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Hydraulikleitungen schneller und sicherer montieren

Wie mit der auf der Bauma vorgestellten Weltneuheit EO-3, einem neuartigen, schnell montierbaren Verschraubungssystem, dessen innovative Form und Technik die Leitungsmontage auf ein hohes Niveau an Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit heben.


»Damit setzen wir ein Highlight im Bereich der Innovationen«, sagte Anton Moerkerken, Prokurist und Vertriebsleiter bei der deutschen Parker Hannifin GmbH in Kaarst bei Düsseldorf, im Gespräch mit dem bauMAGAZIN.


Als Systemanbieter haben wir ein unheimliches Spektrum an Standardeinheiten in unserem Portfolio«, sagte Anton Moerkerken, der zusammen mit den Sales Managern Joachim Risse und Udo Steinbrecher-Tendick betonte, dass Parker Hannifin seinen »Systemgedanken neu positioniert« habe – sowohl bei den Produkten als auch beim Service. »Wir machen noch einmal einen Schritt näher hin zum Kunden«, erläuterte Risse. »Schließlich können wir mit unseren Produkten mehr bieten in einer Anwendung.«

Neue Gewindetechnologie


Denn weil Parker Hannifin diese Produkte selbst entwickle und produziere, »können wir auch problemlos Sonderlösungen kreieren, also die Standardprodukte anwendungsspezifisch konfigurieren«. Als System­anbieter könne man Kunden zudem Entwicklungsarbeit abnehmen und so Innovationen vorantreiben. »Damit können wir beim Kunden auch Entwicklungszeiten verkürzen.« Das gelte auch für den Fall, wenn dieser beispielsweise in den Emerging Markets eine Produktion aufbauen wolle. »Als global aufgestelltes Unternehmen können wir solch ein Vorhaben mit unserem Know-how natürlich mit begleiten«, so Moerkerken.


Dabei stehe immer im Vordergrund, Systemlösungen zu entwickeln, die individuell und marktgerecht sind. Wie auch das neue EO-3-Verschraubungssystem, das eine einfachere, schnellere und sicherere Montage ermöglicht. Denn die korrekte Montage ist bei Verschraubungen das A und O, verursachen Leckagen doch unangenehme Konsequenzen: kostenintensive Stillstandszeiten, Reklamationen, Nacharbeit, Umweltschäden oder sogar Unfälle. Vor diesem Hintergrund hat Parker Hannifin das EO-3-System entwickelt, dessen Herzstück eine neue Gewindetechnologie ist. Anders als alle bisherigen (DIN-Norm-)Verschraubungen basiert das EO-3 auf einem 24°-Innenkonus mit integrierter Weichdichtung und einem kegelförmigen Verbindungsgewinde. Als weltweit erstes und einziges System ermöglicht die EO-3-Verschraubung die Kontrolle des Montageergebnisses von außen. Anhand eines gelben Signalrings erkennt der Monteur sofort, ob die Verschraubung fachgerecht erfolgt ist.


EO-3-Verschraubungen lassen sich zudem deutlich schneller zusammensetzen als marktübliche Verschraubungssysteme. Die EO-3-Montage erfordert weder einen Drehmomentschlüssel noch eine Schlüsselverlängerung – ein gängiger Gabelschlüssel genügt. Ab einer Rohrgröße von 25 mm sorgt statt der Standard-6-Kant- eine 8-Kant-Mutter für erhöhten Montagekomfort. Sie erleichtert den Zugang mit dem Gabelschlüssel bei engen Bauräumen. Die Gabel muss nicht so häufig gewechselt werden, sodass das Montagetempo gesteigert wird.


Parker Hannifin nutzt für die neuen Schraubverbindungen die bereits im Markt eingeführten EO-Umformmaschinen. Anwender können mit Maschinen, mit denen sie bislang beispielsweise die EO-2-FORM-Rohrverbindungen produziert haben, auch EO-3-Verbindungen erstellen – ein wichtiger Beitrag zur Kostensenkung. Benötigt werden dafür lediglich die entsprechenden EO-3-Umformwerkzeuge.

Vierfache Sicherheit

Neben starren Rohrleitungen verlangen viele Anwendungen flexible Schlauchverbindungen. EO-3 ist für beide Varianten anwendbar. Auch die Anbindung an bestehende EO-2-Anschlüsse ist dank eines Adapters problemlos möglich. Damit lassen sich »alte« Verbindungen praktisch ohne Mehraufwand auf das EO-3-System umrüsten oder er­weitern. Das neue Verschraubungssystem bietet die vier­fache Sicherheit und verzichtet auf die bislang gewohnte Standardbaureihen-Klassifizierung von LL, L und S. Bis auf wenige Aus­nahmen gilt für alle Rohr­größen eine einzige Druckstufe von 420 bar. Elastomermaterialien können anwendungs- und damit medienspezifisch gewählt werden.

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