bauma Aktuelles OEM, Maschinen-, Fahrzeug- und Antriebstechnik – Wartung, Pflege, Instandhaltung

Kohler: Neuheit für die hybride Stromerzeugung

Der seit Januar gültigen neuen Emissionsrichtlinie im Offroad-Bereich entsprechend, baut Kohler sein Produktangebot zur Bauma mit K-HEM um eine neue Kombinationslösung zur Stromerzeugung aus. Das hybride elektrische und mechanische Kombigerät K-HEM (»Kohler Hybrid Energy Module«) soll es Geräteherstellern ermöglichen, unterschiedliche Energiequellen nicht in Konkurrenz stellen zu müssen, sondern vielmehr deren Kombination zu ermöglichen.

Anstatt verschiedene Energiequellen im Hinblick auf ihre Praxisanwendungen und individuellen Eigenschaften in Konkurrenz zueinander zu stellen, hat sich Kohler entschieden, sie zu verbinden, um so die jeweiligen potenziellen Pluspunkte in einem Gesamtprodukt nutzen zu können.

Die Stromerzeugung beim K-HEM erfolgt mit einer Kombination aus dem 18 kW (24,1 PS) starken Dieselmotor des Typs KDW 1003 und einem 48-V-Elektromotor. Der KDW 1003 erfüllt die Emissionsnormen der Stufe V und benötigt keinen Dieselpartikelfilter. Der Elektromotor liefert eine Spitzenleistung von maximal 15 kW (20,1 PS) und eine Dauerleistung von 9 kW (12,1 PS). So kommt das K-HEM auf eine Gesamtleitung von mehr als 30 kW (40,2 PS), ohne dass Abgasnachbehandlungssysteme erforderlich wären.

Die K-HEM-Hybrideinheit zielt auf Geräte mit intermittierenden Betriebszyklen und Leistungsspitzen wie Schweißer, Mäher oder auch Traktoren mit Arbeitsgeräten sowie Maschinen, die hauptsächlich kontinuierliche Schwachlastbetriebszyklen ausführen.

Bei K-HEM wird die Leistungsbasis durch den Verbrennungsmotor bereitgestellt, während die Leistungsspitzen durch den Elektromotor sichergestellt werden. Mit einer integrierten Master-Steuereinheit können Benutzer Arbeitsmodi und Übergänge nach ihren Bedürfnissen überwachen und verwalten. Damit sollen alle Vorteile, die sich aus der Integration von mechanischer Leistung und elektrischer Leistung ergeben, genutzt werden: weniger komplexe Motoren, fehlende Nachbehandlungssysteme, überschüssige Energie speichern, Bremsenergierückgewinnung sowie die Reduzierung von Gasemissionen, Lärm und Verbrauchsraten.


Effizienzplus

Die Hybrideinheit erlaubt es, schneller und häufiger optimale Betriebspunkte zu erreichen, was die Effizienz der durchgeführten Arbeiten und damit die Produktivität der Anlage erhöhen sollte. Durch die Doppelfunktion der elektrischen Komponenten, die sowohl als Generator als auch als Hilfsmotor arbeiten, wird es möglich, Energie aus dem Getriebesystem während der Brems- und Abgasphase der Maschine und aus dem Verbrennungsmotor selbst während der Betriebsphasen mit niedrigem Energiebedarf zurückzugewinnen.

Integration

Wenn es nach Kohler geht, sollen sich Gerätehersteller keine Gedanken über mögliche Installationsprobleme mehr machen müssen, weil die Hybrideinheit wie ein Dieselmotor in ein Hydrauliksystem oder ein mechanisches Getriebe integriert werden kann.

Der hohe Integrationsgrad zwischen den mechanischen und elektronischen Hydraulikteilen, die die Hybrideinheit ermöglicht, unterstützt eine vollständige Optimierung des Maschinen-Managements: Jedes Stellglied kann je nach Anforderung vom Hydraulik- oder Elektrosystem gesteuert und von der übergeordneten Steuereinheit gesteuert werden, die das System überwacht.     §

Nach oben
facebook youtube twitter rss