Gewinnung – Aufbereitung – Abbruch – Brechen und Sieben

»Die Marke ZFE hat großes Potenzial und ist eine wunderbare Ergänzung«

Das gilt nicht nur für die HS-Schoch-Gruppe – die in den Bereichen Nutzfahrzeuge, Bau- und Landmaschinen, Recycling, Automobil oder auch Windkraft präsent ist – mit den Standorten Lauchheim bei Aalen (Württemberg), Coswig-Cobbelsdorf (Sachsen-Anhalt) und Achern (Baden) als solche, sondern für Hermann Schoch auch persönlich. Denn der gebürtige Baden-Badener hat als junger Mann mit dem späteren ZFE-Gründer Lothar Fianke zusammengearbeitet. Als der sich im Alter von 67 Jahren auf die Suche nach einem Nachfolger machte, waren sich der frühere Chef und sein Mitarbeiter über die Modalitäten relativ schnell einig. »Mir war be­wusst, dass die HS-Schoch-Gruppe durch die Übernahme von ZFE endlich in der Lage sein wird, als Erstausrüster für Baggerlöffel und Laderschaufeln mit namhaften Herstellern ins Gespräch zu kommen, und gleichzeitig über Händler europaweit präsent sein wird«, nennt Hermann Schoch die Gründe, warum er sich auf das Risiko eingelassen und ZFE übernommen hat. Denn bis dato habe man mit den Anbaugeräten der Marke HS-Schoch die Endkunden direkt bedient und sich am Standort Lauchheim bei Aalen vor allem auf Sonderlösungen für Bagger und Radlader konzentriert sowie auf die Wiederaufbereitung von Anbau­geräten.»Schnell und flexibel reagieren«

Auch künftig werden die Endkunden im Umkreis von etwa 200 km der Standorte Lauchheim, ­Coswig-Cobbelsdorf und jetzt auch Achern direkt mit Anbaugeräten der Marke HS-Schoch beliefert. »Für die Bauunternehmer in diesen Regionen sind wir seit Jahren der direkte Ansprechpartner und bieten ihnen mit unserer Flotte von gut zehn ­Servicefahrzeugen ein umfangreiches Angebot«, betont Hermann Schoch. »Mit unserem Know-how im Bereich Regeneration sowie unserem Service können wir außerdem schnell und flexibel auf die Anforderungen der Kunden reagieren, was zu den absoluten Stärken der HS-Schoch-Gruppe zählt.« Zudem werde HS-Schoch als Hardox-­Wear­parts-­Partner und ESCO-Haupthändler seine Kompetenzen als Verschleißteilspezialist weiter ausbauen und sich in Zukunft noch intensiver als bisher im Bereich Recycling engagieren.

»Bei unserer neuen ›Serie 1.0‹ verbauen wir den hochfesten Konstruktionsstahl der Marke Strenx von SSAB – und zwar als Standard am Löffelboden und an den Seitenteilen. Das bietet den Kunden einen klaren Qualitätsvorteil, zumal wir meines Wissens derzeit der einzige Hersteller sind, der diesen Werkstoff bei der Löffel-Produktion in dieser Art und Weise verwendet.«

Hermann Schoch

Werk Cobbelsdorf als Teilelieferant

Im Zuge der Integration von ZFE ist die Produktion von Anbaugeräten in Lauchheim und Coswig-Cobbelsdorf aufgegeben und am Standort Achern mit einer Produktionsfläche von gut 2 400 m² konzentriert worden, wo zudem in den Maschinenpark und in die Strukturen investiert wurde. Trotzdem ist der Schoch-Standort Coswig-Cobbelsdorf für die Produktion bei ZFE mit von entscheidender Bedeutung. »Das Werk Cobbelsdorf ist technisch auf dem neuesten Stand, was beispielsweise den Einsatz von Schweißrobotern betrifft sowie das Laser- oder Plasmaschneiden«, sagt Hermann Schoch, »weshalb Cobbelsdorf als Teilelieferant für ZFE fungiert. Das erhöht die Produktivität und garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität, von der wiederum unsere Kunden und unsere Handelspartner profitieren.«

