Gewinnung – Aufbereitung – Abbruch – Brechen und Sieben Aktuelles

Volvo EC140EL - Der Kleine für’s Feine

Bevor die schweren Brocken anrücken, schickt man bei der WBA häufig erst einmal den kleinen Volvo EC140EL auf die Abbruchbaustelle. Er bereitet alles vor für den Einsatz der großen Kollegen.

DIE WESTFÄLISCHE BAU- UND ABBRUCHSERVICE GMBH (WBA) hat ihren Hauptsitz in Kamen-Heeren-Werve auf der Kreisdeponie des Kreises Unna (GWA). Das Unternehmen wurde 2010 als Nachfolgerin der BBKU (Boden, Bauschutt Kreis Unna) von Jörg Schäperklaus gegründet. 2012 eröffnete die WBA eine Zweitniederlassung mit einer nach §16 BimSchG genehmigten Aufbereitungsanlage in Werne an der Lippe und beschäftigt heute mehr als 40 Mitarbeiter.

„Zu unseren Arbeitsgebieten gehören neben dem Abbruch und Baustoffrecycling auch die Schadstoffsanierung von Böden und Gebäuden“, erklärt Jörg Schäperklaus. „Außerdem machen wir heute alle früher extern ausgeführten Aufgaben selbst, einschließlich der Schwerlasttransporte. Nicht zuletzt sind wir auch als Dienstleister für kleinere Bauunternehmen, die Kommune, die Schwerindustrie und Recyclingunternehmen tätig.“ Im Laufe der Zeit wurde dafür ein beachtlicher Maschinenpark aufgebaut, zu dem neben zwölf Baggern, zwei Radladern, zwei Brecheranlagen und zwei Tiefladern auch fünf eigene Kehrmaschinen gehören.

Seit 1995, also auch bereits zu den Zeiten des Vorgängerunternehmens, setzt Jörg Schäperklaus Volvo-Maschinen ein. Als jüngster Zuwachs ging der 15-Tonnen-Raupenbagger EC140EL im November 2016 bei WBA in Betrieb. Ist der nicht etwas zu klein für den Abbruch? Die Frage an den Geschäftsführer liegt auf der Hand. Der hat auch gleich plausible Gründe für sein kompaktes Gerät zur Hand: „Natürlich setzen auch wir auf unseren Abbruchbaustellen eher schwere Bagger zwischen 28 und 45 Tonnen Gewicht ein. Aber der kleinere hat auch seine Vorteile: Wenn wir auf engen Baustellen nicht gleich mit dem schweren Gerät an die Gebäude herankommen, schicken wir den EC140E vor, damit der vorab kleinere Gebäudeteile, Anbauten oder Vorbauten abreißt und Platz für die Großen macht. Kleinere Abbrüche wie Einfamilienhäuser schafft der EC140E auch spielend ganz alleine.“

Ausgerüstet wie ein Großer
Dafür ist der „Kleine“ aber auch wie ein „Großer“ ausgerüstet: Schutzgitter vorne und oben, Verstellausleger mit längerem Löffelstiel von drei Metern – für Arbeiten bis in eine Höhe von elf Meter – sowie ein vollhydraulischer Schnellwechsler für verschiedene Anbaugeräte und ein Kettenfahrwerk mit Gummipolstern zur Schonung von Straße und Bürgersteig. „Damit kann er direkt vom Tieflader zum Abbruchort fahren“, sagt Schäperklaus. Überhaupt ist für ihn der kleine Bagger ungemein praktisch: „Er verbraucht weniger, ist preiswerter beim Transport und damit auch kostengünstiger bei den Stundensätzen. Das wirkt sich positiv aus bei der Kalkulation. Das gesamte Handling ist absolut unkompliziert, der Einsatzbereich aber relativ groß – nicht zuletzt durch das komplette Sortiment an Anbaugeräten wie Hydraulikhammer, Schere, Sortiergreifer, Anbauverdichter, Tieflöffel und Räumlöffel.“

Die bisherigen Einsatzerfahrungen sind jedenfalls hervorragend und die Mitarbeiter extrem zufrieden, betont der Firmenchef. „Die Fahrer loben die Möglichkeit, filigrane Arbeiten dank der exakten Steuerung und leichten Bedienbarkeit sehr einfach durchführen zu können.“ Genau solche Arbeiten sind es, die der EC140E aktuell auf einer prestigeträchtigen Baustelle der Stadt Werne übernimmt. Hier wird nach langer öffentlicher Diskussion das in die Jahre gekommene alte Solebad mit Saunaanlagen abgerissen und anschließend durch einen modernen Neubau ersetzt. Das Auftragsvolumen liegt bei fünf Millionen Euro. Die Abbrucharbeiten haben im November 2016 begonnen. Hier zeigt der Bagger, wo seine Stärken liegen. Er reißt flache Vorbauten und Seitenflügel ab, ehe der EC360 für den Abbruch der größeren Gebäudeteile anrückt. Aber damit nicht genug: Der EC140E hilft mit bei der Anlage einer Baustraße, bei der Erschließung und der Erstellung der Fundamente und Bodenplatten. Maschinist Marcello Cordova fühlt sich auf dem Bagger wohl: „Die große Kabine ist komfortabel und bietet beste Übersicht. Der Bagger arbeitet leise und feinfühlig, und der Wechsel der Anbaugeräte ist durch den vollhydraulischen Schnellwechsler im Handumdrehen erledigt.“

Die Mitarbeiter waren es auch, die bei der Auswahl der Maschine ein gewichtiges Wort mitzureden hatten – und sich für den Volvo entschieden haben. Als ausschlaggebende Gründe führten sie die Qualität der Maschine insgesamt sowie den hohen Komfort und die einfache Bedienung an. Aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen mit Volvo-Maschinen weiß der Geschäftsführer, dass sie später einen guten Wiederverkaufswert am Markt erzielen, weil das Produkt dort gut angesehen ist. „Wir tauschen alle Maschinen nach fünf Jahren aus, und dann schlägt der hohe Wiederverkaufswert positiv zu Buche.“

Volle Kostenkontrolle
Um die Kosten rund um die Maschinen jederzeit im Griff zu haben, schließt der Unternehmer beim zuständigen Händler Swecon Baumaschinen komplette Wartungsverträge ab. „Damit erhalte ich alle Reparaturen, Wartungen und Inspektionen zum monatlichen Festpreis. Das liefert mir exakte Kostenfakten für meine Kalkulation. Auch hier zahlt sich ein kleines Gerät in der Wirtschaftlichkeit aus.“ Und die Betreuung durch die nahegelegene Swecon-Niederlassung in Anröchte sorgt für einen zuverlässigen Betrieb. Aufgrund der guten Erfahrungen hat Jörg Schäperklaus gleich zum Jahresbeginn 2017 einen EC250ENL bei Swecon geordert. Für ihn hat sich die Entscheidung, gezielt einen kleineren Bagger bei Abbrucharbeiten einzusetzen, als richtig erwiesen. Der Raupenbagger beweist, dass er die Arbeit der großen Maschinen erleichtert und effizienter macht. So heißt es hier zu Recht: „Lass doch mal den Kleinen ran.“

Nach oben
facebook youtube twitter rss