Aktuelles Hochbau (Schalung/Gerüste/Beton)

Paschal-Werk: Sichtbetonturm für Notfallzentrum

Wenn es anspruchsvoll wird, wird gern mit Systemen von Paschal geschalt, so auch beim ­Sichtbetonturm des neuen ­Brandschutz- und Rettungszentrums im südelsässischen Cernay-Wittelsheim.

Der Neubau folgt einem überarbeiteten Rettungs- und Versorgungsplan, womit das Notfallzentrum von Cernay-Wittelsheim die vierte Station des Départe­ments Haut-Rhin wird, nach den drei Haupt-Hilfszentren Colmar, Mulhouse und Saint-Louis.

Der rund 25 m hohe Sichtbetonturm wurde in acht Betoniertakten mit Unterstützung von Paschal von der französischen Firma Scherberich errichtet. Gemäß der Paschal-Schalungsplanung, erstellt mit der Software Paschal-Plan Pro (PPP) wurde die Logo.3 inklusive den Ausschalinnenecken, das Klettersystem 240 und eine Hebebühne auf die vorgegebenen Abmessungen der Stahlbetonkonstruktion eingeplant. So konnte Scherberich den kompletten Sichtbetonturm im System schalen und betonieren.

Jede Schaleinheit war darauf ausgelegt, mit wenigen Kranhüben und ohne Umbauten zum nächsten Betonierabschnitt versetzt werden zu können.

Reduzierte Spann- und Verankerungsstellen

Außenseitig waren je Betoniertakt lediglich zwei Verankerungsstellen in der Horizontalen notwendig, um je Turmseite eine komplette Schaleinheit, bestehend aus der Wandschalung Logo.3, der Arbeitsplattform sowie der Betonierplattform und dem Nachlaufgerüst zu befestigen. Möglich macht dies der Kletterkonus M30/DW15, um die enormen Lasten sicher aufzunehmen. Auch die Auflagerkonsolen für die Hebebühne im Schachtinneren wurden mit dem Kletterkonus verankert.

Der bauaufsichtlich zugelassene Paschal-Kletterkonus steht für alle Paschal-Kletter- und -Bühnensysteme als einheitliches Verankerungssystem für Klettersysteme zur Verfügung.

Hiermit können das Paschal-Klettersystem 240, die Klettervorrichtung 200, die Kletterbühne KBK, Sperrenkonsolgerüste und die Hebebühne für Schächte zuverlässig verankert werden. Der Kletterkonus M30/DW15 verfügt über eine bauaufsichtliche Zulassung.


Schaleinheiten im Detail

Für die Betonage der vier Turminnenseiten wurde eine kranversetzbare Einheit, bestehend aus dem Wandschalungssystem Logo.3 mit vier AusschaI-innenecken und einer Hebebühne, von Betonierabschnitt zu Betonierabschnitt versetzt.

Je Turmaußenseite bestand eine Schaleinheit aus dem Wandschalungssystem Logo.3, einer Arbeitsplattform mit Fahrwagen zum Verfahren der Wandschalung, einer Betonierarbeitsbühne und dem Nachläufergerüst.

Gemäß dem Bauzeitenplan musste alle drei Tage ein Betonierabschnitt fertiggestellt sein. »Mit den fünf Schaleinheiten – eine Schachteinheit innen und vier Außeneinheiten – kamen wir, aufgrund der exakten Vorplanung von Paschal mit der Bauzeitvorgabe für den Stahlbetonturm zurecht und mussten keine bauseitigen Schalungsanpassungen vornehmen«, so Christian Houvig, Bauleiter bei Scherberich.

Schachtinnenbetonagen maximal beschleunigt

Jede Ausschal-Innenecke verfügt an der Oberseite der Innenecke über eine Sechskantmutter, mit der die Schenkel zu- und aufgespindelt werden. Hierzu kann ein Schraubenschlüssel SW 36 genutzt werden oder es genügt ein Spannstab DW 15, der in die Bohrung der Sechskantmutter passt.

Die Höhen der Ausschal-Innenecken sind auf die Elementhöhen des Schalsystems Logo.3 von 75 cm bis 340 cm abgestimmt. Sind längere Schalhöhen notwendig, lassen sich auch die Ausschal-Innenecken an ihren Stößen koppeln. Dabei greift ein Bolzen in den Sechskantschraubenkopf der unteren Ausschal-Innenecke. So kann von dem obersten Element aus die gesamte Ecke zu- und aufgespindelt werden.    §

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