Hochbau (Schalung/Gerüste/Beton)

»Bieten nicht nur Maschinen an, sondern ein Gesamtkonzept«

Von Michael Wulf

Die Manitou-Group sieht sich mit dieser Produktoffensive im Wettbewerb gut aufgestellt, auch auf dem deutschen Markt. Im Gespräch mit dem bau­MAGAZIN sagte Peter Wildemann, der von September als ­Geschäftsführer der Manitou Deutschland GmbH auch für die Märkte in Österreich und der Schweiz zuständig sein wird, dass man mit den neuen Maschinen einerseits das Portfolio erweitert bzw. abgerundet habe, andererseits aber auch speziell auf bestimmte Bedürfnisse des Marktes reagiert habe.


»Ein ganz neues Produkt«

»Mit dem MT 420 H New Buggy bieten wir ein ganz neues Produkt an, mit dem wir unser Angebot der Kompakt-Teleskopstapler erweitern«, so Wildemann. »Denn gerade in diesem Maschinensegment sehen wir sowohl im Bau- als auch im Agrarbereich eine stetig steigende Nachfrage.« Dieser ultrakompakte Stapler mit Allradantrieb und -lenkung ist vor allem für den Markt der Renovierung, für Arbeiten im städtischen Bereich auf besonders eingeschränktem Raum sowie die industrielle Instandhaltung vorgesehen. Er eignet sich auch für Umschlagarbeiten im Materialhandel. Diese Art von Stapler sei auch für die Vermieter sehr interessant, die ihren Kunden multifunktionale und benutzerfreundliche Maschinen anbieten möchten, so Peter Wildemann. Der MT 420 H New Buggy ist nur 1,49 m breit und 1,9 m hoch, und das bei einer Länge von 3,67 m (am Schieber). Die maximale Hubhöhe beträgt 4,28 m bei einer Ladekapazität von 2 t. Die Markteinführung des Staplers ist mit Beginn des kommenden Jahres vorgesehen.

Dass die neuen MRT 2150 und MRT 2550 Privilège Plus jetzt durch ein verbessertes Lastdiagramm dank neuer Stabilisatoren besonders hohen Kundenanforderungen in Bezug auf Arbeitshöhe und -kapazität entsprechen, ist für Peter Wildemann »ein ganz wichtiger Schritt bei dieser Maschine«. So beträgt die Hubhöhe 20,6 m bzw. 24,6 m bei einer maximalen Hubkapazität von 5 t, wobei sich das Lastdiagramm der ausgefahrenen Länge der Stabilisatoren anpasst. Diese Neuheit sei vor allem bei Arbeiten im Arbeitsbühnen-Modus sehr praktisch. Die Bodenfreiheit auf Stabilisatoren wurde von 18 cm auf 23 cm erhöht, um die Geländegängigkeit der Maschine zu verbessern. Die Sichtfreiheit wurde durch eine niedrigere Position des Auslegers ebenfalls optimiert. Ausgestattet sind die neuen Stapler mit einem Mercedes Motor ST4 Final (156 PS/114 kW).

Mit weltweit rund 5 000 verkauften Einheiten seit der Markteinführung vor drei Jahren ist der MT 625 HA einer der Bestseller im Manitou-Portfolio und aufgrund seines kompakten Formats und seiner außergewöhnlichen Manövrierfähigkeit bestens geeignet für alle wichtigen Umschlagarbeiten: Die Beförderung von Paletten in den ersten Stock eines Gebäudes, das Ent­laden von Lkw, das Be- oder Entladen von Schüttgut im Gelände oder auf Baustellen bzw. generell in engen Umgebungen. Als Multifunktionsstapler wird der MT 625 mit mehreren Anbaugeräten angeboten. Er integriert jetzt zwei neue Arbeitsbühnentypen: eine 1,2 m hohe Arbeitsbühne mit 200 kg Hubkapazität (zwei Personen), und eine 2 m hohe Arbeitsbühne mit einer Hubkapazität von 365 kg (drei Personen), der marktweit höchsten Kapazität.


Service wird ausgebaut

Während die Rad- und Kompaktlader von Gehl wie gehabt separat vertrieben und vor allem in Süddeutschland stark nach­gefragt werden, sind die Marken Manitou und Mustang in Deutschland bei 70 Händlern unter einem Dach. Zudem wurde im Sommer 2015 mit dem Manitou-Center eine eigene Niederlassung in Salzgitter eröffnet. Für dieses Jahr rechnet Peter Wildemann mit einem Umsatzplus von rund 2 % in den drei Märkten Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei soll der Service-Bereich weiter ausgebaut werden, unter anderem auch mit dem »TCO-Kalkulator«, mit dem die Gesamtbetriebskosten erfasst werden. »Wir haben für unsere Wachstumsziele nicht nur die richtigen Maschinen im Portfolio«, sagte Wildemann, »sondern wir haben auch den richtigen Service und die richtigen Lösungen. Denn wir bieten nicht alleine Maschinen an, sondern ein Gesamtkonzept.«    ß

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