Bau- und Nutzfahrzeuge

Allradantrieb für die Transporterneuheit

Automobiles Dangel ist heute im Spitzenfeld der französischen Hersteller von Allradnutzfahrzeugen zu finden. In den 1970er-Jahren hatte sich Firmengründer Henry Dangel einen Namen im Motorsport gemacht, ab 1975 begann er, sich für Allradfahrzeuge zu interessieren und entwickelte eine Umrüstungslösung für den Peugeot 504 vom Zweirad- zum Vierradantrieb. Im Frühjahr 1979 kam es zum Abschluss einer Partnerschaft mit Peugeot zum Vertrieb eines allradgetriebenen Peugeot 504, auf dem Firmentestgelände ist noch heute ein umgebauter Peugeot 505 zu sehen. In den drei Jahrzehnten seitdem avancierte Automobiles Dangel zu einem eigenständigen Konstrukteur, das immer noch familiengeführte Unternehmen fertigt heute 3 000 Fahrzeuge pro Jahr und exportiert diese in mehr als 30 Länder. Rund 86 % der Umbauten werden für gewerbliche Nutzfahrzeuge durchgeführt. Das Unternehmen besitzt heute eine ISO-Zertifizierung 2001 Version 2000. Die von den Kunden bei ihren Händlern bestellten Fahrzeuge werden direkt von PSA- und Fiat-Werken (Fiat-Modell Ducato) angeliefert. Anschließend folgen die Demontage und dann der Zusammenbau der vom Dangel-Engineering entwickelten Teile.»Mit den neuen Modellen ­Citroën Jumpy und Peugeot Expert haben wir die neue ›Powertrain‹-Abteilung geschaffen, in der Untereinheiten zusammengebaut werden«, sagt Dangel-Produktionsleiter Philippe Medemblik. Der Montageprozess sei hinsichtlich Effizienz und Qualität neu konzipiert worden.

Seit dem Jahr 2011 stellt Dangel sein Engineering-Zentrum auch anderen Unternehmen zur Verfügung, beispielsweise für den Bau von Prototypen oder digitalen Modellen. Dangel verfügt hier über die technischen und personellen Mittel für eine erfolgreiche Durchführung der Projekte mit 3D-Modellierungs- und Berechnungsprogrammen, Telemetriegeräten oder auch Prüfständen. Mit seiner Produktionslinie und über 100 Mitarbeitern kann das Unternehmen Dangel bei Bedarf neben den sonst üblichen zwölf auch bis zu 60 Fahrzeuge täglich ausliefern.Dangel setzt auf die Umrüstung von Serienfahrzeugen durch den Verbau eines Allradgetriebesystems. Im Vordergrund stehen dabei die Hochdachkombis. So werden die Modelle Peugeot Partner und Citroën Berlingo nach der Umrüstung bei Dangel dank Allradtechnologie zu universell einsetzbaren Pkw. Erhältlich sind sie in den Versionen 4x2 und 4x4 Traction Control, als Privat- oder Nutzfahrzeuge mit dem 1,6-l-Motor BlueHDi 100 CV, in kurzen und langen Varianten.

Version Trek 4x2


Mit der Produktreihe Trek bietet Dengel Modelle an, bei denen der Original-Zweiradantrieb erhalten bleibt und zusätzlich mit einem Sperrdifferenzial an der Vorderachse ausgerüstet wird. Das Zweirad-Umbausystem verfügt über die Dangel-typische Bodenfreiheit von 200 mm sowie über Schutzbleche, die unter dem Motor und der Gangschaltung verbaut sind. Trek-Umrüstungen sind erhältlich für die Modelle Peugeot Bipper und Partner sowie Citroën Nemo und Berlingo und können je nach Wunsch mit Grip Control (Herstelleroption) ausgerüstet werden. Die kleinsten Nutzfahrzeuge der Dangel-Baureihen werden von einem 1,3-l-HDI-Motor 80CV angetrieben. Für diese Modelle ist überdies ein Differenzial mit begrenztem Schlupf (Dangel-Option) verfügbar, mit dem die Lenkbarkeit des Fahrzeugs verbessert werden kann.

Version 4x4 Traction Control

Automobiles Dangel bietet für die gesamte ­Produktpalette auch die Allrad-Version Traction Control an.

Neuheiten für 2017


Das Dangel-Allradangebot wird im neuen Jahr durch die neuen Citroën Jumpy und Peugeot ­Expert erweitert. Die Modelle sind mit einem Viscokupplungs-Allradgetriebe ausgerüstet und verfügen mit den Motoren 2.0L Blue­HDi 120 und 150 CV über moderne Antriebssysteme. Sie sind erhältlich in den Kombi-Versionen (sechs bis neun Sitze) und als Kastenwagen, in drei verschiedenen Längen. »Unter normalen Bedingungen ist das System in Bereitschaft und läuft im Eco2WD-Modus. Verlieren die Vorderräder die Haftung, überträgt die Viskokupplung im Verteiler-Getriebe einen Teil des Drehmoments an die Hinterachse.Die Umschaltung in das Allradsystem erfolgt automatisch, das Drehmoment wird ohne den Eingriff des Fahrers zwischen den Vorder- und Hinterrädern des Fahrzeugs verteilt«, betont Medemblik. Je nach Bodenhaftungsbedingungen werde von zwei zu vier Antriebsrädern umgeschaltet, so ist das Fahrzeug leicht zu benutzen und bleibe gleichzeitig verbrauchsarm. Das Fahrzeug fährt bei ausreichender Haftung nur im 2WD-Modus. Die Garantiezeit beträgt zwei Jahre oder 100 000 km. Die Service­intervalle entsprechen denen des Basisfahrzeugs. Die Umbauzeit wird von Dangel mit sechs Wochen angegeben. Den Deutschlandvertrieb hat im Vorjahr die Firma De Bondt Fahrzeugaufbauten in Hamm übernommen. Das Unternehmen um Gründer Jörg De Bondt vertritt neben Dangel auch den Fahrzeugaufbautenanbieter für Kipper und Pritschen Henschel Engineering und den italienischen Kranhersteller Next Hydraulics.

Nach oben
facebook youtube twitter rss