Hochbau (Schalung/Gerüste/Beton) Themen

Gotik trifft Technik

Bereits während der Sanierungsarbeiten am Nordturm sorgte ein GEDA Multilift P18 Comfort für den zügigen und sicheren Personentransport entlang der Fassade. Der bayerische Bauaufzughersteller GEDA-Dechentreiter erhielt den Auftrag über seinen Partner BNS aus Chemnitz, der eng mit dem Münchener Gerüstbauer SGM Stahlrohrgerüstbau zusammenarbeitet. Dank der guten Kooperation der Firmen und der erfolgreichen Sanierung des Nordturms erhielten alle beteiligten Unternehmen erneut den Zuschlag für das Sanierungsprojekt Frauenkirche.Wenige Quadratmeter Grundfläche

Gerade in Stadtzentren und bei geringen Platzverhältnissen zeigen sich die Vorteile des Multilifts. Im Vergleich zu größeren Personen- und Materialaufzügen reichen dem Multilift wenige Quadratmeter Grundfläche. Ein Fundament ist nicht notwendig. Die komplett vorinstallierte Grundeinheit, bestehend aus Fahrkorb, Umwehrung, Flachkabeltopf und Antrieb wird als eine Einheit geliefert – mit perfekten Maßen zur Containerverladung und zum Lkw-Transport. Lange Aufbauzeiten sind somit hinfällig. Der flache, platzsparende Kabeltopf – eine weiterer GEDA-Pluspunkt – ist bereits in die Umwehrung integriert und ist auf den ersten Blick nicht zu sehen. Dank des GEDA-Flachkabelsystems wird der gefürchtete Korkenziehereffekt vermieden.

Die Aufbauhöhe an der Frauenkirche beträgt 86 m, insgesamt 28 Haltestellen sorgen für die gute Erreichbarkeit der verschiedenen Ebenen. Mit einer Hubgeschwindigkeit von 32 m/min und einer Tragfähigkeit von 2 000 kg bzw. 20 Personen leistet der GEDA Multilift P18 wertvolle Fahrdienste. Einfach und praktisch in der Handhabung ist dabei auch die integrierte Etagenvorwahlsteuerung mit Digitalanzeige im Aufzug. Damit kann, wie in einem Hausaufzug, jede Etage per Knopfdruck angefahren werden. Ruckartiges Starten oder Bremsen wird durch die eingebaute Frequenzsteuerung vermieden. Sicherheitseinrichtungen wie die geschwindigkeitsabhängige GEDA-Fangvorrichtung und Überlastschutz oder auch Endschalter an der obersten und untersten Etage gehören zur Serienausstattung des Multilifts. Für die Sicherheit am Übertritt vom Aufzug zu den Etagen am Gerüst sorgten GEDA-Etagensicherungstüren. Diese sind mechanisch verriegelt und elektrisch überwacht,

d. h. das Gerät stoppt bzw. fährt nicht an, falls die Etagensicherungstüre nicht korrekt verschlossen wurde.Automatische Schmiereinrichtung

Wie bei allen GEDA-Zahnstangenaufzügen ist die automatische Schmiereinrichtung beim Multilift P18 serienmäßig enthalten. Der Verschleiß an Zahnstange und Ritzel wird dadurch deutlich verringert.

Die Fassade der Frauenkirche stellte noch eine weitere Herausforderung: Das Gemäuer sowie das Gerüst können nur begrenzt Kräfte aufnehmen. Der Multilift P18 wird dieser Anforderung dank seiner niedrigen Verankerungskräfte gerecht. Bis 2016 sollen die Sanierungsarbeiten am Südturm der Frauenkirche noch dauern. Die Mammut-Baumaßnahme am Münchner Wahrzeichen ist aber noch lange nicht abgeschlossen. Nachdem die beiden Türme in neuem Glanz erstrahlen, ist das Kirchenschiff an der Reihe. Um Schäden schneller zu beheben oder vollständig zu vermeiden, wird das Bauwerk in Zukunft im Rahmen eines Baupflege-Programms kontinuierlich beobachtet.

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