Grabenlose Vortriebshauseinführung hat sich 40 000-fach bewährtHauff-Technik

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Montagegruben vor Gebäuden sind insbesondere bei Reihenhausbebauung mit gestaltetem Vorgarten, aufgesetzten Außentreppen oder liebevoller Bepflanzung oft mit erheblichem (Kosten-)Aufwand verbunden. Sprechen die örtlichen Gegebenheiten nicht prinzipiell gegen das Arbeiten mit Erdverdrängungsraketen, steht Zappo für eine neue Qualität in der Baustellenabwicklung. Der Start der »Rakete« erfolgt durch eine 100er-Kernbohrung aus dem Keller heraus. Mitverlegt werden ineinander gesteckte Vortriebsrohre, die auch in gasdichter Ausführung geliefert werden können, mit einem Außendurchmesser von 63 mm oder 75 mm (Gas). Längen von bis zu 15 m sind im Vorgartenbereich bei entsprechenden Bodenverhältnissen und mit der notwendigen Erfahrung der Anwender oft problemlos zu bewältigen. Die Erdverdrängungsrakete wird an der Grundstücksgrenze im Gehwegbereich entnommen, sodass auf dem Kundengrundstück keine Tiefbauarbeiten erforderlich sind. Anschließend erfolgt die direkte Abdichtung des Vortriebsrohres zum Gebäude mit der Zappo-Hauseinführung. Im Keller wird auf das Vortriebsrohr zuerst ein Moosgummiring und dann eine Außenabdichtung mit integriertem Injektionsschlauch aufgeschoben. Der Moosgummiring übernimmt den Verschluss des Bohrkanals vor der Wand im Erdreich. Die quellfähige Gummipressdichtung sorgt für den Verschluss der Bohrung zur Gebäu­de­innenseite. Die Montage der beiden Komponenten in korrekter Position erfolgt per Montagehilfswerkzeug, auf dem über eine Skala lediglich die gemessene Wandstärke eingestellt werden muss. Im Anschluss wird per Injektionsschlauch ein DVGW-zugelassenes Zwei-Komponenten-Expansionsharz in den Außenbereich eingeleitet. Durch das Harz werden Hohlräume und Ausbrüche im Außenbereich sicher verpresst. Gleichzeitig wird die vorhandene Gebäudeabdichtung, die im Bereich der Kernbohrung zerstört wurde, vom Expansionsharz vollflächig umschlossen.


Zusätzliche Abdichteinheit

Abschließend erfolgt von innen die Montage einer zusätzlichen Abdichteinheit in die Kernbohrung. Die »Innenabdichtung« verhindert das Eindringen von Gas und Wasser in die Kernbohrung bzw. in das Mauerwerk. In diese kann dann entweder eine Gashauseinführungskombination (Schuck, RMA, Burger) auszugs- und verdrehsicher integriert oder die Abdichtung des PE-Rohres des Wasserhausanschlusses vorgenommen werden. Die Hauseinführung ist nach gültigen DVGW-Vorschriften (VP 601) geprüft und zugelassen. Der Einbau der neuen Zappo-Hauseinführung nimmt kaum mehr Zeit in Anspruch als die Montage üblicher Haus­einführungskombinationen. Die Mon­tagewerkzeuge sind komplett in einem Werkzeugkoffer untergebracht. Um ein Höchstmaß an Anwendungssicherheitzu  garantieren und den Zeitaufwand so gering wie möglich zu halten, werden die Tiefbauunternehmen kostenlos von Hauff-Mitarbeitern irekt auf der Baustelle geschult. Die Monteure erhalten danach ein Zertifikat, , das in Kopie dem Verantwortlichen des jeweiligen Versorgungsunternehmens zugestellt wird.


Für die Praxis in der Praxis entwickeln

In Zusammenarbeit mit Versorgungsunternehmen wurden mit den Hauff-Anwendungstechnikern Probebaustellen abgewickelt, bis das Verfahren und die Hauseinführung die Marktreife erreicht hatten. Die technische Freigabe erfolgte bei vielen Unternehmen erst nach der kritischen Begutachtung von Kontrollaufgrabungen vor der Gebäudeaußenwand. Wichtig war auch der Beweis der Praxistauglichkeit von Zappo bei unterschiedlicher Bausubstanz.

Mittlerweile sind von Tiefbauunternehmen »No-Dig«-Fahr­zeuge im Einsatz, die über Kompressor, die Kernbohrausrüstung sowie Erdverdrängungsraketen verfügen. Die Spezialisierung ermöglicht eine effiziente und schnelle Abwicklung der Hausanschlüsse insbesondere bei Sanierungsmaßnahmen.

Die Montagegruben im öffentlichen Bereich werden von der klassischen Tiefbaukolonne, die für die Erstellung des Grabens bei der Hauptleitung zuständig ist, übernommen. Die No-Dig-Kolonne erstellt die Kernbohrung und sorgt für die grabenlose Verbindung bis zur Grundstücksgrenze. In Zusammenarbeit mit Botec (Utting) und Tracto-Technik (Lennestadt) steht ein No-Dig-Fahrzeug für Schulungen vor Ort zur Ver­fügung.

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