OEM, Maschinen-, Fahrzeug- und Antriebstechnik – Wartung, Pflege, Instandhaltung

Die Lage wird ausgelotet

Der Familienbetrieb Knebel Drilling liefert Hydraulikausrüstungen mit elektronischen Steuerungen für verschiedene Bohrmaßnahmen. Da es jedoch keine zwei gleichen Bohrprojekte gibt, passt das Unternehmen jedes Produkt individuell an die jeweilige Anwendung an. So montiert Knebel beispielsweise Bohrgestelle je nach Bedarf auf Lkw oder Raupenfahrzeuge – und erst kürzlich auch auf den ersten Mercedes-Lkw Zetros 6x6.

Im Meer


Da Tiefseebohrungen nach Erdöl mit hohen Kosten verbunden sind und hierfür schweres Bohrgerät benötigt wird, untersuchen Bohrfirmen zunächst die Qualität des Seebodens, um festzustellen, ob dieser die Konstruktion trägt. Aus diesem Grund war auch ein Bauunternehmer aus Dubai, der sich auf ein Projekt einließ, bei dem 200 m unter dem Meeresspiegel gebohrt werden musste, darauf bedacht, seine Bohranlage mit einem neuen Antrieb auszustatten, der für diesen Job wirklich geeignet war. Auf der Wunschliste standen neben einem Power-Pack und einem Rotary-Pack auch schnelle Lieferung und attraktiver Preis. Knebel lieferte ein hydraulisches Power-Pack, das auf diese Anwendung und die Preisvorstellungen des Kunden zugeschnitten war. Das Paket umfasste eine Schlammpumpe, einen Hydrauliktank, Wasserkühler, Winden sowie ein Drehbohraggregat mit zwei kompakten John-Deere-Motoren: dem 6.8L mit 168 kW (225 PS) und dem 4.5L mit 111 kW (149 PS).

An Land

Auch wenn es um Bohrlösungen für landgestützte Projekte geht, wenden sich viele Bohrfirmen an Knebel. Im Frühjahr 2012 lieferte das Unternehmen ein Antriebsaggregat aus, das auf einem speziell konstruierten Bohrstangenträger montiert war und für den Einsatz im Rahmen eines Bewässerungsprojekts in Ghana bestimmt war. Mithilfe eines Trägers, über den die Stangen der Bohranlage zugeführt werden, konnte der manuelle Arbeitsaufwand um die Hälfte reduziert werden. Auch bei diesem Paket hat sich Knebel für einen John-Deere-Motor als Antrieb entschieden: Wegen seiner Einfachheit und aufgrund des Preises fiel die Wahl auf den 6.8L. »Da der 6.8L keine Common-Rail-Hochdruckeinspritzung besitzt, ging der Einbau recht schnell vonstatten; außerdem ist dieser Motor vom Bediener vor Ort leicht zu warten«, erklärt Knebel-Geschäftsführer Claus Bøystrup.

Unterstützung für besondere Kundenanforderungen


Den Support für beide Projekte leistete der dänische John-Deere-Vertriebspartner West Diesel Engineering. Die Hilfestellung reichte von 2D-Zeichnungen, Spezifikationen, Ersatzteillisten und technischer Unterstützung bis hin zur Bereitstellung und Hilfe bei der Installation von Chalwyn-Ventilen für das DubaiPack. »Wenn Sie unterirdisch bohren, können Bodengase in den Motoreinlass geraten. Die Chalwyn Ventile verhindern, dass diese Gase im Motor verbrannt werden«, so Bøystrup. »West Diesel hat beim Testen, Installieren und Versiegeln des Ventils sehr wertvolle Dienste geleistet.«

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