Dazu gehören regelmäßige Ölanalysen ebenso wie die kontinuierliche Überwachung wichtiger Zustandsparameter. Gemeinsam mit dem Labor OELCHECK können Ölproben analysiert und Veränderungen im Zustand des Schmierstoffs frühzeitig erkannt werden. Der integrierte KLEENOIL-Sensor ermöglicht darüber hinaus eine kontinuierliche Überwachung in kurzen Intervallen.
Damit entsteht eine Datengrundlage, auf deren Basis entschieden werden kann, ob ein Ölwechsel tatsächlich erforderlich ist oder ob das vorhandene Öl weiter eingesetzt werden kann.
Das kann insbesondere bei Maschinen mit hohen Betriebsstunden interessant sein. Denn jeder vermiedene Ölwechsel reduziert nicht nur den Verbrauch von Frischöl und die anfallende Menge an Altöl. Auch Arbeitszeit, Stillstandszeiten und logistische Aufwendungen für Wartung und Entsorgung können reduziert werden.
Verschmutzung als wesentlicher Faktor
Neben der Alterung des Öls ist die Verschmutzung ein entscheidender Faktor für die Betriebssicherheit hydraulischer Systeme. Moderne Hydrauliken arbeiten mit teilweise sehr geringen Toleranzen. Feine Partikel und Wasser können deshalb die Funktion empfindlicher Komponenten beeinträchtigen und Verschleißprozesse beschleunigen. Hier setzt die KLEENOIL Microfiltration an.
Die eingesetzten Feinstfiltersysteme sind darauf ausgelegt, Verunreinigungen und – abhängig von System und Anwendung – Wasser aus dem Öl zu entfernen. Ziel ist es, die Sauberkeit des Fluids dauerhaft zu verbessern und damit die Belastung des hydraulischen Systems zu reduzieren.
Die Ölpflege erfolgt dabei nicht erst als Reaktion auf eine Störung, sondern als vorbeugende Maßnahme.
KLEENOIL gibt bei systemgerechter Anwendung seiner Microfiltration in Verbindung mit geeigneten Langzeitschmierstoffen als Zielgrößen unter anderem eine Reduzierung hydraulischer, verschmutzungsbedingter Systemstörungen und des entsprechenden Verschleißes um mindestens 50 % sowie eine Reduzierung vorzeitiger Totalausfälle um mindestens 70 % an. Die tatsächlichen Ergebnisse hängen dabei von der jeweiligen Maschine, deren Einsatzbedingungen, dem Ausgangszustand des Systems und der korrekten Anwendung ab.
Für Betreiber ist dieser Ansatz vor allem deshalb relevant, weil ungeplante Stillstände bei Baumaschinen schnell zu einem erheblichen Kostenfaktor werden können. Neben Reparaturkosten entstehen Kosten durch Personal, Terminverzögerungen und gegebenenfalls den Einsatz von Ersatzmaschinen.
Biologisch schnell abbaubare Hydrauliköle für sensible Einsatzbereiche
Parallel zur technischen Entwicklung der Hydraulik steigen die Anforderungen an den Umweltschutz. Insbesondere bei Arbeiten in der Nähe von Gewässern, in der Forstwirtschaft oder auf ökologisch sensiblen Flächen spielt die Auswahl des Hydrauliköls eine wichtige Rolle.
Biologisch schnell abbaubare HEES-Hydrauliköle bieten hier eine Möglichkeit, technische Anforderungen mit einem erhöhten Umweltanspruch zu verbinden.
Mit KLEENOIL ECO HLP und ECO HLP EL stehen dafür zwei moderne HEES-Hydrauliköle zur Verfügung. Beide Produkte sind auf anspruchsvolle hydraulische Anwendungen ausgelegt und verbinden biologische Abbaubarkeit mit technischen Eigenschaften, die für den Einsatz in modernen Hydrauliksystemen relevant sind.
Dazu zählen unter anderem eine hohe thermisch-oxidative Stabilität, ein gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten sowie eine gute Dichtungsverträglichkeit.
