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Volvo Group und Daimler Truck gründen Joint Venture für Brennstoffzellenproduktion

Die Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck und Volvo Group haben eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. Ziel ist die serienreife Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen für den Einsatz in schweren Nutzfahrzeugen und anderen Anwendungsfeldern.

Mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen wandeln die chemische Energie des Wasserstoffs und den Sauerstoff aus der Luft in Elektrizität um. Diese Elektrizität betreibt die Elektromotoren des Elektrofahrzeugs. Dabei gibt es zwei Methoden zur Herstellung des benötigten Wasserstoffs: Der »grüne Wasserstoff« kann lokal an der Tankstelle erzeugt werden, wobei Strom verwendet wird, um Wasser in Wasserstoff umzuwandeln. Beim aus Erdgas hergestellten »blauen Wasserstoff« wird die Technologie der Kohlenstoffabscheidung genutzt, um einen kohlenstoffneutralen Brennstoff zu erzeugen. Ziel von Daimler Truck und der Volvo Group ist, in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts schwere Brennstoffzellennutzfahrzeuge für den anspruchsvollen und schweren Fernverkehr in Serie anzubieten. Darüber hinaus befasst sich das Joint Venture auch mit anderen Anwendungsfällen.


50:50-Joint Venture

Daimler Truck und die Volvo Group werden zu je 50 % am Joint Venture beteiligt sein, das als unabhängige und selbstständige Einheit agieren soll. Die Unternehmen werden in allen anderen Geschäftsfeldern weiterhin Wettbewerber bleiben. Die Bündelung der Kräfte soll die Entwicklungskosten für beide Unternehmen senken und die Markteinführung von Brennstoffzellensystemen in Produkten für den schweren Transport und anspruchsvolle Langstreckeneinsätze beschleunigen.

Das Joint Venture umfasst den deutschen Standort Nabern (derzeit Hauptsitz von Mercedes-Benz Fuel Cell) sowie weitere Produktionsstätten in Deutschland und Kanada.    t

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