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Branchenkonjunktur soll die Intermat 2018 befeuern

Die internationale Messe für Bauwirtschaft und Infrastruktur Intermat Paris findet vom 23. bis 28. April vor dem Hintergrund einer deutlich erholten Branchenkonjunktur in Frankreich und weiteren Ländern statt. Zu den über 1 500 Ausstellern, die auf der Messe erwartet werden, zählen Bauunternehmen sowie Hersteller und Anbieter von Ausrüstungen und Lösungen. Die Veranstalter erwarten rund 183 000 Besucher aus insgesamt 167 Ländern auf der Intermat, die in diesem Jahr auch auf eine neue Messestruktur setzt. Bereits Mitte Januar wurden im Rahmen der für die Fachpresse veranstalteten »Pré-Intermat« die »Intermat Innovation Awards 2018« verliehen, dabei gingen aus insgesamt 90 Bewerbungen 13 Preisträger – inklusive acht Sonderauszeichnungen – hervor.

Mit einer neuen Messestruktur, gegliedert in Angebotswelten, präsentiert sich die Intermat 2018. Strukturgebend sind dabei die Kompetenzbereiche »Erdbau und Abbruch«, »Straßenbau, Baustoffindustrie und Fundamente«, »Hochbau und Betonbranche« sowie »Hebetechnik und Transport«.


 

Im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung der Bauindustrie sowie die Vielfältigkeit des Angebots unterstützt die Intermat in diesem Jahr besonders technische Brancheninnovationen und hat dafür exklusive Messebereiche eingerichtet. Dazu gehören die Themenparks Start-up by Eurovia, Building Smart sowie Abriss & Recycling. Markt­relevante Themen werden in Verbindung mit den Branchenbereichen im Rahmen eines Vortragsprogramms besonders betrachtet. So sollen der Austausch und die Informationsverbreitung zwischen Branchenprofis gefördert werden. Die Intermat 2018 bietet ein großes Freigelände für Vorführungen unter der Dachmarke »Intermat Démo«. Hersteller präsentieren hier ihre Ausrüstungen live im Betrieb und unter Realbedingungen.
Vermieter stehen dieses Jahr ebenso im Blickfeld der Intermat: Am 26. April findet eine Podiumsdiskussion zum Thema »Die Verleihfirma der nächsten zehn Jahre« statt. Der Nachmittag des Tages ist für Geschäftstreffen von Verleihern und Herstellern vorgesehen.

Besonderes Augenmerk auf die Betonbranche gerichtet

Die zweite Auflage der World Of Concrete Europe (WOC Europe) findet parallel zur Intermat statt. Die Fachmesse gibt auf Ausstellungs- und Vorführbereichen einen umfassenden Überblick über die Branche und zeigt Trends der Betontechnik auf.

»Intermat Innovation Awards«

In diesem Jahr haben sich 90 Bewerber an den inzwischen »7. Intermat Innovation Awards« beteiligt. Der Wettbewerb versteht sich als Sprungbrett für Innovationen aus der Bauwirtschaft, 13 Preisträger gingen in diesem Jahr daraus hervor. Die Jurymitglieder stammten allesamt aus den Anwenderbranchen der Baumaschinenindustrie wie Hoch- und Tiefbau, Gebäudewirtschaft, Straßenbau, Maschinenvermietung oder auch der Betonindustrie. Acht Preisträger wurden für ihre Innovationsfähigkeit in vier Kategorien ausgezeichnet. Berücksichtigt wurden dabei die neu strukturierten vier Kompetenzbereiche der Messe.

Im Bereich »Erdbau und Abbruch« wurde in der Kategorie »Maschinen und Geräte« der Volvo-EX2 ausgezeichnet. Der Prototyp eines vollelektrischen Kompaktbaggers mit null Emissionen, zehnmal höherer Effizienz als das Standardmodell des Kompaktbaggers und zehnmal geringerem Geräuschpegel (siehe auch Seite 37).

