Verkehrswegebau / Tiefbau

Die Verdichtung im Blick

Völkel entwickelt und produziert seit über 30 Jahren Steuerungstechnik für mobile Arbeitsmaschinen. Seit 1998, als die ersten Walzen mit Völkel-FDVK (Flächendeckende Dynamische Verdichtungskontrolle) in Serie gingen, gilt die Völkel-Verdichtungsmesstechnik als feste Größe für die Erstausrüstung von Verdichtungsmaschinen. Heute eignen sich die Systeme für die Erstausstattung der Maschinen wie auch für deren Nachrüstung im Feld, unabhängig vom Maschinenhersteller.

Je nach Ausstattung zeichnen die Geräte georeferenziert und zentimetergenau auf – im Erdbau die Steifigkeit, die mit der Tragfähigkeit korreliert, im Asphaltbau die Temperaturdaten, die Anzahl der vibrierenden, oszillierenden und statischen Überfahrten sowie die Witterungsbedingungen. Das versetzt Baubetriebe in die Lage, Bauvorhaben exakt zu planen und kurzfristig auf geänderte Bedingungen zu reagieren. Die Vielzahl von Informationen werden für den Benutzer übersichtlich strukturiert. Eine schnell erfassbare Bedienstruktur ist das Ergebnis von Diskussionen mit Anwendern und Interessenten aus den nationalen und internationalen Märkten. Beispielsweise ist beim Einbauprozess die volle Aufmerksamkeit des Walzenfahrers gefordert – das Display fordert dann keine Interaktion mit dem Walzenfahrer.


Touch-Screen

Sind Eingaben zur Auswahl von Bauprojekt, Schicht oder Teilfläche nötig oder soll eine Kalibrierung durchgeführt werden, stellt der Touch-Screen die Informationen zur Verfügung, die zur Erledigung der Aufgabe erforderlich sind. Die Handhabung ist damit intuitiv, und der Benutzer hat ­seine wichtigen Informationen schnell im Zugriff. Meist sind nicht alle Walzen mit Mess-Equipment zur FDVK ausgestattet. Um die Situation zu entschärfen, bietet der Völkel-FDVK-Navigator die Möglichkeit zur Vorrüstung: Eine Anzahl von Walzenzügen, Tandemwalzen und Asphalt-Fertigern werden vorab mit entsprechender Sensorik ausgestattet. Das Mess-Equipment, bestehend aus dem Navigator-Display und dem GNSS-Empfänger, erkennt dann beim Anschluss über den Schnellwechsler automatisch die Art der Maschine und stellt die spezifischen Funktionen zur Verfügung.

Der FDVK-Navigator auf dem Walzenzug ermöglicht die Kalibrierung der Walze gemäß »FGSV-Merkblatt über flächendeckende dynamische Verfahren zur Prüfung der Verdichtung im Erdbau« nach allen beschriebenen Verfahren sowie die dazugehörige Dokumentation der Verdichtungsergebnisse. So dient das Gerät nicht nur der Eigenkontrolle zur Steigerung der Einbauqualität; der Bauunternehmer kann mit dem FDVK-Navigator auch bei entsprechend ausgeschriebenen Baustellen mitbieten.

Die temperaturabhängige Viskosität des Asphalts verhindert die direkte Übertragung der im Erdbau erlangten Erkenntnisse auf die Qualitätssicherung im Asphaltbau. Zum Erreichen des Anforderungswerts der Dichte kommt es darauf an, den Asphalt in einem gegebenen Temperaturfenster mit einer ermittelten Anzahl an dynamischen Übergängen verdichtet zu haben.

Hier liegt der Ansatz zur Unterstützung des Einbauteams in der georeferenzierten Aufzeichnung der dynamischen Übergänge, der Assistenz zum durchgängigen Einhalten des vereinbarten Walzschemas und der Vernetzung der Walzen, sodass jeder Walzenfahrer über sein eigenes Arbeitsergebnis sowie über das seiner Kollegen informiert ist. Auf dem Asphalt-Fertiger zeichnet der FDVK-Navigator neben dem Ort und dem Zeitpunkt des Einbaus die dazugehörigen Temperaturen im Kübel, an den Schnecken oder hinter der Bohle auf. Ebenfalls möglich ist die Erfassung der Witterungsbedingungen. Die gewonnenen Daten dienen dem Walzteam dazu, die eigene Arbeitsweise der Einbaugeschwindigkeit des Fertigers und der Witterung anzupassen.

Alle Daten aus den verschiedenen Gewerken verschmelzen in einer projektbezogenen Datenbank. Dem Bauunternehmer dient der vernetzte FDVK-Navigator so als QM-System zum lückenlosen Nachweis seiner guten Arbeitsweise. Die Bodenmechanik ist ein komplexer Themenbereich und die Messergebnisse zur Bodensteifigkeit bedürfen häufig einer geeigneten Interpretation, um zur Tragfähigkeit oder Dichte des Untergrunds zu korrelieren.

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