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Kölsch: »Kubisch, fast wie Würfelzucker«

Freudlsperger mit Sitz in Neuötting ging Anfang der 1960er-Jahre aus einem Einzelbetrieb der Kiesbranche hervor. Aktuell beschäftigt man über 80 Mitarbeiter. Schwerpunkt des Unternehmens sind Produktion und Vertrieb von Betonfertigteilen für den Hochbau, Teil- oder Schlüsselfertigbau, Fertiggaragenbau oder die Errichtung von Fahrsilos. Freudlsperger verfügt über mehrere Deponie- und Verfüllstandorte und liefert auch Kies, Sand, Riesel und Edelsplitt. Seit vielen Jahren greifen Baubetriebe, Mischwerke und Privatkunden in der Region auf dieses Angebot zurück. Die Produkte werden an verschiedenen Standorten gewonnen. Im Kieswerk produziert man Betonzuschläge in den Fraktionen 0/4, 4/8, 8/16, 16/32 mm. Neben güteüberwachten Zuschlägen werden auch Mischkies, Brechkies und Frostschutzkies hergestellt.

Maßgeschneiderter Vortex-Rotorbrecher

Der Kontakt zwischen dem Betonwerk und der Jürgen Kölsch GmbH bestand schon geraume Zeit. Zu konkreten Verkaufsgesprächen kam es, als der Ersatz eines stationären Splittbrechers, einer Hartgesteinsprallmühle, anstand. Diese war in die Jahre gekommen und neigte zu Ausfällen.

Die Entscheidung fiel zugunsten eines ganz besonderen Vortex-Rotorbrechers. Freudlsperger war mit der Kölsch-Leistung so zufrieden, dass Kölsch in der Folge den ­Maschinenpark mit einer Powerscreen-Horizontalsiebanlage Horizon H5163 und einer raupenmobilen Siebanlage Chieftain 1700 komplettieren durfte.

Erfolgreiche Demonstrationen

Aufgabe bei Freudlsperger ist Innkies in einer Materialgröße von 32 – x (70 – 200 mm). Das Endprodukt sollte Körnungen von 0 – 2, 2 – 5, 5 – 8 oder 0 – 2, 2 – 16, 16 – 32 oder 0 – 16, 0 – 32 mm aufweisen. Mit einer Leistung von 80 t/h bis 100 t/h und 50 000 t im Jahr stand ein recht ansehnliches Arbeitspensum in Aussicht. Der Einsatzplan sah drei verschiedene Gruben vor. Bei Freudlsperger dachte man daher zunächst an eine raupenmobile Splittanlage mit einer 3-Deck-Absiebung, es stand die raupenmobile Variante eines Splittwerks auf der Wunschliste.

Kölsch konnte gleich mehrere Referenzprojekte mit einem ähnlichen Aufgabenspektrum vorweisen. In Anwesenheit des Vortex-Geschäftsführers wurde dieser spezielle Rotorbrecher vorgestellt, der nach Herstellerangaben die Vorteile von Backenbrecher, Prallbrecher und Mühle in einer Maschine vereint. Ein Anwender einer Vortex-Anlage wurde besucht. Nachdem diese Anlage Riesel in den Körnungen 8 – 16 mm und 32 – 200 mm mit Bravour verarbeitet hatte, war die Richtung klar.


War zunächst die raupenmobile Variante des Vortex im Gespräch – Rubble Master bietet eine solche unter der Bezeichnung RMV550 GO! an – stellte sich heraus, dass Freudlsperger fürs Umsetzen auf die Dienste eines ortsansässigen Kranunternehmens zugreifen konnte. Zudem brauchte man keinen Dieselantrieb, wie im Rubble Master verbaut, Freudlsperger erzeugt seinen Strom am Standort selbst. Weil es dennoch ein versetzbarer Vortex sein sollte, kam der Wunsch nach einem »semimobilen« Rotorbrecher auf. Kölsch gab den Anstoß, das Unternehmen Vortex willigte ein, entwickelte, konstruierte und baute: Der kufenmobile Vortex-Rotorbrecher SMC 9-8-6 war geboren.

Kundenwünsche haben Vorrang

Sean McCusker, Verkaufsleiter bei Kölsch, war als Ingenieur lange Jahre für die Entwicklung und Produktion von Brechern und Sieben verantwortlich. Insofern kann er gut beurteilen, was technisch machbar ist.

In der Kombination mit dem exzellenten Kontakt zu den Herstellern lässt Kölsch daher immer wieder Kundenwünsche wahr werden. »Die Kombination aus Flexibilität, hohem Output und erstaunlicher Produktqualität ist beim Vortex immer wieder überzeugend. Gut eingestellt erzeugt er bei bestimmten Körnungen eine Kubizität, die an Würfelzucker erinnert. Klingt übertrieben? Dann schauen Sie es sich doch einfach mal an«, so Sean McCusker.

Der Vortex SMC ist bei Freudlsperger ein Jahr im Einsatz. In die Maschine wurden noch zusätzliche Entwicklungen eingebracht und es wurden Erweiterungen vorgenommen. Bei Freudlsperger war man jedoch vom ersten Tag an hochzufrieden mit dem extrem kubischen Splitt und der Leistung des maßgeschneiderten Vortex-Rotorbrechers. »Ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Entscheidung«, betont Tom ­Roßhuber, Geschäftsführer der F. Freudlsperger Betonwerk GmbH.

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