Aktuelles Verkehrswegebau – Tiefbau

WIRTGEN GROUP: Vögele - Kompaktes Kraftpaket mit vielfältigem Einsatzspektrum

Vögele-Fertiger der Universal Class bilden das Rückgrat vieler mittelständischer Bauunternehmen, lassen sich doch mit diesen Maschinen vielfältige Projekte abwickeln. Großer Beliebtheit erfreut sich neben dem nach Herstellerangaben meistverkauften Straßenfertiger der Welt, dem Super 1800-3i, auch der etwas kompakter dimensionierte Super 1600-3i. Warum das so ist, haben zwei Einsätze in Süddeutschland aufgezeigt.

Bei einer Straßensanierung in Karlsruhe fieberte ein neu formiertes Einbau-Team der Premiere des Super 1600-3i mit der Einbaubohle AB 500 TV entgegen. Es war die erste Asphaltbaustelle für das Bauunternehmen Oettinger überhaupt. Nicht so jedoch für den erfahrenen Straßenbauer und Bohlenbediener Marcel Keule. »Es ist toll, wieder den Geruch von frischem Asphaltmischgut in der Nase zu haben, und es dann mit so einer tollen Technik verarbeiten zu dürfen«, so Keule. Er und das Einbau-Team haben bei ihrem ersten Einsatz eine ­Binder- und Deckschicht in variierender Breite zwischen 3,5 m und 3,8 m auf einem kurzen innerstädtischen Abschnitt gefertigt.

Einfaches Bedienen legt die Basis für Qualität

Dass aus der Baustellenpremiere ein Erfolg wurde, lag am benutzerfreundlichen Bedienkonzept ErgoPlus 3, das dafür bekannt ist, seine Vorteile schon beim ersten Kontakt mit Vögele-Maschinen ebenso wie beim tausendsten Einsatz auszuspielen. ErgoPlus 3 folgt der Überzeugung, dass selbst die beste Maschine mit modernster Technik ihre Stärken nur auf die Straße bringt, wenn sie einfach und möglichst intuitiv zu bedienen ist. ErgoPlus 3 umfasst die Bedienplattform, die Fahrer- und Bohlenbedienkonsolen und integriert das Vögele-Nivelliersystem Niveltronic Plus. Die Konsolen sind logisch aufgebaut und halten für häufig benötigte Funktionen Kurzhubtaster bereit. Diese geben, so unterstreicht der Hersteller, selbst bei der Bedienung mit Handschuhen Feedback, wenn die Taste gedrückt wird. Weniger häufig vorzunehmende Einstellungen können im Menü der Farbdisplays aufgerufen und verändert werden.

Mit Ultraschall-Multi-Sensoren kontaktlos zu hoher Präzision

Die Anforderungen an die Einbaupräzision waren bereits beim ersten Einsatz hoch. So galt es, mit einer Genauigkeit von ± 4 mm zu arbeiten. Um den Wert einzuhalten, setzte das Oettinger-Einbau-Team auf zwei Ultraschall-Multi-Sensoren von Vögele. Sie tasteten berührungslos den Untergrund als Referenz ab und erreichten die geforderte Präzision im Zusammenspiel mit der Vögele-Nivellierautomatik Niveltronic Plus mühelos. Komfortabel ist die Kalibrierung der Sensoren gelöst, sie erfolgt durch die Funktion Schnelljustage auf Knopfdruck an den ErgoPlus 3-Bohlenbedienkonsolen. Daraufhin signalisieren LED-Nivellierkreuze an den Sensoren, ob die Soll- und Ist-Werte der Einbaustärke übereinstimmen.

Premiere im Hochschwarzwald

Auch in Titisee-Neustadt hat ein Einbau-Team die ersten Betriebsstunden eines neuen Super 1600-3i erfolgreich bewältigt. Die Entscheidung für den Universal-Class-Fertiger fiel nicht zuletzt aufgrund des großen Einsatzspektrums, das von kleinen Wegen bis zum Bau und der Sanierung von Landstraßen reicht. Dafür sprechen auch die Motorleistung von 116 kW, der große Aufnahmebehälter mit 13 t und die maximale Einbaukapazität von 600 t/h.


Die Asphaltierung eines Betriebsgeländes erforderte jedoch nicht die maximale Leistung der Maschine. Vielmehr galt es, bei häufigen Umsetzvorgängen möglichst wenig Zeit zu verlieren. Auch dabei unterstützte der Super 1600-3i das Einbau-Team, konkret mit der Umsetzfunktion AutoSet Plus. Dabei werden die aktuellen Einbaueinstellungen abgespeichert und können beim Ansetzvorgang auf Knopfdruck wiederhergestellt werden. Neben AutoSet Plus wartet die aktuelle »Strich 3«-Fertigergeneration des Weltmarktführers in seiner Premium Line mit weiteren Innovationen auf. So verringert beispielsweise das Eco-Plus-Paket Kraftstoffverbrauch und Schallemissionen deutlich.

Ausziehbohle ermöglicht selbst komplexe Einbauprofile

Der Super 1600-3i arbeitete im Hochschwarzwald in einer Breite von rund 5 m; genauer gesagt die Ausziehbohle AB 500 TV. Ihre maximale Einbaubreite beträgt 7,5 m. Sie erzielte bereits in der Version mit Tamper und Vibration gute Vorverdichtungswerte, sowohl bei der 10 cm starken Tragschicht als auch bei der 4 cm starken Deckschicht. Die Endverdichtung der beiden Asphaltschichten übernahmen drei Hamm-Walzen der HD-Serie, je eine HD 10, eine HD 12 und eine HD 14.

Der Einbau umfasste als Besonderheit das Herstellen mehrerer trichterförmiger Gefälle, damit das Regenwasser schnell abfließen kann. Die erfahrenen Bediener der AB 500 TV konnten dank der feinfühligen Mechanik die Querneigungsprofile an der Bohlenbedienkonsole perfekt einstellen und die Trichter präzise ausführen.

Handarbeit vermeiden

Eine Herausforderung der Baumaßnahme war der Einbau entlang von Gebäuden. Die Asphaltfläche reicht teilweise unmittelbar bis an die Außenwände heran. Auch hier konnte die AB 500 punkten. Die Ausziehbohle ist so konstruiert, dass sie bis weit nach außen einbauen kann und kaum Platz verschenkt. Damit konnten im Schwarzwald die Schaufeln und Besen die meiste Zeit in ihrer Halterung stecken bleiben, wurde doch kaum Handarbeit nötig. Zugleich war die Qualität bis auf die letzten Zentimeter der Asphaltfläche besonders hoch.

Der Raupenfertiger kann auf der Stelle wenden, indem die Raupenfahrwerke gegenläufig arbeiten. Zudem ist der Super 1600-3i mit einer Länge von lediglich 5,7 m besonders kompakt gehalten.    t

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