Luftschutzbunker in der Innenstadt zerlegt

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Zwei gravierende Dinge kamen zusammen, die Laarakkers vor eine große Herausforderung stellte: Die Betondecke war mit bis zu 2 m Dicke zu stark, um diese mit einer Betonzange zu zerkleinern. Zudem grenzte der Bunker direkt an ein Wohngebäude an. Die Bedingungen waren klar vom Auftraggeber vorgegeben, es durften keinerlei Erschütterungen entstehen. Der Abbruch mit dem Meißel wurde wegen Erschütterungen untersagt. Eine Sprengung war aufgrund der örtlichen Gegebenheiten unmöglich.


Nach einigen Gesprächen mit Bau-Haag begannen die Laarakkers-Mitarbeiter mit zehn Versuchsbohrungen Ø 40 m/m. Die Bohrungen wurden dann, in Abständen von 0,3 m bis 0,5 m und Bohrtiefen von ca. 1,8 m bis 1,9 m gebohrt. Einen Tag nach dem Verfüllen der Versuchsbohrungen konnten aufgrund des gerissenen Betons dann die Lochabstände für den Abbruch der Bunkerdecke mit Betonamit festgelegt werden. Die Bohrungen wurden wie bei den meisten Abbrucharbeiten mit Betonamit am Tag gebohrt und vor Feierabend mit Betonamit verfüllt. Während die Spezialisten von Laarakkers in den Feierabend gingen, arbeitete das Betonamit über Nacht und zeigte morgens das gewünschte Ergebnis. Mit Geräten konnten dann die gebrochenen Teile der Betondecke gelöst und im Anschluss neue Bohrungen für den nächsten Abbruchabschnitt erstellt werden. Dieser Vorgang wurde so lange wiederholt, bis die Betondecke zerstört war. Im Anschluss war es möglich, mittels Betonzange und ohne Erschütterung die bei weitem nicht so starken Bunkerwände abzubrechen.


Lediglich vier Wochen nach der ersten Kontaktaufnahme mit Bau-Haag wurde von Laarakkers schon die letzte Tonne der insgesamt abgesprochenen 3 t Betonamit bestellt.

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