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Goldhofer: »Faktor 5.5« meistert souverän den ersten Transport

Damit die Energie des vor der schottischen Küste im Aufbau befindlichen 950-MW-Windparks Moray East den Verbrauchern 2022 als 230-V-Strom zur Verfügung steht, wird zurzeit im Landesinneren bei New Deer ein Umspannwerk mit drei Transformatoren gebaut. Den ersten dieser mehr als 260 t schweren und fast 12 m langen Kraftpakete haben die Transport-Experten der britischen Allelys Group, beauftragt von Projektspediteur deugro, Ende Oktober zur Baustelle geliefert – mit der auf der letzten Bauma vorgestellten Seitenträgerbrücke Faktor 5.5 von Goldhofer. Diese Seitenträgerbrücke kann mit wenig Aufwand in eine Kesselbrücke umgebaut werden.

Die hügelige, kurven- sowie brückenreiche Strecke zwischen dem Hafen von Peterhead nach New Deer stellte auf 56 km recht anspruchsvolle Herausforderungen an den Transport, welche durch die Nutzung der von Allelys jüngst erworbenen Seitenträgerbrücke Faktor 5.5 als Kesselbrücke minimiert wurden. Mit ihr lassen sich auch voluminöse Ladegüter von bis zu 6 m Breite und 17 m Länge sowie einer Nutzlast von bis zu 350 t aufnehmen und flexibel bewegen. Das ist das 5,5-fache ihres Eigengewichts. Dank flexibler Konfi­gurationsmöglichkeiten von 20 (2 x 10) bis 32 (2 x 16) Achsen erlaubt diese den Einsatz für unterschiedliche Transportaufgaben.

Minutiöse Planung und Vorbereitung

Gleich zu Anfang des Transports zeigte sich, dass dies eine gute Entscheidung war. Die Strecke führte nach der Hafenausfahrt in Peterhead gleich mit einer Rechts-Links-Kombination in einen kurzen steilen Anstieg – eine Situation, die auch dem Fahrer eines konventionellen Lkw-Anhängers hohe Konzentration abverlangt. Dank minutiöser Planung und Vorbereitung konnte der von der Polizei begleitete und insgesamt 70 m lange Lindwurm mit Umsicht und Sorgfalt diese Hürde ebenso bewältigen, wie die noch folgenden 90°-Kurven, Kreisverkehre und Brückenbegrenzungen. »Besonders hilfreich erwies sich die Möglichkeit, die Goldhofer-Kesselbrücke in einer kurzen Transportkonfiguration von zehn Achsen vorn und zehn Achsen hinten zu fahren. Damit sind wir bedeutend wendiger und vor allem wirtschaftlicher«, so Firmeninhaber David Allely.

Über Brückenmauern hinweg gehoben

Auch Brückenüberquerungen und die hügelige Streckenbe­schaffenheit meisterten die Transportprofis geradezu bravourös. Dank ihres hydrauli­schen Hubs von 1 600 mm und ihrer Niveauregulierung, konnte die Faktor 5.5 über Brückenmauern angehoben und in engen, kurvenreichen Passagen die Seiten­neigung ausgleichen. »Einmal mehr hat Goldhofer das passende praktische Equipment entwickelt, das exakt auf unsere Transportbedürfnisse ausge­richtet ist«, lobt Firmeninhaber David Allely.


Die Allelys Group ist eines der größten Transport- und Spezialunternehmen für Schwer­lasten in Großbritannien. Seit mehr als 20 Jahren vertrauen die britischen Transportprofis auf das Schwerlast-Equipment von Goldhofer. »Wir haben unseren ersten THP/LT-12-Achs-Modulanhänger 1996 gekauft und unseren Fuhrpark seitdem mit unterschiedlichen Goldhofer-Fahrzeugen erweitert«, so David Allely. Die vielseitigen Module samt Spezial-Equipment sind ein wichtiger Motor für die unternehmerische Dynamik der Allelys Group, die heute nicht nur zu den Marktführern in Großbritannien zählt, sondern darüber hinaus anspruchsvolle Transportprojekte in ganz Europa verantwortet.

»Die Faktor 5.5 von Goldhofer war sicherlich mit ausschlaggebend, dass wir uns bei der Vergabe dieses herausfordernden Transportes für die Allelys Group entschieden haben«, sagt Andreas Menzel, Corporate Global Key Account Manager bei der deugro group, einem seit seiner Gründung im Jahr 1924 als Projektspedition ak­tiven Unternehmen mit Referenzen in den Bereichen Power & Renewables, Chemical, Oil & Gas, Mining, Infrastructure, Pulp und Paper sowie der Nuklearindustrie. Das deugro-Netzwerk besteht aus mehr als 70 firmen­eigenen Büros in über 40 Ländern.     t

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