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»Jetzt können wir uns weiter entwickeln und expandieren«

Die gut 250 geladenen Gäste zeigten sich ziemlich beeindruckt, als Firmengründer und Geschäftsführer Heiko Zemmler die Firmengeschichte der Zemmler Siebanlagen GmbH Revue passieren ließ und noch einmal die Gründe für die Verlagerung der Produktion vom Firmensitz in Großräschen, wo Verwaltung und Vertrieb weiterhin ihren Sitz haben, ins gut 25 km entfernte Massen-Niederlausitz erläuterte. So seien die Produktionsbedingungen schlicht und einfach nicht mehr ausreichend gewesen, um die in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Nachfrage erfüllen zu können. Deshalb habe man gerne die Möglichkeit genutzt, den rund 34 000 m2 großen Standort mit vier Hallen (Produktionsfläche knapp 10 000 m2) in Massen-Niederlausitz zu übernehmen.

Rund 20 Prozent Plus pro Jahr

»Jetzt können wir uns richtig weiter entwickeln und expandieren«, sagte Heiko Zemmler, der in einer angemieteten Garage begonnen hat. Seit der Gründung als »One-Man-Show« vor 15 Jahren hat das Unternehmen eine rasante Entwicklung genommen und beschäftig heute 50 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Zemmler Siebanlagen GmbH einen Umsatz von rund 5 Mio. Euro, für dieses Jahr sind 6 Mio. Euro das Ziel. »Wir verzeichnen bei Produktion und Umsatz zuletzt ein kontinuierliches Wachstum von etwa 20 % pro Jahr«, so Heiko Zemmler im Gespräch mit dem bauMAGAZIN.Das Maschinen-Portfolio umfasst derzeit sechs Maschinentypen im Bereich von 1,8 t bis 25 t. Zu den Alleinstellungsmerkmalen der mobilen oder auch stationären Doppeltrommel-Siebanlagen gehört laut Heiko Zemmler, dass unterschiedlichste Materialien in einem Arbeitsgang in drei Fraktionen (fein, mittel, grob) ausgesiebt werden können. Dank der massiven Doppeltrommel und Innen- und Außensieben mit Maschenweiten von 2 mm bis 80 mm erspare man sich den Einsatz einer zusätzlichen Maschine, was in Summe Zeit und Kosten reduziere. »Besonders stolz sind wir darauf, dass wir von der Konstruktion bis zur Endmontage unsere Siebanlagen komplett in Eigenregie entwickeln und produzieren. Unsere Siebanlagen sind eben ein echtes Produkt Made in Germany.«

Den Anlagenbau intensivieren

Neben dem Geschäft mit den mobilen Anlagen will Heiko Zemmler künftig auch verstärkt stationäre Einheiten konstruieren und produzieren. »Durch diesen Umzug sind wir jetzt in der Lage, auch im Anlagenbau zu expandieren und komplette Projekte zu realisieren«, sagte der 45-jährige Firmenchef. »Wir verfügen jetzt nicht nur über die dafür nötigen Hallenkapazitäten, sondern haben auch Krananlagen, die bis zu 50 t heben können. Dadurch können wir Anlagen individuell nach Kundenwunsch bauen.«Aufgrund der unterschiedlichen Maschinengrößen erreicht die Zemmler Siebanlagen GmbH eine breite Zielgruppe. Die MS 1600, die kleinste Siebanlage, ist speziell für den Garten- und Landschaftsbau, Kleinbetriebe sowie Kommunen konstruiert. Die Multi Screen MS 1600 überzeugt durch ihr geringes Gewicht von maximal 3,5 t und kann von einem für das Gewicht zugelassenem Pkw direkt zur Baustelle gefahren werden. Die große Schwester MS 3200 weist eine doppelt so lange Trommel auf und ist für die Kleinanwender mit größerer Leistungsanforderung von 60 m3/h konzipiert.

Die MS 4200, MS 5200 und MS 6700 gelten mit einer Siebleistung von 120 m3/h bis 180 m3/h

als »Alleskönner«. In allen Anwendungsbereichen, wie beispielsweise Bauschutt, Holzhackschnitzel, Recyclingmaterialien oder EBS, wird das Material in drei Fraktionen abgesiebt. Die Zemmler-Kunden kommen dabei vornehmlich aus den Bereichen GaLaBau, Tiefbau, Recycler und Wiederverwerter, Bagger und Straßenbau, Forst oder Kommunen.

70 bis 80 Maschinen geplant

Nachdem zuletzt vor allem die Neu- und Weiterentwicklung von eher kleiner dimensionierten Doppeltrommel-Siebanlagen für den GaLaBau im Vordergrund stand, wird man sich jetzt wieder verstärkt den größeren Maschinen widmen. »Wir intensivieren jetzt die Entwicklung mobiler Siebanlagen im Bereich von 14 t bis 18 t«, so Heiko Zemmler, der auch in der Zukunft ein großes Potenzial für seine Maschinen und sich gut positioniert sieht im Wettbewerb. »Wir werden mittlerweile sehr wohl wahrgenommen von den Großen«, sagt er, und das zeige ihm: »Wir sind in der Branche ganz gut angekommen.«

Während im vergangenen Geschäftsjahr 60 Maschinen gebaut wurden, sollen es dieses Jahr 70 bis 80 Maschinen sein, so Heiko Zemmler, der angesichts der aktuellen Zahlen sehr optimistisch ist für das Geschäftsjahr 2017. »Bereits Mitte März haben wir rund 50 % des Auftragsvolumens des vergangenen Jahres erreicht«, so Heiko Zemmler, dessen Maschinen nicht nur in Europa in Betrieb sind, sondern mittlerweile auch in Übersee. So wurden Doppeltrommel-Siebanlagen von Zemmler schon nach Südkorea, nach Chile und auf die Trauminsel Mauritius ausgeliefert.

iwu

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