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Epiroc: »Wir wollen jedes Jahr um acht Prozent wachsen

Den ersten eigenständigen Bauma-Auftritt hat Epiroc dazu genutzt, sich nach der Abspaltung von Atlas Copco als eigenständiges Unternehmen zu präsentieren, das im Bereich Bau- und Bergbau mit seinen Maschinen, Geräten und Dienstleistungen Lösungen anbietet, durch die sich die Produktivität erhöhen lässt – sei es beim Arbeiten im Tunnel oder in einer Mine, sei es mit den verschiedenen Bagger-Anbaugeräten, wie Hydraulikhämmer, Pulverisierer, Zangen oder den auf der Bauma neu vorgestellten Sieblöffeln. »Für uns als neues und unabhängiges Unternehmen ist dieser erste Auftritt auf der Bauma außerordentlich wichtig für unsere Positionierung am Markt«, erklärten im Gespräch mit dem bauMAGAZIN Epirocs Präsident und CEO Per Lindberg sowie die Vize-Präsidenten Helena Hedblom und Martin Hjerpe.

Von Michael Wulf

Nach der Trennung von Atlas Copco im vergangenen Jahr habe sich Epiroc »gut entwickelt«, so Per Lindberg. So wurde im vergangenen Jahr ein Umsatz von umgerechnet rund 3,6 Mrd. Euro erwirtschaftet. »Wir sind sehr zufrieden, auch wenn manches noch seine Zeit braucht«, sagte er und verwies auf das »generelle Ziel, jedes Jahr um rund 8 % wachsen zu wollen«. Erreichen wolle man das sowohl durch organisches Wachstum, aber auch durch Akquisitionen. Größter Umsatzbringer sei derzeit mit einem Anteil von rund 73 % das Mining- und Tunnelbaugeschäft.

Derzeit gebe es auch im Mining-Bereich »mehrere große Trends«, so Helena Hedblom, wie die Elektrifizierung der Maschinen, die Digitalisierung oder das autonome Fahren. »Wir gehen Schritt für Schritt bei diesen Entwicklungen mit, deren Ziel es ist, die Produktivität, aber auch die Sicherheit zu erhöhen.« So biete Epiroc mit »My Epiroc« eine neue digitale Plattform an, mit der sich die Effizienz des Maschinenparks deutlich steigern lasse.

Batterietechnologie als Schlüssel

Auch im Bereich der Bagger-Anbaugeräte würden neue Technologien mit dazu beitragen, dass sich beispielsweise die Emissionen von Lärm und Staub deutlich verringerten. »Bei den Hydraulikhämmern und den diversen Recycling-Tools geht es ganz klar in die Richtung weniger Lärm und Staub und darum, wie der Bediener optimal und sicher arbeiten kann«, ergänzte Per Lindberg, für den die Entwicklung der Batterietechnologie der Schlüssel ist für die Elektrifizierung von Maschinen und Geräten: »In drei Jahren, auf der nächsten Bauma, werden wir definitiv mehr Produkte als heute sehen, die von einer Batterie angetrieben werden.«

Zu den Neuheiten, die Epiroc neben den Maschinen für den Berg- und Tunnelbau (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 4/19, Seite 150) vorstellte, gehörte in München auch die Sieblöffel-Serie, die das umfangreiches Sortiment an hydraulischen Anbaugeräten nochmals erweitert. »Unsere Kunden stehen stetig anspruchsvolleren Anforderungen gegenüber, und wir freuen uns, dass wir unser Angebot jetzt durch ein Produkt erweitern, das ihnen hilft, Zeit zu sparen und Geld zu verdienen«, sagte Gordon Hambach, Global Marketing Manager Epiroc Hydraulic Attachment Tools. »Das Material vor Ort zu sortieren steigert die Effizienz erheblich, und die neuen Epiroc-Sieblöffel gehören zu den schnellsten und zuverlässigsten am Markt.«


Zwei neue Sieblöffel

Die Sieblöffel BS 1600 und BS 2200 mit einem Dienstgewicht von 1 710 kg (BS 1600) bzw. 2 450 kg (BS 2200) für Trägergeräte mit einem Einsatzgewicht von zwischen 18 t bis 38 t kombinierten »das Beste aus modernem Design und robuster Konstruktion, um Kunden im Bereich Recycling und Felsaushub eine noch komplettere Lösung zu bieten«, so Gordon Hambach weiter.

Die hydraulische Kraftübertragung an den Korb erfolge über einen Steuerriemen, der nicht gespannt werden müsse. Diese zuverlässige Antriebslösung biete ein optimales Drehmoment und reduziert Wartungszeiten. »Durch den großen Durchmesser des Hauptwalzenlagers können wir einen im Vergleich zu anderen Sieben viel längeren Korb anbauen«, erläuterte Gordon Hambach. »Die größere Siebfläche führt zu einer erheblichen Leistungssteigerung und gewährleistet eine hohe Qualität des Endprodukts.«

Sechs verschiedene Gitteröffnungen

Der Korb zeichne sich durch eine statt einer gleichmäßigen abgerundeten Oberfläche aus. Dank dieser Form könne das Material sehr effektiv geschüttelt werden, um den Siebvorgang zu beschleunigen. Das Material werde durch hexagonale Öffnungen im Gitter gesiebt und zu hochwertigen Zuschlagstoffen aus Gestein, gebrochenen Beton und wiederverwerteten Materialien verarbeitet. Dabei könnten die Kunden zwischen Körben mit sechs verschieden großen Gitteröffnungen von 20 mm bis 80 mm wählen.     ß

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