Im Portfolio von Lee finden Gerätehersteller schnellschaltende Magnetventile, Control-Ventile und Pumpen aus einer Hand. Jüngst hat The Lee Company am Stammsitz in Westbrook (CT, USA) ein neues Innovationszentrum eröffnet. In der mehr als 2 500 m2 großen Anlage sollen neben Fluid-Control-Lösungen in Miniaturbauweise für die Schlüsselmärkte Luft- und Raumfahrt, Automotive, Medizin- und Diagnosetechnik und den Maschinenbau neue Anwendungsbereiche erkundet und fortschrittliche Prototypen getestet werden. Das Herzstück bildet eine voll ausgestattete Maschinenwerkstatt. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine rund 3 250 m2 große Produktionshalle in Connecticut sowie eine Produktionsstätte mit rund 7 900 m2 Fläche in South Carolina erworben. Das soll die steigende Nachfrage auf den internationalen Märkten bedienen sowie die Markteinführung neuer Produkte und Technologien beschleunigen. Hiervon sollen auch Kunden der deutschen Tochtergesellschaft Lee Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH mit Sitz in Sulzbach im Taunus profitieren.
Die Motec GmbH hat ihr KI-Personendetektionssystem »MVCD2000« von der BG Bau prüfen lassen. Das System erfüllt die Anforderungen der GS-BAU-71 für kamerabasierte Personendetektionssysteme und ist somit als Arbeitsschutzmaßnahme förderfähig für Maschinenbetreiber. Einfachere Umfeldüberwachungssysteme stoßen bei Großgeräten oft an Grenzen, da diese Maschinen über eine Vielzahl an für den Fahrer schwer oder nicht einsehbaren Bereichen und bewegliche Arbeitsfunktionen verfügen. Das für anspruchsvolle Anwendungsfälle entwickelte Personendetektionssystem »MVCD2000« lässt sich an jede beliebige Fahrzeugarchitektur anpassen. Maschinenbetreiber können das Personendetektionssystem nun besonders wirtschaftlich beziehen, da es die Anforderungen der BG Bau gemäß GS-BAU-71 erfüllt hat. Da sich auch die Arbeitsschutzprämien der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) auf die GS-BAU-71 stützen, können theoretisch auch Betreiber von Land- und Forstmaschinen von einer Förderung der MVCD2000 profitieren.
Die Hermann Bantleon GmbH mit Sitz in Ulm entwickelt mit Partnern ein Schmierstoffanalysesystem, das langfristig die Remote-Überwachung des Ölzustands ermöglichen soll. Dadurch müssen Öl und Schmierstoffe nur noch dann gewechselt werden, wenn es wirklich nötig ist. Die Überwachung über die Cloud gibt Maschinenbetreibern mehr Flexibilität und schont die Kosten für aufwendige Wartungseinsätze. Die Erkenntnisse aus der Theorie, jahrzehntelanger Erfahrung des Schmierstoffverhaltens und der Forschung führt Bantleon in seinem »B.Sherpa«-System (Bantleon System Competence in Hydraulic fluid Evaluation Reliability Predictive Maintenance and Analytics) zusammen. Es beschreibt den Ansatz, ein integriertes System zu schaffen: Hydraulikfluid, Sensorik, Datenanalyse und Wartungsstrategie werden optimal abgestimmt und in die Anwendung integriert. Dieses System optimiert die Schmierstoffüberwachung und sorgt dafür, dass auftretende Schäden erkannt werden können, bevor sie auftreten, und Wartungen bedarfsgerecht durchgeführt werden können. Feste Schmierstoffwechselintervalle sollen damit der Vergangenheit angehören. Das System wird aktuell in Feldversuchen erprobt und optimiert.
Schwingungs- und Vibrationsanalysen werden seit vielen Jahren in mobilen Maschinen eingesetzt, etwa in der Auswertung der Bodenverdichtung im Straßenbau. Die Sensor-Technik Wiedemann GmbH (STW) aus Kaufbeuren sieht in der Technologie jedoch mehr. Sie könnte ein valides Instrument zur Zustandsüberwachung von autonomen Maschinen und Geräten sein. Denn wenn diese abseits menschlicher Aufsicht agieren, müssen intelligente Sensorik und Automatisierungssysteme die Rolle des Menschen als kritischer Beobachter der Maschine übernehmen. Bei herkömmlichen Maschinen kann der Bediener bei ungewöhnlichen Geräuschen oder schlechterem Bedienverhalten umgehend entsprechende Wartungsmaßnahmen einleiten. Dieser Sicherheitsmechanismus fällt bei autonomen Maschinen weg und kann über intelligente Sensorik gelöst werden. Schwingungs- und Vibrationssensoren nehmen Abweichungen des Maschinenverhaltens bis ins kleinste Detail wahr, wie etwa Unwuchten und Lagerschäden der E-Maschine.