Bau- und Nutzfahrzeuge

Bau-Profi in Neuauflage

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Mit Volvo Dynamic Steering hat der Anbieter ein Lenksystem entwickelt, das auf einen an die Lenkwelle montierten Elektromotor setzt, der 2 000 mal pro Sekunde durch die elektronischen Steuergeräte des Lkw geregelt wird und eine Drehmomentüberlagerung erzeugt. Das Drehmoment ist progressiv und verleiht der Lenkung bei Bedarf mehr Kraft, wodurch unabhängig von Last und Reifen ein vorbestimmtes Lenkgefühl entstehen soll. Dies führt nach Anbieterangaben zu einem be­ruhigend vorhersagbaren Fahr­erlebnis. Bei hohen Geschwindigkeiten werden Unebenheiten ausgeglichen und Schlaglöcher geschluckt.Bei niedrigen Geschwindigkeiten hingegen verspricht das System mehr Lenkunterstützung für den Fahrer – bis zu 85 % zusätzliche Lenkkraft. Zudem kehrt das Lenkrad automatisch in die Neutral-Stellung zurück. Die Lenkung korrigiert beispielsweise durch Windböen verursachte Kursabweichungen. Rückwärtsfahren gelingt ebenso einfacher, weil das Lenkrad in die Neutral-Stellung zurückkehrt und dort bleibt. Wenn die Fahrbahn geneigt ist, gleicht die Lenkung die Schräglage aus und korrigiert den Kurs.


Untere Frontpartie

Damit auf engen Wegen, im Steinbruch oder in der Kiesgrube am Lkw Schäden vermieden werden, ist die FMX-Reihe entsprechend geschützt. Dies betrifft die gut verankerten und geschützten Hauptscheinwerfer ebenso wie die Ölwanne. Auch die Stoßfänger wurden den rauen Einsatzbedingungen angepasst und bestehen aus drei Stahlbauteilen, ihre Befestigungen sind nicht verdeckt und für Reparaturen leicht zu lösen. Dadurch können beschädigte Teile leicht ausgetauscht werden. Der Stahlstoßfänger ist zudem mit einer dicken Polypropylenschicht versehen, die nach dem Eindrücken in ihre ursprüngliche Form zurückkehrt.


Die gesamte untere Front ist als Kastenkonstruktion ausgelegt. Alle Teile interagieren, wodurch die Konstruktion sehr robust ist, sich aber gleichzeitig auch bei einer Kollision mit einem Pkw elastisch verhält. Die Motorschutzplatte unter dem Motor ist 3 mm stark und schützt nicht nur die Ölwanne, sondern auch die Schläuche und den Kühler.Luftfederung hinten

Im Hinblick auf eine große Bodenfreiheit (300 mm unter den Stabilisatoren 335 mm unter dem Differenzial) hat Volvo eine Luftfederung GRAS-G2 für bis zu drei Achsen konstruiert. Gleichzeitig lagen überragende Stabilität und hoher Fahrkomfort im Blickfeld, ob mit oder ohne Ladung. Es gibt keine Aufhängungsteile außerhalb des Hinterreifenradius. Dadurch kann das Fahrgestell leichter für Anwendungen wie beispielsweise Asphaltfertiger oder Kipper eingesetzt werden. Die speziell für die Kiesgrube entwickelte Hinterrad­federung punktetet mit einer hohen Achsaggregatlast (Tandemachse: 26 t, Tridem: 36 t).


Der optimierte Hinterachsdruck der einzelnen Achsen verspricht eine bessere Traktion und ist der Luftfederung zu verdanken. Bei Bedarf kann der Fahrer die Achslastverteilung anpassen, um die Traktion zu verbessern. Die Luftfederung soll auch für eine bessere Schwingungsentkoppelung des Fahrzeugs sorgen und besonders im unbeladenen Zustand den Fahrkomfort erhöhen helfen. Dies trägt auch zu einer höheren Durchschnittsgeschwindigkeit bei.


Die über der Achse montierten Luftbälge liegen geschützter, ihre neue Position trägt auch zur großen Bodenfreiheit bei. Die Position des Stabilisators führt zu geringeren Torsionskräften am Fahrgestell und zu einer besseren Roll- und Kippstabilität.


