Hochbau (Schalung/Gerüste/Beton) Themen

Abbruchtechnologie durch Wasserkraft bringt Zeitersparnis

Eines der führenden Spezialunternehmen für Abbruch durch Wassertechnologie – HiTech Industrial Services – hat den schadhaften Teil der Schutzmauer eines Bergwerks in Mackay (Queensland) beseitigt und dabei zwei Schneidroboter des Typs Aquajet Aqua verwendet. Die Methode ermöglichte das ständige Arbeiten, trotz der Nähe einer Schienenführung, die bei einem Einsatz von konventionellen Abbruchmethoden zu Einschränkungen geführt hätte. Eine fehlerhafte Zementladung war in einem Abschnitt der Schutzmauer gegossen worden, die eine Höhe von 9,3 m, eine Breite von 9,3 m misst und eine Dicke von 1 m aufweist.


Die Beseitigung des Abschnitts war notwendig, wäre jedoch die sonst übliche Drahtseilsägetechnologie verwendet worden, hätte der Kraneinsatz rund um Schienenschlösser befestigt werden müssen. »Durch die Verwendung von Aqua-Schneidrobotern konnte erreicht werden, dass die Gesamtzeit vor Ort gerade mal vier Wochen betrug, verglichen mit geschätzten sechs Monaten oder mehr, die ein Kran und eine Drahtseilsäge benötigt hätten«, sagt HiTech-Einsatzmanager Damien Turner.

Zwei Aqua Cutter im Einsatz


HiTech – gegründet im Jahre 1991 – hat sich auf den Abbruch durch Hochdruckwasserkraft und Wasserstrahl-Dienstleistungen spezialisiert und benutzte vor Ort einen Aqua Cutter 710V Evolution und einen Aqua Cutter HVD-6000 des schwedischen Wasserkraft-Abbruchsystemanbieters Aquajet Systems, die durch den in Adelaide ansässigen Händler Metco geliefert wurden.


Der 710V Evolution Robot wurde mit einem 11-m-Mast ausgestattet, um die Spitze der Mauer bequem zu erreichen. Er wurde sowohl für horizontale und vertikale Einsätze als auch für Überkopfarbeiten konzipiert und verfügt über eine 3D-Positionierung des vorderen Arbeitskopfes, was dem Bediener ermöglicht, jeden Bereich zu erreichen sowie in begrenzten Bereichen zu arbeiten.


Der HVD-6000, der über eine vergleichbare 3D-Eigenschaft verfügt, wurde mit einem Standard-5-m-Mast ausgestattet.»Hinter der Baustelle befand sich eine 32 000-V-Schiene, die für den Kohlentransport benutzt wurde. Die Schiene befindet sich gerade mal 2 m hinter der Mauer«, so Turner. »Wir haben vorgeschlagen, eine 8 mm dicke Stahlplatte hinter der Mauer anzubringen, die durch Verschalungen und Trägern gestützt wurde, damit fliegende Trümmer nicht auf die Züge schlagen. Ebenso bewahrte die Platte den Strahl davor, auf die Stromkabel zu treffen. Abgesehen von der Geschwindigkeit und dem Vorteil der Beseitigungsmenge durch die Verwendung von Abbruchtechnologien durch Wasserkraft, half uns die Idee mit der 8-mm-Schutzplatte, den Auftrag zu bekommen. Es war wichtig, dass die Züge weiter betrieben werden konnten.« Der Wert einer vollen Zugladung wird auf umgerechnet rund 2,4 Mio. Euro geschätzt. Somit sei es wichtig gewesen, sicherzustellen, dass es zu keinen Verzögerungen kam.


Obwohl HiTech vier Wochen lang vor Ort an der Baustelle war und rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche arbeitete, konnte die Beseitigung von 86 m³ beschädigten Zements in gerade mal 172 Abriss-Stunden erreicht werden. »Auf der Baustelle war ein großer Teil an Reorganisation und anderen Arbeiten erforderlich und sehr viel von unserer Zeit wurde für die aktive Bereitschaft aufgewendet«, sagte Turner. »Die tatsächliche Arbeit warf keine unerwarteten Probleme für die Aquajet-Roboter auf.«


Die beseitigte Zementmenge betrug 40 MPa, die Verstärkungsstreben hatten einen Durchmesser von 32 mm und einen allgemeinen Abstand von 15 mm und 200 mm. An manchen Stellen betrug der Abstand 50 mm. Die Verwendung der Abbruchtechnik durch Wasserkraft stellte sicher, dass die Verstärkungsstäbe nicht während der Beseitigung des schadhaften Zements beschädigt wurden.

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