Bau- und Nutzfahrzeuge

Individualität und Vielfalt

Die auflaufgebremsten Mini-Tieflader bis 3,5 t Gesamtgewicht von Blomenröhr wurden speziell für den Transport von Maschinen entwickelt und sollen sich durch die stabile Konstruktion und wichtige Detaillösungen von gebräuchlichen Pkw-Anhängern deutlich absetzen. Die engen Querverstrebungen des Rahmens werden handverschweißt, die Seitenbordwände sind einzeln angebracht und werden durch Profilrohr verstärkt. Ein seitlicher Rammschutz kann als Aufstiegshilfe dienen, die Rückleuchten und die Rampenverriegelung sind durch Stahlrahmen geschützt und die Rampen aus Profilrohr sind mit Lochblech belegt. Die angeschweißten Kotflügel aus Blech sind begehbar. Der Boden des Minitiefladers wird mit imprägnierten Fichtenbohlen mit Nut und Feder belegt. Die Minitieflader sind feuerverzinkt.Auch für den Durchfahr-Tieflader mit einer Innenbreite von 2 m wird das Chassis in Einzelfertigung hergestellt. Der Rahmen wird aus Profilrohr mit engen Quertraversabständen gebaut, die Seitenwände aus Blech angeschweißt, und der Boden aus getränkten Fichtenbohlen mit Nut und Feder eingesetzt. Im Vergleich zur Wannenfertigung führe diese Fertigungsweise bei hoher Punktlast, wie Blomenröhr unterstreicht, nicht zum Verzug des Chassis und könnte bei Bedarf ausgebessert werden. Der Überfahr-Tieflader wird über die Räder gebaut und hat eine Innenbreite von ca. 2,45 m. Wie bei allen Tiefladern ist die Fahrzeuglänge frei wählbar.Membranzylinder so hoch wie möglich angebracht


Die hintere Abschrägung des Fahrzeugs ermöglicht eine optimale Be- und Entladung der Maschinen. Es werden Bordwände verwendet, die mit einem Laser verschweißt wurden und somit komplett dicht sind. Die Scharniere aus geschmiedetem Stahl garantieren eine lange Einsatzmöglichkeit. Verzurrmöglichkeiten sind im Abstand von 1,25 m im Seitenprofil eingearbeitet. Die maximale Bodenfreiheit wird erreicht, indem die kritischen Bauteile wie beispielsweise Membranzylinder so hoch wie möglich angebracht werden. Einem harten Baustelleneinsatz im Gelände steht nichts im Wege. Die Dreiseiten-Kipper gelten als zuverlässig, robust in der Bauart und wartungsarm in der Technik. Die Quer- und Längsprofile der Kippbrücke sind eng angeordnet. Eigenschaften, die besonders für den Transport von Maschinen mit hoher Punktlast wichtig sind. Aus dem leistungsstarken Tandem-Kipper wird im Handumdrehen ein befahrbarer Maschinentransporter mit beachtlich niedriger Ladehöhe. Die Alu-Verladeschienen mit 8 t Traglast pro Paar sind unter der Ladefläche eingeschoben und gegen Diebstahl zu sichern. Die Lagerung auf Rollen vereinfacht die Handhabung bei dem Herausziehen.


Die Kipper sind mit einem schweren Kippzylinder mit automatischen Hubbegrenzer ausgestattet. Bei dem Zweiseiten-Kipper sind wie bei dem Tieflader am Heck ­robuste Rampen angebracht, die bei dem Kippvorgang stehen bleiben. Im Vergleich zum Dreiseiten-Kipper bietet diese Variante den Vorteil, dass die Länge der Ladefläche bis 6,5 m betragen kann und die Laderampen mit Ein-Mann-Bedienung einfach abgeklappt werden.


Das Angebot von Minisatteln und die Umrüstung der Zugfahrzeuge als Sattelzug rundet das Produktionsprogramm ab. So erreicht ein Zugfahrzeug mit 6,5 t ein Gesamtzuggewicht von 11,9 t und kann unterhalb der Mautgrenze auf der Autobahn gefahren werden.Produkt-Fakten


Mehr Sicherheit beim Maschinentransport

Der westfälische Fahrzeugbauer Blomenröhr rüstet seine Tandem-Tieflader ab 10,5 t Gesamtgewicht jetzt mit dem Bremssystem EBS und der Parkbremse TEM mit Safe Parking aus. So sichert TEM mit Safe Parking (Trailer Emergency Module) von Haldex den abge­stellten Anhänger automatisch. Beim Abkuppeln des Tiefladers springt der Knopf des TEM-Doppellöseventils heraus und betätigt die Feststellbremse. Im Vergleich zur mechanischen Feststellbremse verspricht dieses System einige Vorteile.

Neben der höheren Sicherheit beim An- und Abkuppeln wird dank TEM die Parkbremse immer vollständig gelöst. Überhitzungen der Bremse durch nicht komplett gelöste mechanische Feststellbremsen sind, so unterstreicht Blomenröhr, nicht mehr möglich. Auch ein Wegrollen des Anhängers durch Druckluftverlust nach längerer Standzeit kann nicht mehr stattfinden. Das elektronische Bremssystem (EBS) hat sich in den schweren Fahrzeugklassen bereits bewährt; im EBS sind das Antiblockiersystem (ABS), das Fahrstabilitätsprogramm Stability und die automatische lastabhängige Bremskraftregelung (ALB) integriert. Im Vergleich zur herkömmlichen Druckluftbremse mit ABS bietet das EBS einen kürzeren Bremsweg und eine höhere Fahrstabilität in Kurven und bei Notbremsungen. Durch die genauere Bremskraftregelung sollen die Bremsbeläge optimal verschleißen, für Anwender verspricht das geringere laufende Kosten für den Anhänger.


Das Unternehmen


Der Fahrzeugbauer Blomenröhr bietet eine hohe Variantenvielfalt an Tandem-Tiefladern und Kippern für den Trans­port von Maschinen und Schüttgut bis 18 t Gesamtgewicht. Gefertigt werden die Fahrzeuge auf Kundenwunsch in den Werken Geseke (Westfalen) und Egeln (Sachen-Anhalt). Die Fahrzeuge spie­geln die Erfahrungen von 50 Jahren Fahrzeugbau für den Maschinentrans­port wider. Verkauft werden die auf Kundenwunsch gefertigten Fahrzeuge innerhalb Europas u. a. über Handelspartner in Norwegen, Schweden, Belgien, Schweiz und Niederlande. Zudem werden auch an Kunden außerhalb Europas Anhänger geliefert.

Nach oben
facebook Instagram youtube twitter rss