Allradantrieb

Für sehr hügeliges Gelände und extrem schlechte Straßenverhältnisse gibt es die Option des zuschaltbaren Allradantriebs, verfügbar in den Konfigurationen 4 × 4 und 6 × 6, dazu kommt noch die 8 × 6-Konfiguration mit angetriebener Vorderachse, die jetzt zum Standardangebot von Volvo gehört. Die Betätigung der Differenzialsperre kann automatisch oder manuell, pro Achse oder an allen Antriebsachsen erfolgen. Alle Differenziale können während der Fahrt gesperrt werden.


Die neue angetriebene Vorderachse ist für ein hohes Drehmoment und schwere Lasten ausgelegt. Sie hat dieselbe Position wie die nicht angetriebene Achse. Im Vergleich zur alten Achse ist sie um 100 mm weiter nach vorn versetzt.


Fahrassistenzsysteme

Im Hinblick auf die Sicherheit kann ein FMX den Fahrer mit Merkmalen wie einer Impuls-Streckbremse, dem Notbremslicht, einem Abstandsregeltempomat mit Kollisionswarnung, der Spurwechselunterstützung oder auch dem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) bieten.


Das Zusatzpaket »Offroad« wird als nützliche Software für I-Shift, der automatisierten Schaltung für den FMX, angeboten. Das Programm optimiert die Schaltstrategie im Gelände, unterstützt das Anfahren und hilft beim Fahren auf schlechten Straßen und hügeligem Gelände.


Weitere I-Shift-Varianten sind: »Basis«, »Verteiler- und Baustellenverkehr«, »Fernverkehr und Wirtschaftlichkeit« (mit und ohne »I-See«) und das »Schwerlastprogramm«.


Dieselmotoren

Motoren in acht verschiedene Leistungsvarianten mit bis zu 540 PS werden für den FMX angeboten: vier 11-l-Motoren (D11) und vier 13-l-Motoren (D13). Die Volvo-Motorbremsen bieten zudem 375 kW (510 PS) Bremsleistung beim D13 und 290 kW (394 PS) beim D11. Für das Angebot an Motoren gemäß Euro 6 verspricht Volvo nach wie vor dieselben Fahreigenschaften und Zuverlässigkeit wie bei den Euro-5-Motoren.


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Volvo FH16 für Euro 6 ab Frühjahr erhältlich


Im Frühjahr wird das Flaggschiff von Volvo Trucks, der Volvo FH16, in

Euro-6-Konfiguration eingeführt. Die neue Generation von 16-l-Motoren soll nicht nur den strengen Vorgaben für geringen Schadstoffausstoß entsprechen. Volvo will auch die hohen Erwartungen erfüllen, die Kunden an Leistungs­fähigkeit und Produktivität stellen, wenn sie die Fahrzeuge für die anspruchsvollsten Aufgaben einsetzen.»Wir sind stolz darauf, dass wir erfolgreich die Anforderungen der Abgasnorm Euro 6 erfüllt haben und gleichzeitig die beste Fahrbarkeit und Leistung auf dem Markt erhalten konnten. Auch der Kraftstoffverbrauch bleibt wettbewerbsfähig«, so Kristin Signert, Managerin für den Fernverkehrssektor bei Volvo Trucks. Die neue Euro-6-Motorenbaureihe ist in drei Leistungsstufen erhältlich: 750 PS (3 550 Nm), 650 PS (3 150 Nm) und 550 PS (2 900 Nm). Alle drei Motoren sind auf das automatisierte I-Shift-Getriebe von Volvo abgestimmt. Die Motorversion mit 550 PS ist auch in einer Variante mit 2 800 Nm Drehmoment für den Einsatz in Verbindung mit einem manuellen Schaltgetriebe erhältlich. Der FH16 gilt als eines der leistungsfähigsten und markantesten Fahrzeuge der Branche und wird von Fahrern mit höchsten Ansprüchen, die das gebotene Mehr an Leistung, Produktivität und Komfort schätzen, hoch gelobt. Er wird beispielsweise als Zugmaschine für Schwertransporte oder für den Holztransport eingesetzt. Die aktuelle Version des Fahrzeugs wurde im Herbst 2012 vorgestellt. Etwas mehr als ein Jahr später ist es beim FH16 Zeit für den Schritt zu Euro 6, sodass er erheblich geringere Stickoxid- und Partikelemissionen verursacht. Der Verkauf des Volvo FH16 mit Euro-6-Motor beginnt im März, der Produktionsstart ist für Anfang Juni geplant.

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