 6,5 Mrd. Euro, der Umsatz lag damit 9 % höher als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz von MAN Latin America ging analog zum Auftragseingang von 1,7 Mrd. Euro in den ersten drei Quartalen des Vorjahres auf 0,9 Mrd. Euro in den ersten neun Monaten 2015 zurück. Im Geschäftsfeld Power Engineering legte der Umsatz im Berichtszeitraum auf 2,8 Mrd. Euro zu. Bei MAN Diesel & Turbo lag er in den ersten neun Monaten bei 2,4 Mrd. Euro und damit um 5 % höher, Renk erreichte mit 352 Mio. Euro einen Umsatz auf Vorjahresniveau.

Operatives Ergebnis


MAN Truck & Bus hat ein »Zukunftsprogramm« gestartet, um seine Wett­bewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die Aufwendungen dafür sind im operativen Ergebnis sichtbar. In den ersten neun Monaten verzeichnete MAN Truck & Bus vor Restrukturierungsaufwendungen ein deutlich verbessertes operatives Ergebnis. Dieses betrug 152 Mio. Euro (+ 73 %). Unter Berücksichtigung der Restrukturierungsaufwendungen betrug das Ergebnis - 18 Mio. Euro. MAN Latin America erwirtschaftete im Berichtszeitraum trotz Marktführerschaft ein negatives operatives Ergebnis von - 45 Mio. Euro, nach 76 Mio. Euro in den Monaten Januar bis September 2014. Als Grund für den Rückgang gilt vor allem der im Vergleich zum Vorjahr halbierte Umsatz. Für das Geschäftsfeld Commercial Vehicles ergibt sich damit nach Restrukturierungsaufwendungen ein operatives Ergebnis von - 62 Mio. Euro. Im Geschäftsfeld Power Engineering erhöhte sich das operative Ergebnis hingegen von 197 Mio. Euro auf 227 Mio. Euro. MAN Diesel & Turbo erzielte ein operatives Ergebnis von 175 Mio. Euro, nach 147 Mio. Euro im Vorjahr. Dieser Anstieg ergab sich aus dem Geschäftsbereich Engines & Marine Systems. Renk erreichte ein operatives Ergebnis von 53 Mio. Euro. Insgesamt erwirtschaftete die MAN-Gruppe in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015 ein operatives Ergebnis von 101 Mio. Euro.

Ausblick


Für das laufende Geschäftsjahr erwartet MAN einen Umsatz leicht unter Vorjahr. Das operative Ergebnis wird vor allem durch Restrukturierungs­aufwendungen und das verschlechterte Marktumfeld in Brasilien belastet. Die operative Rendite wird sich gegenüber dem Vorjahr mehr als halbieren.

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