Bau- und Nutzfahrzeuge

»Geisterfahrt« über die Mittelleitplanke beendet

Für Robert Müller, Projekt- und Transportleiter bei P. Adams, war die gestellte Aufgabe »Business as usual«: »Wir sind es gewohnt, ungewöhnliche Aufträge auch unter Zeitdruck zu meistern.« Als Projektverantwortlicher ist Müller unter ­anderem für die Planung der Transportrouten zuständig. Und die zu bewältigenden 60 km hatten es in sich. Von den insgesamt zwölf Fahrten erforderten immerhin drei eine gesonderte Streckenführung: Das schwerste Teil, der Maschinenkopf mit 240 t Eigengewicht, wurde dabei im Binnenhafen Straubing vom Ponton auf 24 Achslinien des Typs THP/ST von Goldhofer aufgeladen.

Mit Zug- und Schubmaschine lagen hier 370 t in einem Gesamtmodul von knapp 60 m Länge auf der Straße. Auch der Pressstößel mit 160 t und der Slide mit 150 t (jeweils 16 bzw. 19 Achslinien) erforderten ungewöhnliche Maßnahmen: eine Geisterfahrt an der Anschlussstelle Straubing. Denn aufgrund des zu hohen Gewichts konnte der Übergang auf die Autobahn nicht über die Straubinger Autobahnbrücke erfolgen. Die Lösung: jeden der drei Spezialtransporte über die dahinterliegende Ausfahrt in Gegenrichtung auf die Fahrbahn zu bringen. Von der Polizei eskortiert, wurden die drei Schwerlasttransporte schließlich einzeln in einer kontrollierten Geisterfahrt auf die Gegenfahrbahn der A 92 manövriert, um dort über die eigens hierfür geöffnete Mittelleitplanke auf die richtige Bahn geleitet zu werden. Müller: »Auch der Straubinger Kreisverkehr konnte nur per Geisterfahrt gemeistert werden. Wir mussten links in den Kreisel einfahren und die erste Abfahrt nehmen. Danach haben wir die Zugmaschine von vorne nach hinten gewechselt und so jeweils nur eine Vierteldrehung realisieren müssen.«


»Zur Weiterentwicklung der ­Schwerlastmodule beigetragen«

Die weiteren neun Fahrten konnten – aufgrund der straßenfreundlicheren Abmessungen der Transporter – mit geringerem Aufwand über die Autobahn erfolgen. Dass P. Adams mittlerweile über 107 Achslinien sowie diverses Spezialzubehör wie Drehschemel, Flachbettbrücke, Kesselbrücke von Goldhofer verfügt, basiert auf einer langen Geschäftsbeziehung zwischen den beiden Unternehmen. »Wir scheuen uns nicht davor, auch extravagante Herausforderungen unserer Kunden zu meistern«, resümiert der Transport- und Projektleiter. »Darum stehen wir mit den Experten von Goldhofer seit Jahren in regelmäßigem Austausch. Oft tragen wir die Wünsche unserer Kunden an Goldhofer heran und haben so in den vergangenen Jahren wechselseitig zur Weiterentwicklung der Schwerlastmodule beigetragen.«

Neben gegenseitiger Inspiration schätzt man bei P. Adams auch die Begeisterung, beharrlich neue Lösungswege zu erarbeiten. Müller: »Die Anforderungen an die Logistikbranche gerade im Schwerlastbereich wachsen ständig. Mit Goldhofer haben wir einen Partner, der uns auf Materialebene mit umfassendem Service zukunftstaugliche Lösungen anbietet. Diese können wir dann mit unserem Know-how in konkreten Projekten anwenden.«

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