Abbrucharbeiten und das Ausheben von tieferen Gräben gehören zu den technisch anspruchsvolleren und auch risikoreichsten Baggerarbeiten. Zugleich ist es schwierig, sie in der Praxis unter reproduzierbaren Bedingungen zu üben. Durch die Erweiterung der Software und des Curriculums für Raupenbagger um diese Szenarien ermöglicht CM Labs den Bauunternehmen, die Fähigkeiten ihrer Maschinenführer in einer kontrollierten, wiederholbaren Umgebung auszubauen – ohne Zeitdruck und ohne dass Fehler gravierende Folgen haben können.
Lisa Barbieri, Vice President Marketing und strategische Partnerschaften bei CM Labs, erklärt: „Weil Bauunternehmen immer komplexere Aushub- und Abbrucharbeiten übernehmen, muss sich die Ausbildung über die grundlegende Maschinenbedienung hinaus weiterentwickeln. Das spiegelt die Erweiterung unseres Curriculums wider und entspricht auch dem, was wir tagtäglich von unseren Kunden hören. Sie wünschen Schulungen, die die Maschinenführer auf die realen Arbeitsbedingungen und insbesondere auf anspruchsvolle Aufgaben vorbereiten. Das erhöht die Sicherheit und beschleunigt zugleich den Baufortschritt, weil die Abläufe eingeübt sind.”
Training unter realistischen Bedingungen
Deshalb ergänzt CM Labs im Rahmen des erweiterten Curriculum jetzt das Training von Abbrucharbeiten um das Arbeiten mit Hydraulikhammer, Abbruchzange und Abbruchschere, als Ergänzungen zum bestehenden Training mit Greifern. Der Schwerpunkt der Schulung liegt auf dem realistischen Einsatz der Anbaugeräte und dem Verhalten des Materials bei den üblichen praktischen Arbeitsabläufen.e
Bei den Übungen mit dem Hydraulikhammer lernen die Maschinenführer, wie man das Werkzeug mit einem Schnellwechselsystem anbringt und abnimmt, Betonteile kontrolliert zerkleinert und den anfallenden Bauschutt durch den Wechsel des Anbaugerätes (vom Hammer zum Greifer) aus dem Arbeitsbereich entfernt. Die Abbruchsimulation reagiert auf die tatsächliche Krafteinwirkung des Baggers, sodass Beton realistisch bricht, Bauschutt herabfällt und Materialien sich wie auf einer echten Baustelle verhalten.
Das Training mit der Abbruchzange erweitert die Kompetenz des Raupenbaggerführers, indem es das Einschneiden in Stahlträger und andere Bauteile simuliert. Dabei erhält der Bediener realistisches Feedback zum Materialwiderstand und zum Bruchverhalten.
Anspruchsvolle Grabenbau-Arbeiten mit realistischem Bodenverhalten
Um die Sicherheit und Effizienz bei Aushubarbeiten zu steigern, enthält das erweiterte Curriculum neben dem Aushub auch den Einbau von Verbausystemen für Gräben unter dynamischen, instabilen Bedingungen. Unter anderem wurde der Simulation ein neuer Bodentyp hinzugefügt, der besonders locker ist und deshalb die Stabilität des Grabens gefährdet, wenn Aushubstellen ungeschützt bleiben.
Durch die simulierte Installation von Verbauboxen bei realistischer Bodenreaktion können Unternehmen gemäß den einschlägigen Arbeitsschutzvorgaben für Aushubarbeiten in Tiefen von bis zu 1,50 m und mehr trainieren. Die entsprechenden Szenarien stellen einige der anspruchsvollsten Grabenbaubedingungen nach, denen Bediener in der Praxis wahrscheinlich begegnen werde. Damit bringen sie das Training von Raupenbaggerführern näher an die Komplexität der Praxis heran, als herkömmliche Methoden es zulassen.
Alan Limoges, Manager für Produktentwicklung und Partnerschaften bei CM Labs Simulations, sagt: „CM Labs ist derzeit der einzige Anbieter von Simulationssystemen, der die Installation von Grabensicherungssystemen bei dynamisch instabilem Bodenverhalten nachbildet. Diese Kombination ermöglicht es den Bedienern, praxisnah zu erleben, wie Bodenverhältnisse die Sicherheit bei Aushubarbeiten beeinflussen. Wenn sie sehen können, wie sich der Boden unter verschiedenen Bedingungen verhält, ist die Grabenabsicherung keine abstrakte Regel mehr, sondern wird quasi instinktiv berücksichtigt.“
KI-gestützte Anleitung zur Entlastung der Ausbilder
Das neue Curriculum für Raupenbagger bietet auch eine weitere ganz neue Funktion: die Unterstützung durch einen KI-Assistenten, der bei ausgewählten Schulungsszenarien sowohl schriftliche als auch gesprochene Anleitungen bereitstellt. In bestimmten Übungen kann der KI-Assistent kurz die korrekten Manöver vorführen, bevor er die Kontrolle wieder an den Bediener übergibt. Dadurch werden die routinemäßigen Eingriffe der Ausbilder reduziert und ermöglicht ihnen, sich auf komplexere Coaching-Aufgaben zu konzentrieren.