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Deutsche Bauwirtschaft zur Bauprognose 2015: Nominales Umsatzplus von 2 % erwartet

»Eine anhaltend hohe Zuwanderung, ein stabiler Arbeitsmarkt verbunden mit steigen­den Real­einkommen der privaten Haushalte, ein historisch niedriges Hypothekenniveau und Minimalrenditen auf alternative, sichere Kapitalanlagen schaffen weiter ein äußerst günstiges Umfeld für Wohnungsbauinvestitionen«, so Loewenstein. Der Umsatz des Bau­hauptgewerbes im Wohnungsbau werde im laufenden Jahr um 3 % auf 36,8 Mrd. Euro steigen. »Für die Entwicklung im Wirtschaftsbau wird es entscheidend darauf ankommen, wie sich die Gesamtwirtschaft entwickelt. Kommt es – vor allem durch anhaltend niedrige Ölpreise – tatsächlich zu einem kleinen Konjunkturschub für Deutschland und legen die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts zu, könnte die Entwicklung im Wirtschafts­bau dynamischer ver­laufen, als es sich derzeit abzeichnet«, so Bauer. Aktuell erscheine im Wirtschaftsbau ein nominales Umsatzplus von 1,5 % auf 36,3 Mrd. realistisch. Für den Öffentlichen Bau befürchten die Verbände, dass die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte erneut zu Lasten von Investitionen geht. Betrachte man die Einnahmeseite, könnte man 2015 auf einen deutlichen Investitionsschub hoffen. Ein Blick in die Vergangen­heit zeige, dass man sich darauf nicht verlassen dürfe. Seit dem Vorkrisenjahr 2008 seien die Steuereinnahmen bis 2014 um 16,7 % angestiegen, während das Umsatzplus im Öffentlichen Bau lediglich bei 7,4 % gelegen habe. Schon jetzt sei absehbar, dass die Ausgaben des Bundes für Baumaßnahmen um 140 Mio. Euro bzw. 2 % unter dem Vorjahres­ergebnis liegen. Auch bei den Bundesländern sei im laufenden Jahr nur mit stagnierenden Bauausgaben zu rechnen. Lediglich die Gemeinden, auf die aktuell etwa 55 % der öffentlichen Bauausgaben entfielen, würden 2015 Jahr laut Deutschem Städtetag ihre Bauausgaben um 2 % erhöhen. Aktuell müsse man für den Öffentlichen Bau von nur + 1 % ausgehen, der Umsatz liege damit bei 28 Mrd. Euro.

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