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Liebherr-Werk Bischofshofen: Modellpflege und Leistungsplus für zwei XPower-Radlader

Rund fünf Jahre nach ihrer Premiere unterzieht Liebherr nun zwei Modelle seiner XPower-Großradlader, den L 550 XPower und den L 556 XPower, einer Modellpflege. Mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit weiter zu erhöhen, verstärkt der Hersteller das Hubgerüst und überarbeitet die Arbeitshydraulik. Die Anhebung von Kipplast, Ausbrechkraft und Motorleistung zählt auch zu den Neuerungen.

Die Liebherr-Radlader L 550 XPower und L 556 XPower arbeiten vorwiegend in Industrieeinsätzen wie der Abfallbeseitigung. Besonders der Umschlag von Papier, sperrigem Metallschrott oder Müllschlacke stellt hohe Anforderungen an den Maschinenpark. »Wir sind in engem Austausch mit unseren Kunden und kennen die harten Bedingungen auf Deponien oder in Recycling-Höfen. Daher haben wir im Zuge unserer Modellpflege gezielt in die Leistungsfähigkeit und die Vielseitigkeit der beiden Radlader investiert«, erklärt Mark Walcher, zuständiger Produkt-Manager bei der Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH.

Stärkerer Motor und verbesserte Arbeitshydraulik

Die XPower-Radlader L 550 und L 556 verfügen weiterhin über den leistungsverzweigten Fahrantrieb, den Liebherr bei allen XPower-Radladern serienmäßig verbaut. Durch eine Anhebung der Motorleistung bei beiden Modellen wird der Fahrantrieb bei gleichbleibend niedrigem Verbrauch vom Hersteller als noch kraftvoller, etwa beim Beschleunigen oder beim Eindringen ins Material, beschrieben. Das gelte auch, wenn die Radlader in Industrie-Einsätzen mit schweren Schutzvorrichtungen oder Vollgummireifen ausgestattet sind.

Eine Leistungssteigerung bei der Arbeitshydraulik unterstützt dynamische Hub- und Kippfunktionen, unabhängig von Größe oder Gewicht des Anbauwerkzeugs. Konstruktive Anpassungen am Hubgerüst sorgen für größere Ausbrech-, Halte- und Rückholkräfte. Folglich soll der Maschinenführer vor allem im oberen Hubbereich anspruchsvolle Materialien wie Metallschrott, Papier, Kompost oder Rundholz effizient manipulieren können.

Vier Hubgerüstvarianten stehen zur Wahl

Für die XPower-Radlader L 550 und L 556 bietet Liebherr mit der Z- und der Industriekinematik, jeweils in den Ausführungen »Standard« oder »High Lift«, insgesamt vier Hubgerüstvarianten an. Beim Kauf können Kunden zwischen diesen Versionen wählen und so den Radlader für ihre individuellen Anforderungen konfigurieren. Im Zuge der Modellpflege hat Liebherr alle Varianten des Hubgerüsts überarbeitet und den Stahlbau verstärkt.


Die modifizierte Z-Kinematik der Radlader L 550 und L 556 hat ihre Stärken im unteren Hubbereich und soll für noch bessere Ausbrechkräfte als bisher sorgen. Die maximale Kraft entfaltet sich, wenn das Anbauwerkzeug in Bodennähe arbeitet und beispielsweise Material aus einem Haufwerk herausbricht. Diese Eigenschaft ist wichtig beim Aufnehmen und Verladen von Gestein, Kies oder Bauschutt.

Liebherr hat ebenso die Industriekinematik der beiden Radlader runderneuert. Diese gilt als maßgeschneidert für Industrieeinsätze, in denen die Betreiber häufig mit schweren Anbauwerkzeugen wie Leichtgutschaufeln, Hochkippschaufeln oder Holzgreifern arbeiten. Die Industriekinematik bietet zudem eine Parallelführung, die optimal für den Einsatz von Ladegabeln ist.

Bei der Variante High Lift (jeweils für Z- oder Industriekinematik) handelt es sich um eine verlängerte Version des Hubgerüsts, das für mehr Reichweite und einen produktiveren Ladebetrieb in größerer Höhe sorgt.

Höhere Kipplast und Ausstattungsmöglichkeiten

Die Überarbeitung des Hubgerüsts führt auch zu einer höheren Kipplast. Betreiber eines neuen L 550 XPower oder L 556 XPower können damit mit größeren Schaufeln arbeiten als bisher und pro Ladevorgang mehr Material bewegen. Liebherr hat das zum Anlass genommen, auch das Schaufel-Design beider Modelle neu zu gestalten. Beim Kauf besteht die Möglichkeit, die einzelnen Module und Verschleißteile der Schaufeln noch individueller auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.

Erstmalig ist für die Radlader L 550 XPower und L 556 XPower das von Liebherr-Hydraulikbaggern bekannte vollautomatische Schnellwechselsystem Likufix erhältlich. Es entfaltet seine Vorteile bei Arbeiten, die den Einsatz unterschiedlicher Anbauwerkzeuge erfordern. Mit Likufix kann der Maschinenführer mechanische und hydraulische Anbauwerkzeuge sicher und komfortabel per Knopfdruck von der Kabine aus tauschen.

Weitere Ausstattungen bieten die Möglichkeit, die beiden XPower-Radlader auf kundenspezi­fische Anforderungen vorzubereiten. Ein sichtop­timierter hydraulischer Schnellwechsler steht ebenso optional zur Verfügung wie verschiedene Assistenzsysteme. Als Beispiel hierfür gilt die aktive Personenerkennung heckseitig mit neuem Bremsassistent, um die Sicherheit in der täglichen Arbeit zu erhöhen (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 2/21, Seite 40).    t

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