Straßenbau / Tiefbau

Konzept für die Bodenaufwertung

Straßenbegleitgrün muss mit permanenter Bodenverdichtungs-Tendenz – während des Baus gewollt maschinell und im Betrieb durch Verkehrsvibration – und einer nicht unerheblichen Streusalzbelastung zurecht kommen. Gleichzeitig ist der Eintrag von Nährstoffen stark reduziert. Die Wiederherstellung arten­gerechter Bodenbedingungen durch symbiotische Mykorrhiza-Pilze und dem gezielten, reduzierten Einsatz von Langzeitdünger gilt als neuer Weg, wieder für gesundes Wachstum und pflegeextensive Unterhaltskosten zu sorgen. Die sogenannten Terra-Fit-Partner richten dabei ihr Augenmerk auf den Wurzelraum: Hier werden Bodenproben genommen, die zusammen mit visueller Gesundheitsbegutachtung und Standortanalyse zu einer Anwendungsempfehlung führen. Die Kommune bzw. der betreffende Baumeigner bekommt dabei aufgeschlüsselt, welche Faktoren einwirken und welche Maßnahmen helfen können. Gegen Streusalzbelastung kann, so informiert Terra Fit, beispielsweise natürliche Huminsäure helfen, die den Kationenaustausch im Boden verbessert und Schadstoffe bindet. Gegen Verdichtung hilft kurzfristig eine Lockerung durch Weitung der Kapillare, die mit Beimischung von porösem Stützgranulat erfolgen sollte, sodass der weiterhin einwirkende Verkehr und das Einschwemmen von Feinstoffen möglichst lang kompensiert werden kann. Um sommerliche Wässerungsfahrten zu reduzieren, sind neben porigen Mineralien auch wasserspeichernde Stoffe nötig, die in feuchten Perioden unterhalb des Wurzelhorizonts überschüssiges Wasser auffangen und bei Trockenheit den Wurzeln zur Verfügung stellen. Den kleinsten Mengenanteil unterzumischender Stoffe bilden, so Terra Fit, Mykorrhiza-Sporen, die an die Feinwurzeln andocken und im Austausch gegen photosystetische Assimilate der Pflanze Nährsalze und Wasser bieten. Das soll weitgehend künstliche Dünger ersetzen.Geo-Injektoren


Für die Einbringung der Hilfsstoffe setzen Terra-Fit-Partner druckluftbetriebene Geo-Injektoren von Vogt (ebenfalls aus Pfaffendorf) ein. Dabei wird ein Injektionsspieß in den Boden eingeführt und in den notwendigen Tiefen eine Untermischung im Vorlockerungs- und Einblasverfahren veranlasst. Steuerbar ist neben dem Tiefenschema, das beispielsweise einen tiefgreifenden Baum versorgt, die flach wurzelnde Grasnarbe hingegen auslassen kann, steuerbar ist aber auch die Ausbringrichtung. Gerade im Anschlussbereich an Straße oder Pflaster muss der Bereich der Bodenaufwertung vom Bereich des Straßenunterbaus getrennt werden, will man Hebungsschäden durch Wurzelwachstum vermeiden.


Optimierte Neuanpflanzung


Auch eine optimierte Neuanpflanzung steht im Blickfeld der »Wurzelraum-Fetischisten«. Gezieltes Untermischen mangelnder Nährstoffe und ein wenig Feuchteregulierung sollen selbst bei reduzierter Jugendpflege zur Anwachsgarantie führen. Ausfälle bei Neuanpflanzungen sind nicht selten und stellen für ausführende Unternehmen ein Kostenrisiko dar. Bereits geringe Mengen bodenaufwertender Stoffe, deren Materialkosten weit unter dem der Pflanze liegen, sollen diese Gefahr auf ein Minimum reduzieren helfen.


Das Unternehmen


Terra-Fit-Partner sind Gärtner, GaLaBau-Firmen und Arboristen, die durch ein mehr­stufiges Ausbildungsprogramm ihr Know-how in Bodenkunde und Mangel­beseitigung, aber auch in der technischen Anwendung, erweitert haben. Bei konkreten Anfragen erfolgt eine Bodenanalyse mit Bestimmung der Mykorrhiza-Population und der bio­logischen Aktivität einschließlich Dosierempfehlungen – in der Aquisephase auch mit umfangreicher Maßnahmenbeschreibung für die Kommune, mit Foto und Standort­beschreibung sowie Maßnahmenvorschlag.

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