Dabei steht es für Hermann Schoch außer Frage, dass für den Erfolg von ZFE der Faktor Qualität eine wesentlich größere Rolle spielt als der Preis. »Die Zuverlässigkeit des Produkts und die Termintreue sind die entscheidenden Kriterien, erst dann wird der Preis relevant«, sagt er. »Denn wenn jemand nur über den Preis verkauft, hat er schnell den Ruf eines ›billigen Jakobs‹ weg. Und das ist nicht nachhaltig und funktioniert auf Dauer nicht.«

Als Beispiel für den hohen Qualitätsmaßstab führt Hermann Schoch die neuen ZFE-Baggerlöffel der »Serie 1.0« an, bei denen hochfester Konstruktionsstahl der Marke Strenx von SSAB verbaut wird – und zwar als Standard am Löffelboden und an den Seitenteilen. »Das bietet den Kunden einen klaren Qualitätsvorteil«, so Hermann Schoch, »zumal wir meines Wissens derzeit der einzige Hersteller sind, der diesen Werkstoff bei der Löffel-Produktion in dieser Art und Weise verwendet.« Weitere Qualitätsmerkmale seien die Verwendung des Messerstahls Borox 400 sowie die Möglichkeit, die ZFE-Löffel mit nahezu allen gängigen Zahnsystemen zu bestücken.

»Mit ZFE können wir nun auch Händler in ganz Europa mit ­qualitativ hochwertigen Anbau­geräten beliefern und stehen zudem als OEM-Partner und Systemlieferant für renommierte Baumaschinen­hersteller zur Verfügung. Damit hat sich der Kreis geschlossen.«

Hermann Schoch

»Marktanteile zurückgewinnen«

Nach der im vergangenen Jahr auf der GaLaBau in Nürnberg vorgestellten Minilöffel-Serie und der auf der Intermat in Paris präsentierten Kompaktlöffel-Serie der neuen Löffel-Generation von ZFE soll die neue »Serie 1.0« bis zum Ende des Jahres mit den Standardlöffeln komplettiert werden. »Die Resonanz auf unsere neue, innovative Löffel-Serie ist ausgesprochen positiv«, sagt Hermann Schoch. »Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass wir mit ZFE verloren gegangene Marktanteile zurückgewinnen und europaweit neue Kunden gewinnen werden.« So sei beispielsweise der Intermat-Auftritt in Paris »ein großer Erfolg für ZFE« gewesen.

Zu den technischen Innovationen der »Serie 1.0« zähle unter anderem das bessere Eindring- sowie das sehr gute Füllungs- und Entleerungsverhalten der Löffel. Der niedrige Grabwiderstand resultiere aus den tief ausgeschnittenen Seitenschneiden, die höhere Reißkraft aus der höheren Steifigkeit und der niedrigeren Bauhöhe. In Summe sorge dies für eine Reduzierung des Energieverbrauchs des Baggers, was zu einer Steigerung der Umschlagleistung je Liter Diesel von mehr als 10 % führe.

In diesem Zusammenhang verweist Hermann Schoch auch darauf, dass ZFE neben der Konstruktion und Produktion von Baggerlöffeln vor allem eine hohe Kompetenz im Segment Laderschaufeln besitze. »Nicht jeder Hersteller baut heute noch Laderschaufeln. ZFE aber war und ist darauf ­spezialisiert. Dementsprechend groß ist unser Know-how.« So könne ZFE »im Prinzip das komplette Laderschaufelprogramm plus die jeweiligen Schnellwechsler anbieten«, die kompatibel sind mit den Radladern aller namhaften Hersteller.

 

»ZFE als OEM-Partner etablieren«

Diese verstärkt auch als OEM-Partner zu gewinnen, das sei ein weiteres großes Ziel von ZFE, sagt Hermann Schoch. Weil die Bagger- und Radladerhersteller vermehrt dazu übergingen, Komplettpakete anzubieten, könne davon künftig auch ZFE profitieren. »Das ist eine große Chance für uns« betont er. Als Erstausrüster für Löffel und Schaufeln arbeite man schon mit mehreren namhaften Herstellern zusammen: »Diese Schiene wollen wir natürlich weiter ausbauen und ZFE als OEM-Partner etablieren.«

 

von Michael Wulf

FIRMENINFO

HS Schoch GmbH & Co.KG

Am Mühlweg 4
73466 Lauchheim

Telefon: 07363.9609.0
Telefax: 07363.9609.21

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