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Liebherr wieder auf Rekordkurs und Weltpremiere für XPower-Großradlader

Dass Liebherr in diesem Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach »einen sehr erfreulichen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresumsatz von 8,823 Mrd. Euro erwirtschaften wird«, wie Stefan Heissler als Vorstandsmitglied der Liebherr International AG in Bulle (Schweiz) erklärte, ist auf ein Plus in allen Sparten der Firmengruppe zurückzuführen. So steigerte man den Umsatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 2 % auf 4,4 Mrd. Euro. Damit ist Liebherr wieder auf Wachstumskurs, nachdem man in den beiden zurückliegenden Jahren jeweils einen leichten Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte.

Laut Heissler wird sich im Baumaschinenbereich vor allem die Sparte Turmdrehkrane mit einer hohen Dynamik entwickeln, wie der Zuwachs von 19 % im ersten Halbjahr zeige. Zulegen würden auch die Sparten Erdbewegung und Fahrzeugkrane, während sich die Betontechnik voraussichtlich in der Umsatzgrößenordnung des Vorjahres bewege. Lediglich in der Sparte Mining werde der Umsatz wohl erneut sinken. So habe man in den ersten sechs Monaten eine Minus von 14 % hinnehmen müssen, sagte Heissler, denn: »Die Krise in der weltweiten Gewinnungsindustrie ist immer noch nicht ganz vorüber.«

Leistungsverzweigter Antriebsstrang

In dieser sollen künftig auch die neuen Großradlader der Maschinengeneration XPower zum Einsatz kommen, die im Liebherr-Werk im österreichischen Bischofshofen produziert und im Rahmen der Liebherr-Informationsfahrt erstmals öffentlich präsentiert wurden. »XPower ist mehr als eine neue Maschine«, betonte Gschwend. »XPower ist ein ganzheitliches, innovatives Maschinenkonzept für die Radlader L 550 bis L 586, also für die gesamte Palette der großen Liebherr-Radlader mit Standard-Schaufelgrößen von 3,2 m3 bis 6 m3.«

Herzstück des neuen Konzepts ist der leistungsverzweigte, Stufe IV/Tier 4 final konforme XPower-Antriebsstrang mit SCR-Technologie, der durch Leistungsstärke und Treibstoffeffizienz überzeuge, so Gschwend. »Unser ­innovatives Antriebskonzept kombiniert den hydrostatischen mit dem mechanischen Antrieb.Der hydrostatische Antrieb ist die effizienteste Antriebsart bei der Materialaufnahme und beim Transport auf kurzen Strecken. Der mechanische Antrieb ist am sparsamsten und kraftvollsten bei langen Distanzen und Bergfahrten.«

Da Liebherr den leistungsverzweigten Fahrantrieb serienmäßig verbaut, konnten alle weiteren Komponenten der XPower-Radlader auf das neue Antriebskonzept ideal abgestimmt werden. Eine Schlüsselrolle spielt hier die Liebherr-Power-­Efficiency. Die wichtigsten Komponenten – wie Dieselmotor, leistungsverzweigtes Getriebe und Arbeitshydraulik – werden von dem intelligenten System proaktiv und in Echtzeit aufeinander abgestimmt. »Das erzeugt bei der XPower-Generation den hohen Wirkungsgrad und die heraus­ragenden Treibstoffeinsparungen«, so Gschwend weiter. »Unsere Vergleichstests haben ergeben, dass XPower-Radlader im Vergleich zu herkömmlich angetriebenen Radladern um bis zu 30 % weniger Treibstoff benötigen.«

Einführung zur Bauma

Die Europa-Einführung der XPower-Radlader ist laut Gschwend zur Bauma geplant. Insgesamt wird Liebherr sechs Modelle anbieten, vom L 550 (17 700 kg Einsatzgewicht/140 kW) bis zum L 586 (32 600 kg/260 kW). Dabei kann man bei den Modellen L 550, L 556, L 566 und L 580 ohne Aufpreis zwischen Z-Kinematik und Industriekinematik wählen. Außerdem sei bei allen sechs neuen XPower-Radladern, so Gschwend weiter, »die Preisstabilität im Vergleich zu der Vorgänger-Generation gewährleistet«.

Der ausführliche Bericht über die Liebherr-­Informationsfahrt und die Premiere den neuen Radlader erscheint in der kommenden bau­MAGAZIN-Ausgabe.


Michael Wulf

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