Gewinnung / Aufbereitung / Brechen / Sieben

Der Feuchtigkeit den Weg abschneiden

Die Firma Jörg ist ein Spezialbetrieb für Bauwerksabdichtungen und Bausanierung. Bei der Einbringung nachträglicher Horizontalisolierungen kann das Unternehmen auf mehr als 3 000 Reverenzobjekte aus den vergangenen 25 Jahren im gesamten Bundesgebiet verweisen. »Unser Familienunternehmen ist dafür bekannt, zuverlässig, kompetent und transparent die beste Lösung für den Kunden zu finden«, betonen Alfred Jörg junior & senior. Das Unternehmen setzt auf die seit mehr als einem Jahrhundert etablierte Mauersägetechnik, wurde doch bereits im Jahre 1910 am Überlinger Münster eine Feuchtigkeitssperre per Mauersägetechnik in das Natursteinmauerwerk eingebaut. Im Jahr 2014 wurde das Unternehmen Jörg für seine Mauersägetechnik zudem mit einem »Bayerischen Staatspreis« ausgezeichnet.


Arbeitsablauf

Per Sägetechnik wird das Mauerwerk über die gesamte Mauerwerksstärke bis zu 150 cm durchtrennt. Ab­hängig von der Bausubstanz wird die entsprechende Sägetechnik eingesetzt: Widia-­Kettensägetechnik (Trockenschnitt 8 – 10 mm) bei Vollziegelmauerwerk mit durchgehenden Lagerfugen bis zu einer Mauerstärke 150 cm oder Diamant-Ketten­sägetechnik (Nassschnitt 10 – 15 mm) bei Bruchsteinmauerwerk, Natursteinmauerwerk sowie Mischmauerwerk wie auch Altbeton, Ziegelmauerwerk ohne durchgehende Lagerfugen bis zu einer Mauerstärke von 150 cm.

Direkt nach dem Sägevorgang wird der Sägeschnitt über die gesamte Mauergrundfläche mit Chromstahlblechen V2A/V4A oder PVC-Platten isoliert. Anschließend werden hochfeste Kunststoffkeile zur Übertragung der Vertikallasten im Zuge der Arbeiten in bauwerksverträglichen Abschnitten eingebracht. Danach folgt das Verpressen der Sägefuge zur Wiederherstellung des Kraftanschlusses über die gesamte Mauerwerksfläche mit Quellmörtel.Kosten

Die Kosten für den nachträglichen Einbau einer Horizontalisolierung sind abhängig von der Bausubstanz, der Beschaffenheit des Mauerwerks, der Zugänglichkeit der Arbeitsbereiche und der Materialgüte der Chromstahlbleche. Beim Trockenschnittverfahren (Widia) liegen sie nach ­Anbieterangaben zwischen 270 bis 350 Euro/m² und beim Nassschnittverfahren (Diamant) ­zwischen 350 bis 550 Euro/m² bearbeiteter Mauergrundfläche.


Technik-Fakten

Materialien

> Chromstahlbleche: Werkstoffgüte 1.4301 oder 1.4016 (V2a) 1,5 mm stark oder Werkstoffgüte 1.4571 (V4a – bei erhöhter Nitratbelastung). Auch in besandeter Ausführung bei ­statischen Problemfällen wie beispielsweise Gewölben oder Türmen bzw. in Bereichen, in denen Schubkräfte zu erwarten sind. Die Bleche werden vor Ort auf das erforderliche Maß geschnitten und im Stoßbereich überlappt in den Sägeschnitt eingebaut.

> PP-Platten: Polyethylenplatten 2 mm dick, Einbau wie Chromstahlplatten oder

PP-Platten besandet 2 mm dick, Einbau wie Chromstahlplatten. PP-Platten lassen sich aus technischen Gründen nicht in ein morbides, brüchiges oder marodes Mauerwerk ­einbauen.

> Quellmörtel: Sulfatbeständiger Zementmörtel mit Quellmittel zur Druck­verpressung.

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