Bau- und Nutzfahrzeuge

Ein Alleskönner unter den Leicht-Lkw

Mit 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht kann der Fuso Canter von jedem, der in Besitz eines gültigen Pkw-Führerscheins ist, gefahren werden. Als 6,0-Tonner trumpft der Canter mit schlanker Kabine auf. Als 7,49-Tonner fährt der Canter in Deutschland mautfrei und passt zu den Besitzern des früheren Führerscheins Klasse 3. Als 8,55-Tonner punktet er mit einer Nutzlast, wie sie andere erst in höheren Gewichtsklassen bieten: Sein Fahrgestell hat je nach Ausführung eine Tragfähigkeit von bis zu 6 t. Die hohe Variabilität des Canter wird an Varianten mit Allradantrieb sowie dem Canter Eco Hybrid deutlich.

Ein solider Leiterrahmen bildet das tragfähige Rückgrat des Canter. Der Rahmen ist in Stärke und Breite an die Gewichtsklassen angepasst. Maßgeschneidert sind ebenfalls die Achsen. Zum Beispiel verfügt der Canter als 3,5-Tonner über eine Einzelradaufhängung. Typisch Canter sind auch hohe zulässige Achslasten. Die Zwillingsbereifung an der Hinterachse ist ein weiterer Beleg für die Belastbarkeit des Canter. Zudem werden sechs Radstände von 2 500 mm über 2 800 mm, 3 400 mm, 3 850 mm und 43 00 mm bis zur extralangen Variante mit 4 750 mm angeboten.


Kompakter Dieselmotor

Den Antrieb übernimmt ein Vierzylinder-Turbodiesel mit 3 l Hubraum. Gekennzeichnet wird der Motor durch zwei obenliegende Nockenwellen mit Antrieb über eine Kette, Common-Rail-Einspritzung mit Piezo-Einspritzdüsen, vier Ventilen pro Zylinder und eine Aufladung mittels Turbolader mit variabler Turbinengeometrie. Drei Leistungsstufen sind lieferbar von 96 kW (130 PS) mit 300 Nm Drehmoment, über 110 kW (150 PS) mit 370 Nm Drehmoment bis zu 129  kW (175 PS) mit 430 Nm Drehmoment. Eine Kombination aus Abgasrückführung und Partikelfilter reinigt die Abgase der Modelle mit 3,5 t und 6 t Gesamtgewicht sowie die 110 kW (150 PS) starke Variante im 7,49-t-Segment. In den Gewichtsklassen darüber kommt die Spitzenmotorisierung mit 129 kW (175 PS) zum Einsatz. Sie verfügt zusätzlich über SCR-Technik mit Adblue-Einspritzung.


Fünfgang-Schaltgetriebe, Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe

Ein Fünfgang-Schaltgetriebe mit Joystick-Schalthebel in der Armaturentafel übernimmt serienmäßig die Kraftübertragung. Alternativ kommt das vollautomatisierte Doppelkupplungsgetriebe Duonic zum Einsatz. Das erste Getriebe dieser Art in einem Leicht-Lkw ist auf Wunsch für fast alle Modelle verfügbar und Serienstand beim Canter mit 8,55 t Gesamtgewicht. Duonic eignet sich besonders für schwieriges Terrain wie etwa auf Baustellen, bei dem sich der Fahrer auf sein Umfeld konzentrieren muss. Obendrein gehört zu Duonic eine Kriechfunktion wie bei einer Wandlerautomatik. Sie punktet im Stopp-and-Go-Verkehr und ermöglicht Rangieren mit niedriger Geschwindigkeit allein über die Betätigung des Bremspedals.

Canter 4x4: beachtliche


Fahreigenschaften im Gelände

Der Fuso Canter 4x4 verfügt über einen zuschaltbaren Allradantrieb. Zur Serienausstattung zählt eine selbstsperrende Differenzialsperre an der Hinterachse und ein Untersetzungsgetriebe für maximale Vortriebskraft. Die Bodenfreiheit ist gegenüber den 4x2-Modellen auf bis zu 320 mm erhöht. Passend zum Einsatz ist der 4x4 rundum mit Trommelbremsen bestückt, während der konventionell angetriebene Canter rundum über Scheibenbremsen verfügt.

Der Canter 4x4 wird serienmäßig mit der Spitzenmotorisierung von 129 kW (175 PS) ausgerüstet. Dank des zulässigen Gesamtgewichts von 6,5 t beläuft sich die Fahrgestell-Tragfähigkeit auf bis zu 3 685 kg. Die zulässige Hinterachslast des Allradlers beträgt 6 t.

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