bema GmbH Maschinenfabrik »Winter Action Days«: »Vorne räumen, hinten streuen«

Lesedauer: min | Bildquelle: bema
Von: Tim Knott

Die Vorbereitungsphase ist eingeläutet: Nachdem die Wintermonate nun hinter uns liegen, beginnen die Betriebe und Kommunen damit, ihren Maschinen- und Anbaugerätepark zu überprüfen –und insbesondere mit neuer Technik aufzurüsten. Im Rahmen der »Winter Action Days« hat sich das bauMAGAZIN kürzlich ein genaues Bild von Winterdienstlösungen gemacht, die von Bema und Amazone vorgestellt wurden – darunter im Übrigen ein interessanter neuer Prototyp, der ein Schneeschild mit einer dahinter gelagerten Kehrmaschine vereint.

Getreu dem Slogan »vorne räumen, hinten streuen« haben sich mit Bema und Amazone zwei Branchengrößen zusammengetan, um hohe Produktivität, technischen Fortschritt und gesteigerte Leistungskraft in den Mittelpunkt zu rücken. Die Partnerschaft zwischen der Bema GmbH Maschinenfabrik und der Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG besteht seit Mai 2024. Und seither hat dieses Bündnis beachtliche technische Synergien mit sich gebracht, welche die Redaktion nun in den Berchtesgadener Alpen genau unter die Lupe nehmen konnte.

Auf kluge Kombination gesetzt

Mittlerweile wurden zahlreiche Maschinengespanne zusammengestellt. Und die tatsächlichen Vorzüge dieser Zusammenarbeit lassen sich auf den ersten Blick erkennen. An der Front sorgen Bema-Schneeschilder für starke Räumleistung, während die Amazone-Streuer im Heck auf ein präzises Streubild und große Flächenleistung setzen. »Wir haben Schilder in allen Breiten dabei. Von unserem Kleinsten, dem ›550‹, über das ›700‹ bis ›1100‹«, berichtet Bema-Geschäftsführerin Sonja Koopmann. Um die neuen und bewährten Lösungen im Einsatz zu zeigen, wurden sie anlässlich der »Winter Action Days« auf einem nahe gelegenen Waldweg getestet. Angeschlossen an einen Fendt des Typs »516 Vario« sowie einen »314 Vario«, sorgten die Schildermodelle »1100« und »V800« für hohe Räumeffizienz. Doch auch die Bema-Kehrmaschinen sollten offenbar nicht zu kurz kommen: Gerade um die Aufnahme von abstumpfenden Streumitteln zu demonstrieren, wurden diese nahe des Vorführorts ausgebracht und schließlich mittels einer »580er«-Kehrmaschine wieder aufgesammelt. Ebenfalls waren die Maschinen vor Ort, um den Einsatz bei der Schwarzräumung zu demonstrieren. »Gerade bei wenig Schnee lassen sich mit dem Kehrmaschinen-Einsatz Taumittel einsparen«, erklärte Sonja Koopmann. Letzteres sei gerade bei Zuständen, wie wir sie im zurückliegenden Winter erlebt haben, von großer Bedeutung. Neben dem Räumen sollte auch das Streuen zur Geltung kommen. Deshalb fuhren die Mitarbeiter von Amazone auch ihr komplettes Portfolio auf. »Von unserem kleinsten Streuer, dem ›EKS‹-Streuer mit 370 l Behältervolumen, bis zum ›Ice Tiger‹ mit 1 900 l können wir alles vorführen«, so Elias Windmüller, Produktmarketing Kommunaltechnik bei Amazone. Beim »Ice Tiger« gibt es im Übrigen eine kleine Neuerung. So ist der Streuer nun auch in der »Innox«-Variante erhältlich, bei der der ganze Streugut-Behälter und nicht nur die Streukomponenten aus Edelstahl gefertigt sind. Dies biete laut Hersteller zusätzlichen Korrosionsschutz.


Prototyp vorgestellt

Allerdings war der Streuer nicht die einzige Neuerung, die getestet wurde. Mit der sogenannten »SnowCombi« wurde ein interessanter Prototyp nach Österreich gebracht. Das Konzept besteht aus einem Schneeschild mit einer dahinter gelagerten Kehrmaschine vom Typ »580« und kommt ursprünglich aus dem Flughafen-Bereich. »Jetzt erproben wir gerade den Kommunal-Einsatz«, berichtet Frank Blömer, Business Development bei Bema. Bei den gefahrenen Tests machte das Gerät einen guten Ersteindruck. Allerdings wären schneereichere Zustände sicherlich wünschenswert gewesen, um die Leistung besser zu beurteilen. Vielleicht ist dies aber bald in anderem Rahmen möglich. Denn: »Wir evaluieren gerade, ob wir das Produkt zeitnah marktreif machen können.« Die Grundidee für eine »SnowCombi« in dieser Größe besteht schon seit einigen Jahren, wie Sonja Koopmann mitteilte. »Es gab auch immer mal wieder Anfragen, deswegen haben wir uns im vergangenen Jahr intensiv mit der Konstruktion eines Prototypen beschäftigt.« Wie auch bei den Kehrmaschinen liegt der Fokus hier auf einer Verringerung der benötigten Streumittel. Das Fazit lautet: Die Technik von Bema und Amazone hat überzeugt. Und zur Wahrheit gehört auch, dass die Zusammenführung dieser beiden »Entwicklerschubladen« sinnige, nachhaltige und vor allem technisch weitergedachte Lösungen auf den Weg gebracht hat.

 

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