Gewinnung – Aufbereitung – Abbruch – Brechen und Sieben

Modellprogramm substantiell erweitert

Mehr als 40 raupen- und radmobile Brech- und Siebanlagen in den Gewichtsklassen zwischen 20 t und 130 t bilden heute ein besonders vielseitiges Angebot in der mobilen Aufbereitung von Gestein und Recycling-Baustoffen. Die aktuellen Sandvik-Anlagen decken nahezu alle gängigen Brechertechnologien ab und wollen mit Sieb­lösungen für sämtliche Produktionsstufen punkten. Als gemeinsame Kennzeichen nennt Sandvik hohe Standards im Arbeitsschutz, Wartungsfreundlichkeit und intuitive Bedienerführung. Wichtige Merkmale sind ebenso einheitliche Motoren und Peripherie-Technologien von führenden Zulieferern und eine hochwertige Ausführung von Anlagenhydraulik und -elektrik, die zur Effizienzsteigerung, langen Wartungsintervallen und noch besseren Anpassung der Mobilanlagen an extreme oder häufig wechselnde Einsatzbedingungen beitragen sollen.Kegelbrecher für großes Volumen


Einen prominenten Platz nehmen die neuen raupenmobilen Kegelbrecher QS441 und QS331 ein, mit denen Sandvik seine mittelschwere Premium-Baureihe an Kegelbrechern auf vier Modelle erweitert. Sind die bestehenden Modelle QH441 und QH331 mit Hydrocone-Kegeln ausgerüstet, arbeiten die neuen Anlagen mit Sandvik-Kegelbrechern der Baureihe »S«, die sich seit gut 30 Jahren im stationären Bereich als vielseitige und produktive Kegelbrecher bewähren. Beide Brecher, der CS440 im Modell QS441 und der CS340 in der kleineren QS331, können härtestes Gestein verarbeiten. Gegenüber herkömmlichen Kegelbrechern bieten sie eine doppelt so große Brecheröffnung und damit eine um bis zu 90 % größere Aufgabestückgröße (450 mm bzw. 360 mm).Drei Brechkammern und vier Hubeinstellungen (20 – 36 mm bzw. 16 – 30 mm) bieten eine flexible Brechcharakteristik, die per Hydroset-Brechspaltverstellung auch im Betrieb angepasst werden kann. Als weitere Vorteile gelten eine lange und steile Brechkammer sowie der niedrige Exzenterhub, um den energieeffizienten und verschleißreduzierten Betrieb zu gewährleisten sowie für einen geringen Feinanteil im gebrochenen Material zu sorgen. Gleichzeitig erlauben die »S«-Brecher auch die störungsfreie Verarbeitung stark sandhaltiger Ausgangsstoffe.Mit 56 t Einsatzgewicht ist die QS441 auf bis zu 600 t/h ausgelegt, die kompaktere QS331 (36 t) leistet bis 350 t/h. Damit eignen sich beide Anlagen im Sekundärbetrieb zur wirtschaftlichen Produktion von Bahnschotter oder Frostschutz sowie als Zwischenstufe für Tertiärbrecher. Durch die große Aufgabestückgröße und hohe Zerkleinerungsleistung der »S«-Kegelbrecher kann der vorgeschaltete Backenbrecher wesentlich verschleißärmer und wirtschaftlicher eingestellt werden. Als Primärbrecher lassen sich beide neuen Kegelbrecher beispielsweise in der Kiesaufbereitung einsetzen.


Im Betrieb optimieren serienmäßige Füllstandssensoren die Beschickung der direkt angetriebenen Brecher, über eine Videokamera hält der Maschinist den Brechereinlauf vom Bedienstand aus im Blick. Wartungspodeste rund um den Brecher und gut zugängliche Servicepunkte runden das Konzept der Anlagen ab, die mit einer leistungsfähigen Hydraulikkonfiguration (Öl-/Schmiermittel-Kühlung, oder auch Stahlverrohrung) auch für besonders harte Betriebsbedingungen ausgelegt sind.Mobiler Allrounder


Seit rund drei Jahren bietet Sandvik mit den mobilen Prisec-Prallbrechern flexible Lösungen für Steinbruch-Betreiber, Recycling- und Rückbau-Unternehmen. Diese profitieren nicht nur von den Anwendungsmöglichkeiten der Prall-Zerkleinerung, sondern vor allem von der schnellen Anpassung der Prisec-Aggregate von Primär- zu gleichermaßen effizienten Sekundärbrechern. Nach dem großen 60-t-Modell QI441 erhielt jetzt auch die kleinere Prisec-Variante eine leistungsfähige Nachsiebeinheit mit Überkornrückführung.


