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Usetec 2014: Weltmesse für Gebraucht-Technik stößt auf positive Resonanz

»Viele Firmen haben bereits auf der Messe diverse Geschäfte mit in- und ausländischen Einkäufern getätigt«, bilanziert Veranstalter Florian Hess. »Darüber hinaus lassen die zahlreichen geknüpften Kontakte wieder ein starkes Nachmessegeschäft erwarten.« Auch die Partner der Usetec ziehen eine positive Bilanz. »Zwar war der Umfang der Messe geringer als in den Rekordjahren«, vergleicht Kurt Rader­macher. »Dennoch wurden unter dem Strich viele Maschinen vom Stand weg verkauft und Geschäfte angeschoben«, resümiert der Geschäftsführer des Fachverbands des Maschinen- und Werkzeuggroßhandels (FDM). »Es haben sich qualitativ hochwertige Kunden an den Ständen eingefunden.« Er betont, dass die Marke Usetec längst für die ganze Welt der Gebraucht-Technik stehe. »Das gesamte Jahr auf den Kombi-Webseiten usetec.com und machinestock.com sowie einmal im Jahr real zum Anfassen auf der gerade abgeschlossenen Messe.« Die verzahnten Plattformen sollen für große Transparenz sorgen. Hier sieht sich der FDM als Partner und Berater seiner Mitglieder in der Fachgruppe ­Gebrauchtmaschinen, die weltweit agieren.


Auch für die European Association of Machine Tool Merchants (EAMTM) hat sich die Usetec-Beteiligung gelohnt. »Von uns haben 35 Mitgliedsfirmen ausgestellt«, hebt ­André Skenazi hervor. Der EAMTM-Generalsekretär hat von diversen Abschlüssen erfahren. Selbst hat der EAMTM im Rahmen der Usetec neue Mitglieder gewonnen oder kon­krete Mitgliedsanfragen erhalten. Ein wichtiges Anliegen war es für den europäischen Händlerverband, seine Online-Datenbank machinedeal.com vorzustellen. »Wir sind der Überzeugung, dass die Usetec als internationaler Gebrauchtmaschinenmarkt gerade im Internetzeitalter ­bedeutsam ist«, formuliert Skenazi.


Türkei stärkstes Besucherland

Der Bundesverband des Deutschen Exporthandels (BDEx) hat zuletzt großes Interesse an Gebrauchttechnologie in Zentralasien festgestellt. »Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan«, zählt Jens Nagel auf. »Besonders Baumaschinen für Infrastrukturprojekte sind gefragt«, beobachtet der BDEx-Geschäftsführer. Nach wie vor befindet sich die Türkei im Aufschwung und hat noch Nachholbedarf: »In einigen Gebieten Anatoliens hat der Industrialisierungsprozess gerade erst begonnen«, weiß Nagel. Die Zahlen der Usetec 2014 bestätigen seine Analyse. Hinter Gastgeber Deutschland (29 % der Besucher) war die Türkei stärkste Besuchernation der Messe. Das schlug sich bei den Verkäufen nieder. Das Land zwischen Europa und Asien ist einerseits ein immer wichtigerer Absatzmarkt, gleichzeitig wird die Türkei als Produktionsstandort hochwertiger Technologie zunehmend bedeutsamer. Hinter der Türkei belegt der Iran den zweiten Platz in der Statistik der Usetec-Auslandsbesucher, gefolgt von Ägypten, Russland und Nigeria. Trotz der politischen Situation waren auch wieder viele Einkäufer aus der Ukraine auf der Messe vertreten (Platz sechs). Indien, Moldawien, Belarus und Litauen belegten die Plätze sieben bis zehn. Die Niederlande stellten die stärkste Ausstellernation unter den Anbietern aus 23 Ländern. Ebenfalls in größerer Zahl waren Großbritannien und Italien präsent.


Zur Usetec 2014 kamen neben individuell anreisenden Geschäftsleuten auch Delegationen, unter anderem aus der Türkei, dem Nahen Osten und Afrika. Weiterhin war in diesem Jahr eine gemeinsame Delegation aus Uruguay und ­Paraguay auf der Messe zu Gast.


Auch im kommenden Jahr trifft sich wieder die Welt der ­Gebraucht-Technologie: Die nächste Usetec findet im April 2015 statt.

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