Für ECO HLP EL kommen zusätzliche Umweltanforderungen hinzu. Das Produkt erfüllt das European Ecolabel (EEL) sowie den Swedish Standard SS 15 54 34. Darüber hinaus liegen für die Produkte entsprechende Herstellerfreigaben beziehungsweise Freigaben und Empfehlungen für anspruchsvolle hydraulische Anwendungen vor, unter anderem von Bosch Rexroth, Parker und Linde.
Damit adressiert KLEENOIL einen Markt, in dem Umweltverträglichkeit zunehmend mit technischen Anforderungen und Wirtschaftlichkeit zusammengedacht werden muss.
Vom Schmierstoff zum Gesamtsystem
Der entscheidende Unterschied des KLEENOIL-Ansatzes liegt jedoch nicht allein im eingesetzten Öl.
Erst das Zusammenspiel aus Schmierstoff, Filtration, Analyse und Überwachung ermöglicht ein ganzheitliches Fluidmanagement. KLEENOIL bezeichnet dieses Konzept als „Ölsystem 4.0“.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich die Qualität des Fluids möglichst lange erhalten lässt und welche Informationen benötigt werden, um Wartungsmaßnahmen gezielt einzuleiten.
Ein hochwertiger Langzeitschmierstoff kann dabei die Grundlage bilden. Die Microfiltration hält das Fluid sauber und unterstützt die Ölpflege. Ölanalysen liefern Informationen über den tatsächlichen Zustand des Schmierstoffs. Die kontinuierliche Sensorüberwachung ergänzt diese Daten um laufende Zustandsinformationen.
So entsteht ein Kreislauf aus Schmieren, Filtern, Überwachen und Analysieren.
Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zusammenführen
Für Bauunternehmen gewinnt diese Betrachtung insbesondere vor dem Hintergrund steigender Gesamtbetriebskosten an Bedeutung. Eine Maschine, die länger verfügbar bleibt, weniger ungeplante Wartungen benötigt und deren Betriebsstoffe länger genutzt werden können, bietet unmittelbar wirtschaftliche Vorteile.
Gleichzeitig können längere Ölstandzeiten dazu beitragen, den Verbrauch von Frischschmierstoffen und die Entstehung von Altöl zu reduzieren. In Verbindung mit biologisch schnell abbaubaren Hydraulikölen lässt sich damit auch die Umweltbilanz der Maschine beeinflussen.
Nachhaltigkeit wird dadurch nicht als isolierte Produktanforderung betrachtet, sondern als Teil einer wirtschaftlich ausgerichteten Instandhaltungsstrategie.
Gerade für Bauunternehmen kann das interessant sein: Denn die wirtschaftlichste Lösung ist nicht zwangsläufig der billigste Liter Öl, sondern die Betrachtung der gesamten Kosten über die Lebensdauer einer Maschine.
Die Maschine als Gesamtsystem betrachten
Mit zunehmender Leistungsfähigkeit moderner Baumaschinen wird auch das Zusammenspiel ihrer einzelnen Systeme wichtiger. Hydraulik, Schmierstoff, Filtertechnik und Wartungsstrategie lassen sich nicht mehr vollständig isoliert betrachten.
Das Fluidmanagement wird damit zu einem Bestandteil des technischen Maschinenmanagements.
KLEENOIL setzt mit seinem „Ölsystem 4.0“ auf genau diese ganzheitliche Betrachtung. Ziel ist es, Verschleiß und verschmutzungsbedingte Störungen zu reduzieren, Ölwechsel möglichst bedarfsgerecht durchzuführen und die Verfügbarkeit der Maschine zu erhöhen.
Der Ansatz lässt sich dabei auf unterschiedliche Anwendungen übertragen. Neben Hydraulikölen bietet KLEENOIL Systemlösungen unter anderem für Getriebeöle, H1-Schmierstoffe, UTTO-Öle, Turbinenöle und Transformatorenöle.
Die zentrale Idee bleibt dabei immer gleich: Nicht warten, bis ein Problem entsteht, sondern den Zustand des Fluids kontinuierlich beobachten und durch geeignete Maßnahmen möglichst lange auf einem technisch geeigneten Niveau halten.
Für die Baubranche könnte genau darin ein zunehmend wichtiger Baustein liegen, um Maschinen wirtschaftlicher, zuverlässiger und zugleich ressourcenschonender zu betreiben.