Aktuelles Verkehrswegebau / Tiefbau

R-Kraft startet mit Rivard-Saugbaggern durch

Das Duisburger Unternehmen R-Kraft hat zum Jahreswechsel die exklusive Händlerschaft in der D-A-CH-Region für den französischen Saugbaggerspezialisten Rivard übernommen. Die Maschinen stellen aufgrund ihrer präzisen, sauberen und umweltschonenden Arbeitsweise eine Alternative zu herkömmlichen Aushubmethoden dar.

Anders als ein Hydraulikbagger können Saugbagger verschiedenste Reparatur- und Sanierungsarbeiten auf schonende Weise und engstem Raum durchführen. Der in Duisburg ansässige Händler hat eben dieses Potenzial erkannt und weiß, dass der Bedarf an derartigen Spezialmaschinen gerade in Deutschland zunimmt. »Wir verfügen über ein branchenübergreifendes Netzwerk sowie ein breitgefächertes Know-how, um im deutschsprachigen Raum bei Neumaschinen zu beraten und ein schlagfertiges Servicenetz zur Verfügung zu stellen«, so Sebastian Rösner, Geschäftsführer von R-Kraft.

Während bei Aushubarbeiten mit dem Baggerlöffel schnell Beschädigungen von Leitungen oder umliegenden Installationen entstehen können, lässt sich das Saugprinzip besonders präzise und schonend durchführen. Gleichzeitig benötigen die Maschinen nur wenig Platz. Das integrierte Schlauchsystem passt auch durch kleine Öffnungen und hinterlässt stets eine saubere Baustelle. Hinzu kommt, dass der Maschinen- und Personalaufwand verringert wird: Bagger, Lkw und Hilfskräfte sind beim Saugbagger nicht notwendig, da das Aushubmaterial in Tanks gelagert und die Maschine von nur einer Person bedient werden kann.


Saugschlauch statt Baggerlöffel

Saugbagger lassen sich aufgrund ihres Aufbaus und des Gesamtgewichts in den Bereich schwerer Baumaschinen einordnen. Das Arbeitssystem ist dabei dem eines überdimensionierten Staubsaugersystems nicht unähnlich: Unterschiedlichste Materialien wie Erde, Kies, Schotter, Lehm, Wasser oder Schlamm lassen sich mittels eines speziellen Gebläses aus dem Boden lösen. Das im Trägerfahrzeug integrierte Gebläse erzeugt dann bei Unterdruck einen kraftvollen Luftstrom. Mithilfe der langen Schlaucheinheit, die hydraulisch bewegt werden kann, lässt sich das jeweilige Material aus dem Boden lösen. Bei Modellen wie dem 26 t schweren Exvac SE.7 oder der 32-t-Ausführung Exvac SE.10 von Rivard dienen Trägerfahrzeuge von Volvo oder Mercedes als Grundlage für den Aufbau. Dieser besteht in diesem Fall aus Behältern mit einem Ladevolumen von 7 m³ bis 10,5 m³. Die Kipphöhe beträgt in beiden Fällen rund 1 850 mm. Die Behälter verfügen außerdem über eine Verwindungskontrolle sowie ein separates Öffnen der Behälter. Herzstück dieser Maschinen ist allerdings die Kombination aus leistungsstarker Turbine und Saugschlauchträger mit 180°-Einsatzradius. Beide Fahrzeuge verfügen über eine Hochleistungs-Guss-Industrieturbine, die einen Luftstrom unter Last zwischen 25 000 m³/h und 30 000 m³/h erreichen kann.

Hinzu kommen spezielle Filteranlagen: Der erzeugte Luftstrom befördert die festen Partikel in den integrierten Sammelraum des Fahrzeugs, die dort zur Ruhe kommen und sich ablagern. Aufgrund der Feinstfiltereinheiten können dann selbst einzelne Staubpartikel zuver­lässig absorbiert werden. Die beiden Rivard-Saugbaggermodelle Exvac SE.7 und Exvac SE.10 verfügen laut R-Kraft zudem über einen hydrostatischen Antrieb mit Sensor- und Kameraüberwachung sowie Absturzsicherungen am Heck und der Filter­anlage, um eine hohe Arbeitssicherheit zu ermöglichen. Als weiteren wichtigen Punkt nennt R-Kraft außerdem die geringe Lärmentwicklung, was den Einsatz der Rivard-Saugbagger auch in bewohntem Stadtgebiet attraktiv macht.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Einsetzen lassen sich die Rivard-Saugbagger vorrangig überall da, wo typische Aushubtechnik versagt oder gar verboten ist. Ein gutes Beispiel dafür sind Baustellen, die ein hohes Beschädigungsrisiko mit sich bringen – etwa im innerstädtischen Tiefbau. Dort, wo ein gewöhnlicher Hydraulikbagger zu unpräzise arbeitet, etwa beim Freilegen von Hausanschlüssen, dem Leitungsbau oder Gleisbau, spielen Saugbagger ihre beschädigungsfreie Arbeitsweise gekonnt aus. Weitere Einsatzgebiete sind die Neuverlegungen von Gas-, Wasser, Kabel- und Fernwärmeleitungen, der Rohraustausch, die Unterstützung bei Rohrbrüchen, die Straßensanierung wie Straßenaufbrüche aber auch Pflege und Reparatur im Gleisbau.    d

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