Aktuelles Unternehmensführung

Kellner & Kunz AG erweitert mit inconsoWMS

Großhändler setzt mit inconso auf automatisierte Logistikprozesse

Mit der Erweiterung der Logistikzentrale Wels geht der österreichische Großhändler Kellner & Kunz in die Offensive: Gemeinsam mit dem Logistiksoftwarespezialisten inconso startet die Realisierungsphase für den 23.000 Quadratmeter großen Erweiterungsbau, mit dem das Leitunternehmen der RECA-Group die existierenden Logistikprozesse umfassend modernisiert. Für den Neubau, bestehend aus einem Hochregallager (HRL) mit 15.400 Palettenplätzen und 200.000 zusätzlichen Behälterplätzen, kommt ein leistungsfähiges Warehouse Management System nebst Materialflussrechner von inconso zum Einsatz. Verladung und Versand von täglich rund 2.800 Lieferungen steuert Kellner & Kunz mit inconsoWMS und inconsoWCS künftig vollautomatisch an Gewerbe- und Industriebetriebe in ganz Österreich und Osteuropa.

Mit dem Handel von hochqualitativen Werkzeugen und Schrauben sowie umfangreichen Dienstleistungen im Bereich des C-Teile Managements für Handwerk und Industrie verzeichnet die Kellner & Kunz AG seit Jahren beständiges Wachstum. Der Gruppenumsatz wies zuletzt 273,2 Millionen Euro aus, ein Wachstum gegenüber 2017 von nahezu 12 Prozent. Die Kapazitäten des aktuellen Logistikzentrums in Wels stoßen dementsprechend an ihre Grenzen. In die Erweiterung in Form eines dreigeschossigen Funktionsgebäudes unweit der Bestandsanlage investiert Kellner & Kunz 45 Millionen Euro.

Mit Fertigstellung der Anlage setzt Kellner & Kunz somit weiterhin auf hochautomatisierte Ablaufprozesse. Mehr als 120.000 unterschiedliche Positionen hält der C-Teile Spezialist vor, die mit inconsoWMS transparent überblickt werden können. Über 60.000 Kunden in Österreich und elf ausländische Tochterunternehmen beliefert das Unternehmen aktuell von Wels aus – zunehmend bis ans Produktionsband. Eine Besonderheit des Projekts stellen die technischen Komponenten dar, die für Materialflüsse vom Wareneingang bis zum Versand zum Einsatz kommen. Dazu zählen unter anderem Elektrobodenbahnen und fahrerlose Transportsysteme für die Beförderung von Paletten, Behälterförderkomponenten in den automatischen Kleinteilelägern und Shuttlebereichen (Versandbahnen, Kartonaufrichter, Fördertechnik) und Sequenzierungskomponenten für das Andienen der vorkommissionierten Auftragsbehälter. Auch fahrerlose Transportsysteme sind vorgesehen, um ein effizientes Zusammenspiel zwischen bestehenden und erweiterten Gebäudebereichen für die Auftragssteuerung der vorkommissionierten Ware aus dem Bestand in den Neubau und Nachschübe aus dem sowohl bestehenden wie auch neuen HRL zu ermöglichen. Neben der klassischen Auftragsverarbeitung für Kunden in Handwerk und Industrie, umfasst die Logistik des Standorts Kanban-Belieferungskonzepte, kundenspezifische Etikettierprozesse und den konsolidierten Warenversand. Künftig soll ebenfalls die Auftragssteuerung der bestehenden Anlage über inconsoWMS erfolgen.

Mit der neuen Softwarelandschaft hält das Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen an seinen hohen Leistungsansprüchen fest. Doch auch im Zuge der Standorterweiterung setzt Kellner & Kunz auf den „Faktor Mensch“. Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen sind erstmals 2012 im barrierefreien Dienstleistungszentrum tätig geworden. Heute sind es rund 100 Menschen mit Beeinträchtigung, die das Zusammenstellen der Montage-Sets übernehmen. Auf dieses Konzept ist das Unternehmen besonders stolz und beweist, wie Logistik der Zukunft noch aussehen kann.


 

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