Bau- und Nutzfahrzeuge

260 Tonnen unterwegs in der Schweiz

Die Transportroute des 160 t schweren Druckgetriebes führte quer durch den Schweizer Kanton Jura und hatte es in sich: Der 4,3 m hohe Koloss mit einem Durchmesser von 6,3 m musste auf den bis zu 20 Goldhofer-Achsen teils millimetergenau über enge Kantonstraßen und über mehrere Autobahnbrücken bugsiert werden. Das technische und logistische Bravourstück wurde am Ende mit viel Erfahrung und besonderer Ingenieursleistung ohne Probleme und ohne Schäden gemeistert. »Wir von Goldhofer sind ja schon so einiges gewohnt, doch das war wieder einmal eine ganz besondere Leistung«, sagt Markus Heinle zufrieden, der bei Goldhofer für die Koordination des »Feldmann-Transports« zuständig war. Sein fachmännischer Rat, das Projektmanagement und das Know-how des Unternehmens wurde auch von den Verantwortlichen des Schweizer Transportunternehmens ausdrücklich gelobt: »Wir können uns auf Goldhofer immer absolut verlassen. So macht es Spaß, neue Herausforderungen zu meistern«, so Marcel Guilbert, Bereichsleiter Transport und verantwortlicher Projektleiter bei Feldmann Pneukran und Transporte.Von Courtedoux (Kanton Jura) bis nach Balsthal im Kanton Solothurn sind es nur 68 km quer durch eine Berglandschaft, die mit dem Pkw in einer guten Stunde zu schaffen sind. Wer diese Strecke jedoch mit bis zu 20 Achsen, einer Gesamtlänge von bis zu 45,5 m und einem Gesamtgewicht von rund 260 t bewältigen muss, hat kaum einen Blick übrig für die Naturschönheiten des Kettenjura. Eine große Hürde stellte sich dem »Feldmann-Transport« gleich zu Beginn, wenige Kilometer nach dem Start in Bure: Zwei Autobahnbrücken der A 16 von Porrenturuy bis Delémont galt es zu überwinden und die Schweizer Behörden ordneten angesichts des hohen Gewichts an, diese Teilstücke mit 20 Achsen zu überfahren. Daher musste der 16-Achser noch einmal um vier zusätzliche Achsen erweitert werden, um die Achslast zu verringern. Mit dem modularen Schwerlastsystem THP/ET von Goldhofer war das allerdings »eine unserer leichteren Übungen«, wie Heinle betont.Kostensenkung


Als Schlüssel des erfolgreichen Transports erwies sich neben den Schwerlastachsen des THP/ET-Systems von Goldhofer einmal mehr das Easy-Load-System des Herstellers. Dieser Software war es zu verdanken, dass die Ladung immer punktgenau so verteilt werden konnte, dass der tonnenschwere Transport gefahrlos, vorschriftsmäßig und sicher über die Straßen rollte. »Auch bei den Autobahnfahrten konnte der Spurplan für die Achs­erweiterung belassen werden, sodass wir die Ladung für den Umbau nicht mehr anheben mussten«, kommentiert Projektleiter Marcel Guilbert erleichtert. Wo nötig, wurde die Ladung mithilfe des hydraulischen Achsausgleichs der Pendelachsen von bis zu 300 mm angehoben. Dank der hohen Flexibilität und Zuverlässigkeit des Transportsystems war es möglich, den Schwertransport nicht wie sonst üblich ausschließlich nachts durch den Schweizer Kanton zu führen, sondern auch tagsüber: »Das verringerte die Projektzeit und dadurch natürlich auch die Kosten erheblich«, freute sich Guilbert.


Jetzt zahlte sich auch die minutiöse Vorarbeit der Feldmann-Verantwortlichen aus: Die zuständige Montagegruppe hatte sich mehrere Wochen lang auf den »Tag X« vorbereitet: Alle störenden Elemente wie Markierungspfosten, Straßenschilder bis zu ganzen Ampelanlagen waren rechtzeitig entfernt oder kurzfristig abgebaut worden, sodass alle Voraussetzungen für einen »reibungslosen Ablauf« gegeben waren. An besonders engen Passagen war es notwendig, via Funkfernsteuerung in die Achssteuerung der Module manuell einzugreifen und den Transport so problemlos um engste Radien zu bringen.Die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden war aus Sicht der Transportspezialisten vorbildlich und konstruktiv. »Auch das war ein wesentlicher Mosaikstein für das Gelingen des Projekts«, macht Marcel Guilbert deutlich. Zwar hatte es einiger Überzeugungsarbeit bedurft, doch am Ende gaben die Behörden in der Region Basel sogar grünes Licht für die Befahrung von Straßen, die eigentlich nicht für Transporte mit einer so hohen Tonnage zugelassen sind. Für Feldmann war der 260-t-Transport unter erschwerten Bedingungen eine Premiere der besonderen Art, nie zuvor hatte das Unternehmen eine Nutzlast von 160 t transportiert.


»Wir haben einmal mehr gezeigt, dass wir der verlässliche Partner für unsere Kunden sind. Am Feldmann-Transport wird erneut deutlich, dass sich unsere Kunden nicht nur auf die innovativste und beste Technologie am Markt verlassen können, sondern auch auf unsere Kompetenz und unser Know-how im Projektmanagement. Auf diesen Mehrwert kommt es bei kniffligen Herausforderungen an«, betont auch Goldhofer-Vorstandsvorsitzender Stefan Fuchs.

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