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Bohnet: »König-Ludwig-Brücke« im Allgäu transportiert

Die Spedition Bohnet aus Kirchdorf an der Iller ist ein internationaler Anbieter multimodaler Schwer- und Spezialtransporte mit 50-jähriger Tradition und Erfahrung. Erst zuletzt konnte das Unternehmen mit einem spektakulären Transport der geschichtsträchtigen »König-Ludwig-Brücke« in der Allgäu-Metropole Kempten beweisen.

Die gut 120 m lange Holzbrücke wurde von 1847 bis 1851 für die bayerische Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Nürnberg nach Lindau errichtet. Längst war die »König-Ludwig-Brücke« dank weiterer Betonbahnbrücken und behobener Kriegsschäden zu einer reinen Fußgänger- und Radbrücke geworden, als sie Ende 2013 aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. Wie ein Blick auf »Wikipedia« zeigt, gilt die Brücke als einzige erhaltene und längste aller nach den Ideen des amerikanischen Ingenieurs William Howe in Deutschland errichten Fachwerkbrücken. Und, so werde vermutet, treffe dieses Alleinstellungsmerkmal weltweit zu.


Nach intensiven Diskussionen entschied sich der örtliche Stadtrat dafür, die geschichts­trächtige Brücke zu sanieren. Ab September wurde dann die benachbarte ehemalige weitere Bahn- und heutige Straßenbrücke gesperrt, um mit zwei großen Kranen die Holzkonstruktion in drei Teile zerlegt, zuerst auf die Brücke und dann auf einen benachbarten Parkplatz zu transportieren. Um die schadhaften Holzteile auszutauschen, war ein aufwendiger Abbau nötig: Die Brücke wurde in drei Felder geschnitten, die von der parallel verlaufenden Autobrücke aus von zwei Schwerlastkranen ausgehoben wurden. Die Bohnet-Tieflader brachten die bis zu 100 t schweren und 57 m langen Brückenteile auf eine sogenannte »Feld-Werkstatt«. Dort soll die Brücke nun saniert, um dann wieder über der Iller eingebaut zu werden. Der Einbau der ­Brücke ist für Ostern 2018 geplant, die Fertigstellung für Ende 2018.    §

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