In der Kategorie »Komponenten und Zubehör« ging der Preis an DMIC für Ubiwan Smart, einer vernetzten Lösung zur Steuerung von Baumaschinen und -geräten.
Im Kompetenzbereich »Straßenbau, Baustoffindustrie und Fundamente« ist Fayat in der Kategorie »Maschinen und Geräte« für die »TRX 100 %« ausgezeichnet worden. Die mobile Asphaltmischanlage erlaubt es, Ausbauasphalt bis zu 100 % wiederzuverwenden.

In der Kategorie »Komponenten und Zubehör« wurde RB3D für das Exoskelett Exo Push ausgezeichnet, das eine Unterstützung beim manuellen Planieren von Asphalt gibt. Es handelt sich um den ersten elektrischen »Wearbot« im Tiefbau.

Im Kompetenzbereich »Hebetechnik und Transport« ging die Auszeichnung in der Kategorie »Maschinen und Geräte« an Hinowa und dessen Raupen-Arbeitsbühne Lightlift 33.17 – IIIS. Das Modell bietet eine maximale seitliche Reichweite von 16,5 m, eine maximale Arbeitshöhe von 32,5 m, die maximale Tragkraft liegt bei 230 kg. Zudem verfügt die Lightlift über zahlreiche simultane Funktionen und einen neuen bedienerfreundlichen Korb. In der Kategorie »Komponenten und Zubehör« durfte sich die Manitou Group mit ihrem Stabilitätserkennungssystem über eine Auszeichnung freuen. Die Teleskoplader MRT 2470 und MRT 3050 sind mit einem Drehsensor ausgestattet, der Stabilitätswerte mit Bezug auf das Verhältnis der Maschine zur Bodenhaftung misst.
Der vierte Intermat-Kompetenzbereich »Hochbau und Betonbranche« ist als Preisträger bei den Innovation Awards in der Kategorie »Maschinen und Geräte« durch die Firma Alphi und ihr MaxUpDown-Hebezeug für MaxiDalle-Schalungsplatten repräsentiert. Ein pneumatischer Teleskoparm bewirkt ein müheloses Anheben der Schalungsplatten und kann auch bei großen ­Arbeitshöhen punkten. Den Preis in der Kategorie »Komponenten und Zubehör« gewann 360Smartconnect für ihren Ansatz des »vernetzten Betons«. Mit 360SmartConnect können beteiligte Akteure neue Werte für sich selbst oder nachgelagerte Arbeitsprozesse festlegen.

Auch fünf Sonderpreise verliehen

Neben den insgesamt acht Preisträgern in den vier neuen Kompetenzbereichen der Intermat sind fünf Sonderpreise verliehen worden, die einen besonderen Blick auf aktuelle Herausforderungen der Baubranche werfen.

Im Segment »Digitaltechnologie« wurde EFA France für Evas ausgezeichnet, eine Sprachsteuerung mit integrierter Datenbank und CAN-Bus-Übertragung. Die Entwicklung arbeitet mehrsprachig und ist auch im Off­line-Modus funktionsfähig.

Im Segment der »Energiewende« erhielt der Mecalac e12 einen Preis (siehe auch Seite 41). Der zu 100 % elektrisch betriebene Bagger will den drei relevanten Anforderungen Betriebsdauer, Leistung und Kompaktheit gleichermaßen gerecht werden.

Im Segment »Start-up by Eurovia« erhielt Matos für Matos Connect (virtuelle Lösung für Verleiher von Tiefbaumaschinen) eine Auszeichnung, während im Segment »World of Concrete Europe« Sika France für einen Lösungsansatz des Beton-3D-Drucks gewann. Darin werden Roboterinnovationen für die Betonindustrie mit der schnellen Herstellung von Betonformteilen oder des Originaldesigns verbunden. Der grundlegende Vorteil von Beton-3D-Druck liegt in einer außergewöhnliche Flexibilität des Verfahrens.

Der Preisträger des Segments »Sicherheit« ist das Unternehmen Sima mit seiner Holzkreissäge HandSafe. Ein spezielles System stoppt die Maschine unmittelbar bei Berührung mit menschlicher Haut.    tü  §

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