Mit demontierbarem Siebmodul (ca. 6 500 kg) wiegt die neue QI341 ca. 46 t, und bietet dank kompakter Bauform der Nachsiebeinheit mit schwenk­barem Rückführ-/Hal­den­band transportgerechte Abmessungen (L/B/H:17,14 x 3 x 3,55 m). Mit 3,35 m x 1,52 m besitzt das Eindecker-Nachsieb nach Anbieterangaben eine im Klassenvergleich rund 30 % größere Siebfläche und erlaubt damit die Vorort-Produktion von zwei Endprodukten ohne einen sonst möglichen Flaschenhals-Effekt.


Die QI341 arbeitet mit dem direkt angetriebenen Sandvik-Prallbrecher CI411 Prisec (Einlauföffnung: 992 x 670 mm), der mit hydraulischen Verstellfunktionen und einer variablen Rotorgeschwindigkeit (537 bis 707 U/min) vielfältige Endprodukte abdeckt. Das große Einsatzspektrum der Anlage spiegelt sich auch in der Serienausrüstung wider: Doppeldeck-Vibrationsvorsieb mit Seitenaustragsband, Abzugsrinne unter dem Brecher, Magnetaustrag über dem hydraulisch verstellbarem Hauptband, eine Wasserbedüsung sowie eine Funk-/Kabelsteuerung für Maschinenfunktionen und Fahrantrieb sind ab Werk an Bord. Beschickung und Leis­tungs­charakteristik werden von einer intelligenten Maschinensteuerung überwacht, die den Maschinisten auch bei diversen Routineabläufen unterstützt.Grundlegend modernisiert


Dass insbesondere die Optimierung von Bedienung und Wartung ein hohes Potenzial zur Effizienzsteigerung bestehender Anlagenkonzepte bietet, will Sandvik mit der Neuauflage des Klassikers Robotrac beweisen. Vor gut 20 Jahren begann mit dem kompakten und wendigen Vorsieb der Siegeszug von raupenmobilen Aufbereitungsanlagen in Rohstoffproduktion und Recycling.


Auch die neue Sandvik-Grobstücksiebanlage QE141 ist mit 20 t Gewicht (Transportabmessungen 8,79 x 2,7 x 3,1 m) sehr mobil zwischen und auf Baustellen, bzw. in Gewinnungs- oder Recyclingbetrieben unterwegs. Ihr Doppeldeck-Vibrationssieb mit klappbaren Seitenwänden und einstellbarem Siebwinkel (maximal 34°) lässt sich mit unterschiedlichsten Siebmedien ausrüsten (offene Siebfläche 2 200 x 3 200 mm) und damit exakt auf Material und Anwendungen anpassen. Durch Radlader oder Bagger direkt beschickt oder hinter einem mobilen Vorbrecher positioniert, soll die QE141 über breite, separat angetriebene Abzugs- und Haldenbänder (1 200/1 000 mm) hohe Stundenleistungen an Zwischen- oder definierten Endprodukten garantieren helfen. Die 3,16 m Austragshöhe ermöglichen dabei große Haldenkapazitäten oder die einfache Einbindung in Anlagenkombinationen.


Im Betrieb lassen sich alle Funktionen der QE141 aus sicherer Distanz fernsteuern. Die Inbetriebnahme soll durch eine neue farbkodierte sequentielle Steuerungs-Automatik vereinfacht werden. Weit öffnende, hydraulisch unterstützte Maschinenabdeckungen und die heraus schwenkbare Antriebseinheit ermöglichen einen einfachen und sicheren Wartungszugang.

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