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Volvo CE: Schwedischer Elektrobagger arbeitet für die »Flower Show«

Die »RHS Chelsea Flower Show« in London ist bekannt für innovatives Gartendesign, verzierte Skulpturen und königliche Gäste. Was weniger Erwähnung findet, sind die Wochen harter Arbeit, Kreativität und Schaffenskraft, die in den Bau der aufwendigen Arrangements investiert werden. Das Team hinter dem vom britischen Designer Chris Beardshaw entworfenen »Morgan Stanley Garden« hatte ein ehrgeiziges Ziel: einen schönen Garten mit möglichst geringer Umweltbelastung zu erschaffen. Dazu gehörte auch der ECR25 Electric von Volvo CE bei seinem ersten Auftritt seit seiner Markteinführung im April auf der Bauma (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 5/19, Seite 12).

Die elektrische Volvo-Kompaktmaschine ECR25 war auf der Veranstaltung in bester Gesellschaft. Vom futuristischen urbanen Gartenexperiment des Designers Tom Dixon bis hin zu einem von der Herzogin von Cambridge mitentworfenen Waldfamilienreservat, gab es jede Menge zu bestaunen, um die rund 157 000 Besucher zu begeistern.

Für seinen Haupt-Show-Garten plante Chris Beardshaw so viele Umweltmerkmale wie möglich mit ein. Dazu gehörten nachhaltige Baumaterialien und Werkzeuge, extrem kohlenstoffarmer Beton, Brettschichtholz und energiesparende Leuchten. Und natürlich der Elektro-Kompaktbagger ECR25 – die erste elektrische Maschine, die bei der »RHS Chelsea Flower Show« am Bau eines Gartens beteiligt war.

»Ich arbeite seit Langem an Konzeptmaschinen, aber bei diesem Projekt hat man wirklich das Gefühl, dass man etwas Einzigartiges tut, dass Elektromobilität Realität wird und dass wir die eindeutige Botschaft vermitteln, dass die Umwelt wichtig ist. Es ist ein bedeutender Moment auf dem Weg von Volvo CE in eine nachhaltigere Zukunft«, berichtete Ahcène Nedjimi, Spezialist für Elektromobilität bei Volvo CE.


Der ECR25 stößt keine Partikel aus, kein Kohlendioxid und verursacht einen weitaus geringeren Geräuschpegel. Ein weiterer Vorteil für solche Landschaftsbauprojekte ist, dass keine Schadstoffe freigesetzt werden, die die sensiblen, wertvollen Pflanzen schädigen können. Damit ist es eine der saubersten Möglichkeiten, alle Bauarbeiten durchzuführen, die ein Garten dieser Größe erfordert.

»Die perfekte Arena geboten«

Aber kann sie auch den Produktivitätsanforderungen ihrer Diesel-Pendants gerecht werden? Nedjimi ist sich da sicher. Der ECR25 biete nicht nur die gleiche Grableistung wie sein »herkömmliches« Gegenstück, sondern erfordert auch keine spezielle Sicherheitszertifizierung. »Es handelt sich um einen äußerst sensiblen Arbeitsbereich mitten im Herzen Londons, welcher die perfekte Arena bot, um die einzigartigen Fähigkeiten der Maschine für die Innenstadt zu demonstrieren.«

Der Bagger wurde während des umfangreichen Gestaltungsprozesses über anderthalb Wochen in Betrieb genommen und kam beim Ausheben der Baustelle, beim Ausheben für die Fundamente des Hauptgebäudes und beim Graben für Baumpflanzungen und ein zentrales Wasserspiel zum Einsatz. Das Aufladen über Nacht erfolgte jeden Abend im Messegelände über eine übliche Haushaltssteckdose. Wenn tagsüber Schnellladungen erforderlich waren, benutzte der Bediener das bordeigene Ladegerät der Maschine.

Handling im Plus

Der Bagger habe laut Fahrer Peter Holmberg nicht nur die gleichen Arbeiten wie die konventionelle Dieselvariante problemlos ausgeführt, sondern auch das Handling sei noch angenehmer und präziser. Er bot auch eine ruhigere Arbeitsumgebung, in der es weniger Vibrationen in der Kabine gab, eine bessere Luftqualität und eine leisere Atmosphäre, die eine klarere Kommunikation zwischen den Mitarbeitern ermöglichte. Nach dem Debüt in London wird der elektrische Bagger nun auch bei weiteren Kunden im Praxiseinsatz getestet. »Null Emissionen und ein geringerer Geräuschpegel sind ein absoluter Meilenstein«, betont Ahcène Nedjimi. »Die Herausforderung besteht nun darin, den besten Weg zu finden, um sie noch schneller aufzuladen. Das ist etwas, woran wir gerade mit Hochdruck arbeiten.«    t

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