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SAF-HOLLAND: E-Achsen: erfolgreiche Erprobung weltweit

Die E-Achsen von SAF-HOLLAND sind vielversprechend in die Testphase im realen Speditionsbetrieb gestartet: Die Rekuperationsachse SAF TRAKr und die Trailerachse SAF TRAKe mit zusätzlichem E-Antrieb werden zurzeit international intensiv erprobt – mit positiven ersten Erfahrungen der Nutzer und neuen Erkenntnissen für die Weiterentwicklung.

Erstmals auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 vorgestellt, haben die E-Achsen von SAF-HOLLAND seitdem zahlreiche weitere Entwicklungsschritte durchlaufen. SAF TRAKr und SAF TRAKe nutzen Rekuperation, um die Emissionen und den Kraftstoffverbrauch des Gesamtzugs zu senken. SAF TRAKe unterstützt mit der gespeicherten Energie darüber hinaus den Hauptantrieb der Zugmaschine etwa bei Steigungen oder anspruchsvollen Straßenverhältnissen. Aktuell werden beide Achsen weltweit gründlich im Realbetrieb geprüft: Während die SAF TRAKr in Deutschland und Frankreich unterwegs ist, wird die SAF TRAKe außer in Frankreich auch in Südafrika, den USA und der Schweiz getestet.

Nachfrage nach zusätzlichen Erprobungsfahrzeugen
„Die ersten Erfahrungen der Fahrer und Flottenmanager fallen sehr positiv aus und die Nachfrage, weitere Erprobungsfahrzeuge mit den E-Achsen auszurüsten, steigt“, fasst Olaf Drewes, Director Group Innovation EMEA bei SAF-HOLLAND, zusammen. Vor allem die Rekuperationsachse SAF TRAKr komme gut an: „Die Fahrer heben den Komfortgewinn beim Fahren durch den rein elektrischen Betrieb des Kühlaggregates hervor.“

Bevorzugter Einsatzort der E-Achse sind Kühlfahrzeuge, in denen die Kühlaggregate zeitweise vollelektrisch betrieben werden können. Das verlängert die Lebensdauer der einzelnen Komponenten. Außerdem vermeidet oder reduziert der elektrische Betrieb die Geräusch- sowie die Abgas-Emissionen. So erfüllen Sattelzüge alle gesetzlichen Anforderungen, auch die Ansprüche an nächtliche Kühltransporte im innerstädtischen Lieferverkehr.

Die Versuchsfahrzeuge, die momentan global im realen Speditionsbetrieb unterwegs sind, fördern den Fortschritt der E-Achsen hin zur Serienreife. „Die Testergebnisse liefern uns wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Nutzung und des Einsatzprofils von SAF TRAKe und SAF TRAKr“, erläutert Olaf Drewes. Die erfassten Daten würden kontinuierlich mit den Auslegungskriterien für die einzelnen Komponenten verglichen und so in die weitere Entwicklung mit einfließen.


Abgestimmtes Gesamtsystem
Für den modularen Aufbau seiner E-Achsen setzt SAF-HOLLAND unter anderem auf die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Betriebsstrategie und Komponenten sind ideal aufeinander abgestimmt, sodass das System reibungslos funktioniert.

Viele Bauteile sind bereits fest in die E-Achsen integriert. So können Fahrzeughersteller die Trailerachsen ohne viel Aufwand montieren und Standard-Schnittstellen nutzen. Auch die Wartung ist einfach und kostengünstig: Sollen Radköpfe und Räder abgebaut werden, muss die Antriebseinheit nicht demontiert werden. Verschleißteile wie Bremsbeläge oder Bremsscheiben sind identisch zu den Komponenten der nicht angetriebenen Achsen von SAF-HOLLAND. Das sichert und vereinfacht die Ersatzteilversorgung.

Modularer Aufbau der E-Achsen von SAF-HOLLAND
Die SAF TRAKr nutzt ein Hochvolt-Generatormodul für die elektrische Rekuperation, ihre maximale Leistung liegt systembedingt bei 26 kW. Die SAF TRAKe ist eine Trailerachse mit Rekuperation und elektrischem Zusatzantrieb (maxima-le Leistung 120 kW) für mehr Traktion und Stabilität des Sattelzugs. Beide Achsen sind für Achslasten von neun bis zehn Tonnen ausgelegt. Außerdem sind sie erhältlich mit verschiedenen Scheibenbremsen für 19,5‘‘- und 22,5‘‘-Bereifung sowie für die Fahrwerksysteme SAF INTRA und SAF MODUL.

 

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